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Die Jobmesse Moabit Macht Mut!

Bürgermeister Dr. Hanke: "Die Job Messe Moabit ist ein Schritt in die richtige Richtung"!

Nicht nur Moabiter Unternehmen präsentierten sich im Rahmen der Job Messe Moabit
An den Ständen gab es Informationen zu den Unternehmen und ihren Angeboten

"Ich wußte gar nicht, dass es in Moabit soviele technische Unternehmen gibt", sagte ein Besucher erfreut und machte sich auf zum nächsten Stand.
So wie er wanderten am Dienstagnachmittag viele durch die Universal Hall.
Der große Raum des ehemaligen Wasserwerks bot genügend Platz für die rund 30 Unternehmen, Einrichtungen und Behörden, die sich hier mit ihren Arbeitsfeldern, Berufs-,  Ausbildungs- und/oder Praktikumsangeboten präsentierten. 

Nicht alle der Unternehmen boten einen Arbeits- bzw Ausbildungsplatz an; einige waren eher deswegen gekommen, um auf sich und ihr Angebot aufmerksam zu machen. " Wer weiß, vielleicht bringt uns diese Präsentation hier ja auch einen Auftrag ein", hoffte einer der Unternehmer.  Andere Firmen waren zwar auf der Suche nach Arbeitskräften, machten sich jedoch wenig Hoffnung, sie auf der Job Messe Moabit finden zu können:" Wir brauchen so hoch qualifizierte Leute, die laufen in den seltensten Fällen arbeitslos herum", vermutet einer der Unternehmensvertreter am Stand. 

Norbert Kopytziok, der Initiator und Ideengeber der Job Messe Moabit, ist trotzdem zufrieden. Eine Drehscheibe wollte er schaffen für Angebot und Nachfrage auf dem regionalen Arbeitsmarkt in Moabit - eine Plattform, bei der sowohl Firmen wie auch Arbeitssuchende die arbeitsmarkt-relevanten Potentiale erkennen können, die hier im Kiez stecken. "Für Akademiker gibt es sowas ja auch," sagt Kopytziok, " und da funktiert dieses System sehr gut. Warum soll man das nicht auf andere Bereiche des Arbeitsmarktes übertragen können?"

Die Veranstaltung wurde mit einem Podiumsgespräch eröffnet

Das Thema Arbeit wurde im Podiumsgespräch von verschiedenen Seiten beleuchtet
Auf dem Podium v.l.n.r.: Lutz Baitinger, Bürgermeister Dr. Hanke, Elke Fenster, Moderatorin Susanne Sander, Lutz Wichmann, Doris Ebert.

 Zu Beginn wurden fünf "Experten" auf dem Podium von Moderatorin Susanne Sander zum Thema Arbeit befragt. Bürgermeister Dr. Hanke war gut vorbereitet gekommen und konnte darüber informieren, welche Ausbildungsplätze vom Bezirksamt in den einzelnen Bereichen zu Verfügung gestellt werden.

Elke Fenster legte der Zuhörerschaft die Organisation des Moabiter Ratschlag e.V. und des Stadtschlosses Moabit dar. Für das Funktionieren des Nachbarschaftshauses und vieler anderer Projekte ist die Unterstützung von Ehrenamtlichen und von Mitarbeitern  aus Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes unerläßlich, sagte Fenster. 

Doris Ebert von der Agentur für Arbeit berichtete über die Zusammenarbeit zwischen der Agentur und den jeweiligen Bezirksämtern, die sie als gut und  sehr hilfreich für den Prozess bezeichnetet.  Auf die Frage der Moderatorin hin erläuterte sie die einzelnen Schritte, mit denen ein Arbeitssuchender unmittelbar nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes in das Verfahren der Agentur aufgenommen wird. 

Lutz Wichmann, Personalleiter des Siemens Turbinenwerks, sprach darüber,  dass Siemens - speziell das Turbinenwerk in der Huttenstraße- Fachkräfte benötigt, die nicht leicht zu finden sind.  Es wurde schon deutlich, dass Siemens sich nicht mit der Hoffnung, Facharbeiter zu finden, auf der Jobmesse präsentierte, sondern damit eher seine Rolle als wichtoiger Arbeitsgeber im Quartier wahrnahm.

Interessant, weil von eigenen Erfahrungen geprägt, war die Geschichte, die Lutz Baitinger als letzter aus der Podiumsrunde erzählte: der gelernte Krankenpfleger ist Vertriebsleiter von IPS, einer Zeitarbeitsfirma, die medizinische Fachkräfte vermittelt.  Er selbst hatte als Krankenpfleger Kontakt zu verschiedenen Zeitarbeitsfirmen für medizinisches Fachpersonal und dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen damit gemacht, wie die jeweiligen Firmen mit ihren MitarbeiterInnen umgingen. Die Unzufriedenheit darüber hat ihn bewogen, den Schritt "auf die andere Seite" zu wagen. 

Die ´angepeilte´ Zielgruppe wurde erreicht - eine gewisse Unschärfe inclusive

Die ´angepeilten´ Zielgruppen der Jobmesse Moabit wurden erreicht
Michael Krol hält eine Vorlesung an der TU - ehrenamtlich. Der Professor für Verfahrenstechnik ist Hartz IV -Empfänger

Anfangs eher zögerlich, verstärkte sich der Zustrom im Laufe der Veranstaltung.  Bis 17.30 Uhr kam eine geschätzte Anzahl von etwa 100 Besucher in die Universal Hall, um sich zu informieren - und/oder um sich selbst zu präsentieren.

Einer davon war Michael Krol, Professor für Verfahrenstechnik. Er gehört nicht wirklich zur angedachten Zielgruppe - aber wenn der gebürtige Pole anfängt, über sein Spezialgebiet, die Fluid-Mechanik der Festkörper, Flüssigkeiten und Gase zu sprechen und dann seine Erläuterungen einer verbesserten Methode zur Beschreibung von Prozessen und Abläufen in der Fluid-Mechanik immer detaillierter werden, dann merkt man, unter welchem Druck er steht - und das gilt sicher genauso für viele andere der Besucher dieser Jobmesse.  

Insofern ist die geringfügige Ungenauigkeit in der Zielschärfe dieser Jobmesse durchaus verzeihlich  - jede Bemühung um eine Verbesserung der Lage ist eine gute Tat!

Um eine größtmögliche Flächendeckung - und damit auch ein Abbild der Situation im Quartier- zu gewährleisten, gab es am Dienstg noch ein offenes Impulsgespräch, in dem es um die Situation der Ausbildungsplatz-Suchenden Jugendlichen ging.
Natürlich spielten dabei die Themen Bildung und Migration ebenfalls eine große Rolle.

Für den zweiten Tag werden weit mehr Besucher der Jobmesse erwartet.
Für den zweiten Tag werden weit mehr Besucher der Jobmesse erwartet.

Für Mittwoch sind weitere Podiumsgespräche und Diskussionsforen vorgesehen, in denen es um die Themen  "Mehr Gerechtigkeit" und "Neue Chancen" gehen soll.

Den Abschluss der Jobmesse macht am Mittwochabend die Vorführung eines Kurz-Videos zum Thema "Was bedeutet Arbeit für Sie?", das in den letzte Wochen von zwei Mitarbeitern und einer Mitarbeiterin des Institut 21 hergestellt wurde.

Dazu befragten die drei Menschen im Kiez, die auf irgendeine Weise intensiv mit dem Thema Arbeit zu tun haben, sei es als Arbeitsuchende, als Arbeitgeber oder als Arbeitslose auf dem Sprung in die Selbstständigkeit. 
(siehe dazu auch unseren Artikel "Welche Bedeutung hat Arbeit für Sie?")

 

Die Job-Messe ist am Mittwoch, 9. Mai geöffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Universal-Hall, Gotzkowskystraße 22, 10555 Berlin

(Verkehrsmittel. U Turmstr., S Tiergarten und Beusselstraße, Bus 101, 106, 245)

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Job-Messe und Fotos vom ersten Tag im Internet unter http://www.moabiter-ratschlag.de/
oder Norbert Kopytziok 0160 490 792 7

emk