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Das Stadtteilplenum im März

Stadträtin Dagmar Hänisch berichtete zum Schulentwicklungsplan 2009

Schulen, Hansa-Theater, Kulturtage und ein Memory-Spiel

Das Stadtteilplenum Moabit West am 16. März 2010

Das dritte Stadtteilplenum 2010 im Nachbarschaftstreff "Stadtschloss Moabit" unter der Regie des Moabiter Ratschlag e.V. und der S.T.E.R.N. GmbH, wieder moderiert von Susanne Torka, stand ganz im Zeichen des Schulentwicklungsplans 2009. Die aus dem Schulressort scheidende Bezirksstadträtin Dagmar Hänisch war - gemeinsam mit ihrer Nachfolgerin Petra Schrader, die dem Bereich ab April vorstehen wird - gekommen, um die  Auswirkungen der Schulstrukturreform auf Moabit zu erläutern.

Dagmar Hänisch nahm allen Kritikern von Schulschließungen und -fusionen von vorn herein den Wind aus den Segeln, in dem sie auf die dramatische Haushaltslage des Bezirkes verwies. Mitte befindet sich genau gesagt in einer Haushalts-Notlage. Einem Gesamtaufwand von 33 Millionen Euro für den Erhalt von Schulgebäuden, Hausmeistergehältern und ähnlichem stehen nur rund 21 Millionen Euro Zuweisungen vom Land Berlin gegenüber, der "Rest" von 12 Millionen muss "quer" finanziert werden. Das hat mehrere Schulschließungen und -zusammenlegungen zur Folge. In Moabit werden Wartburg- und Gotzkowsky-Grundschule zusammengelegt, die Gymnasien Heinrich-von-Kleist-Schule und Menzel-Schule fusionieren am Standort der Menzel-Schule. Das Theodor-Heuss-Gymnasium wird als eigenständige Schule an den Standort der Moses-Mendelssohn-Schule ziehen. Letztere nimmt gemeinsam mit der James-Krüss-Grundschule am Projekt Gemeinschaftsschule teil. Auch in der Stephanstraße gelegen, nur 500 Meter entfernt von der Moses-Mendelssohn-Schule, werden die Breitscheid-Hauptschule, deren Standort Turmstraße 86 aufgegeben wird, und die Hedwig-Dohm-Realschule an deren Domizil als integrierte Sekundarschule zusammengeführt. Die Heinrich-von-Stephan-Schule sucht noch eine Grundschule, mit der sie als Gemeinschaftsschule kooperieren kann. Die Moabiter Schulen erfreuen sich unterschiedlicher Beliebtheit. Während an der Heinrich-von-Stephan-Schule der Lostopf über die Aufnahme der Kinder entscheiden musste, weil 134 Anmeldungen nur 100 Plätze gegenüberstanden, hatten Dohm- und Breitscheid-Schule nur 58 Anmeldungen bei ebenfalls 100 verfügbaren Plätzen. 

Ein Trost für die Anwohner: an den Schulstandorten, die der Bezirk schließt, bleiben die Turnhallen und Sporteinrichtungen für Übungsstunden der Vereine und andere Nutzungen erhalten. Die Schulgebäude selbst sollen an Zwischennutzer vermietet werden. Diese bekommen allerdings keine Sonderkonditionen, sondern sollen Vergleichsmieten zahlen. 

Hier finden Sie mehr Details zum Schulentwicklungsplan

Unter "Aktuelles aus dem Kiez" wurden drei Projekte vorgestellt. Dem Hansa-Theater steht ein Neuanfang bevor. Horst Ruprecht, Theaterregisseur und künftig Intendant des "Neuen Hansa Theaters", und Wolfgang Mau, sein PR-Mann, berichteten von ihrem Vorhaben, das geschlossene Traditionshaus im Herbst wieder zu beleben. Geplant ist ein "junges politisch-satirisches Volkstheater" mit jungen Schauspielschulabsolventen, aber auch "einigen Gestandenen und Stars". Als furiosen Auftakt der Spielzeit 2010/11 soll es ein großes Brecht-Weill-Spektakel geben, dem unter dem Motto "Berliner Apokalypsen" drei weitere Inszenierungen folgen sollen. Das Gebäude gehört der österreichischen Firma SIAG, die es für eine symbolische Miete an das "Neue Hansa Theater" vermieten will. Zuschauerraum, Bühne und Foyer sind derzeit in einem unbespielbaren Zustand. 50.000 bis 100.000 Euro sind nötig, um das Theater zu Laufen zu bringen.

Carsten Cremer von "all our memories - Büro für urbane Kommunikation" stellte das Projekt "KIEZMemory - im Land der Moabiter" vor. Analog zu Memory-Spielen, die er mit Jugendlichen bereits über andere Stadtteile produziert hat - zum Beispiel "Find mich in der Gropiusstadt" - soll ein solches Spiel gemeinsam mit Moabiter Jugendlichen entwickelt und hergestellt werden. Dazu suchen er und seine Firma rund 40 interessierte Jugendliche, besonders Mädchen und junge Frauen, die Lust darauf haben, ihren Kiez mit der Fotokamera zu erkunden. 

Der Kulturverein Tiergarten warb für die Moabiter Kulturtage im Juni, die unter dem Titel "Inselglück" in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfinden werden. Neu ist 2010, dass die Eröffnung in der Heilandskirche stattfindet, und das zusätzliche Format "Moabit privat", bei dem Moabiter ihre Wohnungen öffnen können und über das wir auf www.moabitwest.de bereits berichtet haben. Die Bilanz von 2009 ist eine Erfolgsgeschichte: 200 Veranstaltungen und 50 zusätzliche Ausstellungen sowie offene Ateliers gab es, insgesamt wurden 12.000 Besucher gezählt. Dabei zählten Kunst-Aktionen, wie die einer Dame, die Lyrik über ihre Wechselsprechanlage vortrug, zu den besonders skurrilen Dingen. Alle ziehen an einem Strang - die türkische Gemeinde Gesellschaft plant in diesem Jahr ein über das Quartiersmanagement finanziertes Straßenfest im Rahmen der Kulturtage. Dafür werden aktuell Träger vor Ort für eine Teilnahme gesucht.

Um "Erholungsqualität im Wohnumfeld" und "Soziale Stärke im Weltkiez" wird es bei der 1. Agenda-Versammlung gehen, die für den 24. April ab 10 Uhr im Moabiter Stadtschloss geplant ist. Der Förderverein Lokale Agenda 21 Berlin-Mitte e.V. ruft alle Interessierten zur Mitwirkung an der Agenda auf. Mehr Info zur Lokalen Agenda 21 finden Sie unter anderem auf folgenden Seiten: http://mitte21.mixxt.dewww.agenda21berlin.de und www.future-on-wings.net

Das nächste Stadtteilplenum am 20. April wird sich mit der Verkehrsberuhigung der Siemens- und Quitzowstraßestraße beschäftigen. Außerdem soll die Sozialstudie von TOPOS vorgestellt werden. Im Mai erwarten wir die Jugendrichterin Kirsten Heisig als Plenumsgast. Mehr Information zu den jeweiligen Tagesordnungen gibt es vorab auf unserer Seite.

 

 

Den Bericht zum Stadtteilplenum im Februar können Sie hier nachlesen:

http://www.moabitwest.de/Wer-nicht-wirbt-der-stirbt-ein-besseres-Image-fuer-Moabit.3326.0.html

Die nächste Veranstaltung findet statt am Dienstag, 20.4.2010 um 19 Uhr 

im

Stadtschloss Moabit
Nachbarschaftshaus
Rostocker Straße 32
10553 Berlin

Text und Fotos: Gerald Backhaus