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Donnerstag, 19.05.2016

Kandidatenkür beim Stadtteilplenum am 17. Mai 2016

Quartiersratswahlen: Kandidatenvorstellung beim Stadtteilplenum Moabit West im Mai 2016

Der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH luden zum Stadtteilplenum am 17. Mai 2016 in den Nachbarschaftstreff. Wie gewohnt moderierte Susanne Torka.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Aktuelles aus dem Kiez“ warb Quartiersmanagerin Zeinab Hammoud für das Gemeinsame Fastenbrechen, das für Montag, 13. Juni 2016, auf dem Vorplatz des Otto-Spielplatz geplant ist. Rund 500 Personen werden dazu erwartet. Alle aus der Nachbarschaft sind herzlich willkommen, egal ob und welcher Religion sie angehören. Los geht es um 20 Uhr, gegen 21.30 wird das gemeinsames Fastenbrechen stattfinden. Tatkräftige Unterstützung und Mitwirkung wird noch gesucht. Wer Interesse daran hat, bitte beim QM, Moabiter Ratschlag oder ZiD melden: www.moabitwest.de www.moabiter-ratschlag.de www.zidberlin.de

Aninka Ebert vom Moabiter Ratschlag e. V. für das Gehsteig-Fest, das am Freitag, 27. Mai von 15 bis 19 Uhr entlang der Rostocker Straße stattfindet. Zum Fest der Nachbarn kann jeder selbst etwas beitragen und ist eingeladen, auf Gehsteigen und Plätzen mit den anderen zusammen zu kommen. Beim Gehsteig-Fest in der Rostocker Straße können Nachbarn zusammen Krimskrams tauschen und verkaufen oder sich bei Kaffee und Kuchen austauschen. Für das Fest werden Wimpel-Ketten von Haus zu Haus quer über die Straße gespannt. Ein langes Band der Nachbarschaft entsteht, wenn es gelingt, dass alle mitmachen. Um 17 Uhr kommen alle zusammen zur Luftballon-Aktion. Dann werden hunderte Ballons mit eigenen Bildern und Grüßen in den Himmel fliegen. Der Veranstalter Moabiter Ratschlag e.V. wird unterstützt von Casa Nostra, Jugendhaus B8, Warmer Otto, QM Moabit West, Rosthocker, Netz der Nachbarn und vielen Nachbarinnen und Nachbarn. Gefördert wird das Fest durch den Aktionsfonds des QMs Moabit West. http://www.moabitwest.de/Schon-mal-vormerken-Gehsteigfest-am-27-Mai-2016.5810.0.html

Fest der Nachbarn

Das Europäische Fest der Nachbarn steht unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments. Es findet nicht zentral an einem Punkt in Berlin statt, sondern dezentral an vielen verschiedenen Orten. Jeder kann mitmachen, eine Bank raus stellen, Nachbarn einladen zum Gespräch oder zum Essen. www.fest-der-nachbarn.de

Katharina Homann vom Moabiter Ratschlag e. V. wies auf das Fest zur Einweihung des östlichen Kleinen Tiergarten hin, das am Samstag, 21. Mai 2016, von 15 bis 18 Uhr stattfindet. Dort wird es eine Kinderolympiade, Musik, Buffet und vieles andere mehr geben. Eintritt und alle Angebote sind kostenfrei. Details: http://moabiter-ratschlag.de/aktuelles/newssingle/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=737&cHash=9c20ba09dddd8fc2db793d84ae7584dd

Dagmar Becker warb für die Gesunden Tage im SOS-Kinderdorf am 25. und 26. Mai. Hier finden Sie mehr dazu: http://www.moabitwest.de/Gesunde-Tage-im-SOS-Kinderdorf.5847.0.html

Im Mittelpunkt des Stadtteilplenums standen die Gremienwahlen für Quartiersrat und Aktionsfondsjury. Wer wird künftig mit entscheiden über bauliche, soziale und integrative Projekte im Gebiet Moabit West - dazu stellten sich beim Stadtteilplenum die Kandidaten und Kandidatinnen für den Quartiersrat und die Aktionsfondsjury vor. Quartiersmanagerin Zeinab Hammoud wies darauf hin, dass man im Anschluss ab 21 Uhr gleich seine Stimmen abgeben kann. Sie nannte auch die Wahlorte und Termine an den Folgetagen. Diese Informationen finden Sie im Detail hier: http://www.moabitwest.de/Wahlen-zum-Quartiersrat-und-der-Aktionsfondsjury-2016.5075.0.html

Zunächst stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Aktionsfondsjury vor.

Johanna Fecke: Die 28-jährige Landschaftsarchitektin wohnt seit ein paar Monaten in Moabit und möchte sich gern in ihrer Nachbarschaft engagieren: „Durch meine Arbeit in der Landschaftsarchitektur interessiere ich mich natürlich besonders für den öffentliche Freiraum im Zusammenhang mit dem Wohnumfeld und sehe, dass da bereits einiges passiert im Bezirk.“

Christian Kübler: Er wohnt mit seiner Frau in der Waldstraße, bezeichnet Moabit als Mittelpunkt seines Lebens. Er findet, dass der Stadtteil schöner, farbenreicher, attraktiver geworden ist, auch dank der verschiedenen Projekte vom QM und den Bewohnern. „Moabit wird hip, bleibt aber bodenständig; Moabit ist vielfältig, offen und bunt.“ Er möchte sich dafür engagieren, dass diese Mischung in Moabit erhalten bleibt.

Henning Marxen: Der 40-jährige stammt aus Schleswig-Holstein und lebt seit 2004 in Moabit. Er mag besonders, dass hier nicht um acht die Bürgersteige hoch geklappt werden, und dass es friedlich ist. Er möchte seinen beiden kleinen Kindern vorleben, sich zu für etwas einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und sich politisch zu engagieren. Mit dem QM kam er erstmalig im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Umgestaltung der Waldstraße in Berührung. Er möchte sich insbesondere für den öffentlichen Raum und die Stärkung der Nachbarschaft einsetzen.

Eloise Pujos: Die Architektin stammt aus Frankreich und lebt seit Jahresbeginn in Moabit. 2011 entdeckte sie das Gebiet durch ein Praktikum im Vor-Ort-Büro des QMs Moabit West. Schon von Berufs wegen interessiert sie sich besonders am öffentlichen Raums und hat Interesse daran, sich an Gestaltung Moabits zu beteiligen.

Mari Sadri-Atmaca: Sie wohnt seit 2 Jahren in Moabit. Zunächst hatte sie Angst, hier Anschluss zu bekommen. Dann traf sie auf das SOS-Kinderdorf, weil sie selbst noch keine Küche hatte. Sie möchte sich gern noch mehr im Kiez nützlich machen. Sie arbeitete ehrenamtlich in der Kurt-Tucholsky-Bibliothek, seit Oktober ist sie Mentorin für Neuzugezogene und ist innerhalb des liberalen islamischen Bundes tätig. Dieser darf dankenswerterweise Sitzungen in den Räumen der Refogemeinde abhalten, wo es auch christlich-islamische Zusammenkünfte gibt. Auch in diesem Bereich möchte siel sich weiter engagieren und sich weiter mit Moabit verbinden.

Dorothea Schöne: Sie arbeitet in einem Dahlemer Museum, lebt seit 2010 in Moabit und ist bereits seit 2013 Jurymitglied. „Ich liebe es, Geld an Menschen mit tollen Ideen zu verteilen.“ Besonders die Themen Bildung, Erziehung, die Stärkung der Nachbarschaft und die Aufwertung des öffentlichen Raums liegen ihr am Herzen. „Moabit ist viel mehr Berlin, als andere Stadtteile. Es hat kulturell und kulinarisch viel zu bieten; auch unspektakulär erscheinende kleine Lokale großartiger Küche.“

Anika Sollbach: Die 25-jährige ist aufgewachsen in der Beusselstraße. Nach dem Abitur und einem Auslandsjahr kam sie sofort zurück. Sie findet, „Moabit ist Beste!“ Was bisher an Ideen umgesetzt wurde, findet sie super. Neue sinnvolle Ideen möchte sie gern als Jurymitglied unterstützen. “Moabit ist spannend, exklusiv, historisch und wandelbar.“ Dafür und für die Stärkung der Bildung sowie des Gewerbes im Kiez möchte sie sich einsetzen.

Frederik Sommer: Er findet, dass in Moabit nicht alles einwandfrei und super, ist. Der Stadtplaner ist seit 2013 schon aktiv in Aktionsfondsjury und Quartiersrat und möchte in beiden Gremien gern weiter seinen Beitrag dazu leisten, Moabit noch lebenswerter zu machen. „Moabit lebt vom Engagement seiner Bewohner.“

Lisa Thiele: Die Fotografin stammt aus Leipzig und hat sich „in Berlin Moabit ausgesucht.“ Seit 2009 wohnt sie hier und hatte zusammen mit Freunden auch schon mal eine kleine Bar. Lisa wirkte schon zwei Perioden in der Jury mit und in den letzten zwei Jahren auch im Quartiersrat. Sie studiert mittlerweile weiter Geografie und möchte ihre ehrenamtliche Arbeit in den beiden Gremien gern fortsetzen.

Johannes Wildhack: Der 32-jährige lebt seit acht Jahren in Moabit und arbeitet im ZK/U. Er initiierte das Projekt „Ideenwerkstatt Beusselstraße“, um den Wandel in Moabit mitzugestalten. Neben seiner ehrenamtlichen Arbeit im Quartiersrat möchte Johannes nun auch in der Aktionsfondsjury wirken, da hier Anträge von Bewohnern zur Verbesserung des Kiezes im Fokus stehen und keine Institutionen.

Nicht anwesend war Tara Dezhdar. Sie ist seit 2013 Mitglied in der Aktionsfondsjury und möchte sich auch weiterhin für ihre Nachbarschaft einsetzen. Mit Moabit verbindet sie die multikulturelle Umgebung, sowohl die Menschen als auch die Läden, „die Turmstraße und ihre internationale Küche, die Spree und die grünen Straßen. Die Menschen haben mehr Toleranz: sie nehmen sich gegenseitig wahr. Es gibt viel kreatives Potenzial, wie z. B. das Jugendtheater und die Markthalle.“

Im Anschluss stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten für den Quartiersrat vor, zunächst waren Moabiter Bewohner dran, bevor die Vertreter von Institutionen und Trägern das Wort bekamen.

Nushin Atmaca: Die 32-jährige, die schon Mitglied der Aktionsfondsjury war, kandidiert diesmal für den Quartiersrat, um diese Ebene kennenzulernen. Sie verbindet mit Moabit nicht nur die Vielfalt der Anwohnerschaft, sondern auch das Moabiter Lebensgefühl, das viele Grün und die kulinarische Auswahl. Sie initiierte einen christlich-muslimischen Austausches mit der Refo-Gemeinde und ist aktive Teilnehmerin im Zentrum für interreligiösen Dialog (ZiD).

Debasish Bhadurii: Der 77-jährige wohnt in der Waldstraße „mit vielen Nationen und vier große Religionen“. Er hat alles in seiner Karriere in Deutschland selbst finanziert. Zuerst arbeitete er als Hilfsschlosser, später war er Konstrukteur und Ingenieur. Vor seiner Pensionierung war er als Controller und auch im Betriebsrat tätig. Er war schon Mitglied in der BVV von Mitte und konnte in diesem Rahmen bei vielen Eingaben und Beschwerden helfen. Zur Zeit setzt er sich in der Seniorenvertretung des Bezirks für die Belange Älterer ein.

Kerstin Brümmer: Die 36-jährige, die bei einer Bundesbehörde arbeitet, wohnt seit 1999 in Moabit, gerade in der Huttenstraße. Die Vielfalt und das Miteinander in Moabit regt sie sehr an. „Es ist für mich spannend zu sehen, wie sich der Stadtteil über die Jahre verändert hat – sicher nicht ohne Probleme, aber ohne seinen Charme zu verlieren.“ Nach zwei Jahren im Quartiersrat möchte sie gern weiter den Kiez aktiv mitgestalten.

Torsten Gardei: Seit 13 Jahren schon ist er Quartiersrat. Er betreibt ein Tonstudio und setzt sich besonders für Musik und Kunst in Moabit ein. Torsten arbeitete schon mit dem Stadtschloss und der Refogemeinde zusammen und natürlich bei den Moabiter Musiktagen. „Durch lange, intensive Erfahrungen im kulturellen Bereich fördere ich die Entwicklung im Kiez aktiv, deshalb möchte ich gerne weiter im Quartiersrat mitarbeiten.“ Das Plenum beeindruckte er besonders durch sein Ständchen. Das hatte er extra für diesen Anlass komponiert. Er setzte sich ans Klavier, spielte und sang dazu. In seinem Lied hieß es u. a.: „Der Kiez ist mir nicht egal…wir brauchen Raum für unsere Kunst.“

Henning Marxen: Er kandidiert für beide Gremien. Deshalb kam er noch einmal nach vorn und ergänzte seine Vorstellung als Kandidat für die Aktionsfondsjury um berufliche Informationen. Er ist Elektroingenieur und arbeitet in einem Unternehmen für Windkraft- und Solaranlagen.

Jürgen Osten: Der 55-jährige ist von Beruf Diplomgeograf und arbeitet in Neubrandenburg im Bereich Denkmalschutz. Mit Moabit verbindet ihn über 20 Jahre Leben in einem immer interessanten, quirligen und vielfältigen Stadtquartier, dem trotz aller Probleme eine fast selbstverständliche Offenheit für Menschen aus unterschiedlichsten Weltgegenden und Milieus eigen ist.“ 2013 bewarb er sich für die Aktionsfondsjury und fand diese ehrenamtliche Arbeit spannend. Der öffentliche Raum und das Thema Mobilität interessieren ihn besonders, dafür möchte er sich sehr gern im Quartiersrat engagieren.

Ramona Raiser: Sie wohnt in der Rostocker Straße und kam 2009 nach Moabit. Bald war sie auf der Suche nach einem Ehrenamt. In der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof klappte es und nun arbeitet sie in deren Geschäftsstelle. Dort ist sie u. a. zuständig für Förderanträge. Ramona ist stellvertretende Bürgerdeputierte des BVV-Ausschusses „Soziale Stadt, QM, Verkehr und Grünflächen“.

Natalie Rosenke: Die Webdesignerin ist in Schöneberg aufgewachsen und lebt seit 2012 in Moabit. Sie erschien in ihrem Aktionsoutfit, einem Kartoffelsack mit der Aufschrift „Ich will keine Säcke mehr tragen“ . Natalie kämpft gegen die Diskriminierung aufgrund von Gewicht. Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Moabiter Stadtschloss weiß sie, dass auch die beste Idee oft finanzielle Starthilfe braucht. Daher möchte sie sich im Quartiersrat für Projekte einsetzten, die das Gemeinschafts-Empfinden im Kiez stärken. Ihr Motto ist „Keine Angst vor großen Tieren“, sie möchte die Moabiter Solidarität, die sie selbst erfährt, zurückgeben.

Anika Sollbach ergänzte zu ihrer vorangegangenen Vorstellung, dass sie gern Quartiersrätin werden möchte, um an der Verteilung der Fördermittel beteiligt zu sein. Sie selbst versucht auch, Fördergelder zu bekommen. Im Quartiersrat möchte sie auch viel lernen. Anika liebt Moabit und würde hier auch gern etwas zum Positiven verändern.

Frederik Sommer noch mal: Er kandidiert für beide Gremien, weil er bei der Aktionsfondsjury mehr Kontakt zu den Anwohnern selbst hat, während es im Quartiersrat um größere und teurere Projekte. Ihn reizt es, bei beidem mitzuwirken.

Brigitte Sonnenschein: Nachdem sie von 1971 bis 81 bereits in Moabit lebte, zog sie 2011 wieder her und war von Beginn an begeistert von der Moabiter Vielfalt und Lebendigkeit. Seit 2013 ist die frühere Kulturmanagerin und Ausstellungskuratorin nun schon Quartiersrätin und macht Kulturprojekte u. a. mit Flüchtlingskindern in der Notunterkunft Levetzowstraße.

Lisa Thiele noch mal: „Inhaltlich geht es im Quartiersrat mehr zur Sache.“ Sie freut sich auf die lebendigen Debatten, bei denen immer die Standpunkte der anderen akzeptiert werden.

Johannes Wildhack noch mal: Er ist seit 2011 dabei und findet es spannend, welche großen Projekte angeschoben werden.

Für den langjährigen Quartiersratssprecher Norbert Onken, der erneut für den Quartiersrat kandidiert und wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht kommen konnte, sprach seine Sprecherkollegin Jutta Schauer-Oldenburg. Sie nannte Norbert „einen Mann mit Rückgrat, das ihn heute leider verlassen hat“. Mit Moabit verbinden ihn „in mehr als 35 Jahren gewachsene Beziehungen, Nachbarschaft und Freundschaften. Ich bin hier zuhause.“. Das relativ unaufgeregte Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und ein recht entspanntes ‚Multikulti‘ gefallen ihm besonders. Über die Zusammenarbeit mit dem QM sagt er „dass das Bohren dicker Bretter auch dann sich lohnen und gewinnbringend sein kann, wenn man nicht durchkommt. Auch gemeinsames Scheitern kann verbinden.“

Außerdem nicht anwesend waren Annette Kraß, Simone Motzkus, Karin Nithammer-Kachel und Regina Vetter.

Annette Kraß: Sie verbindet besonders ihre Nachbarn, die grünen Oasen und die Spree(ufer), die lebendige und entspannte Atmosphäre und kulturelle Vielfalt im Kiez und die immer noch und hoffentlich weiterhin gemütliche Insel mit Bodenhaftung mit dem Stadtteil. Froh macht es sie, Bewohner-Engagement und Initiativen zu erleben, die vielfältige kulinarische Landschaft zu genießen und die Arbeit mit „ihrem“ Inseltheater Moabit. Seit 2011 engagiert sie sich selbst als Quartiersrätin für ihren Kiez.

Simone Motzkus: Mit ihrem Stadtteil verbindet sie das große Engagement vieler Anwohner, ein lebens- und liebenswertes Umfeld zu gestalten und dass geflüchtete Menschen mit ein wenig Unterstützung in Moabit tatsächlich ein neues Zuhause finden. „Wir in Moabit haben in schwierigen Zeiten gemeinsam vielen Menschen geholfen, die sonst keine Hilfe bekommen hätten. Das war eine großartige Erfahrung und macht Mut, sich auch weiter gegen Widerstände, Unrecht und Ausgrenzung stark zu machen.“ Sie tritt schon zum zweiten Mal für den Quartiersrat an.

Karin Nithammer-Kachel: Sie lebt seit 25 Jahren in Moabit und seit Dezember 2015 arbeitet sie nun auch hier. Als Lehrerin und Schulleiterin der Miriam-Makeba-Grundschule ist ihr besonders der Punkt Bildung und Erziehung wichtig. Mit dem QM verbindet sie eine enge Zusammenarbeit u. a. durch den Bildungsverbund. Sie möchte sich über den Beruf hinaus für den Stadtteil engagieren und ihre Erfahrungen in den Quartiersrat bringen.

Regina Vetter: Sie ist bereits seit acht Jahren Quartiersrätin und möchte sich auch weiterhin für ihren Stadtteil einsetzen. „Ich bin „Ureinwohnerin“ - also hier geboren, zur Schule gegangen und aufgewachsen. Seit ca. 10 Jahren lebe ich wieder hier. Die Mitarbeit im Quartiersrat kann positive Projekte für unseren Stadtteil anstoßen. Als Anwohnerin, die hier aufgewachsen ist, kann ich dazu meinen Beitrag leisten“.

Vor der Vorstellung der Institutionen und Trägerorganisationen bemerkte Quartiersmanagerin Zeinab Hammoud, dass hier die Träger und nicht die einzelnen Personen, die sie vertreten, gewählt werden. Deshalb gibt es in einigen Fällen auch bis zu drei Personen, die ihren Träger später im Gremium Quartiersrat vertreten können.

Carl-Bolle-Grundschule: Schulleiterin Ingrid Schmidt sagte, dass sie rund 400 Kinder vertritt. Ihre Schule hat u. a. einen sportlichen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkt und legt viel Wert auf das interkulturelle Lernen. Die 57-jährige selbst lebt „in großer Familie, die um die Welt verteilt ist.“ Ihr Sohn wächst zweisprachig auf. Besonders liegt ihr am Herzen, dass sich die Schulkinder in Moabit sicher bewegen können, dass es viel Grün gibt und dass sie viele Erfahrungen sammeln können. Ihr 31-jähriger Kollege Martin Malaczek wurde in Polen geboren. Er ist seit einem Jahr Lehrer an der Carl-Bolle-Grundschule und besonders im Bereich Inklusion aktiv.

Christliches Jugenddorfwerk Deutschland (CJD): Hasan Aba konnte nicht kommen, weshalb Susanne Müller ihren Träger allein vorstellte. Seit 32 Jahren ist sie in der Integrationsarbeit tätig und möchte Bildungschancen für Benachteiligte fördern. Sie arbeitet beim Jugendmigrationsdienst Mitte in der Sickingenstraße, wo sie sich vor allem um Integrationskurse für junge Menschen mit Migrationshintergrund kümmert. Neuerdings stehen dabei vor allem Flüchtlinge im Fokus. Seit 11 Jahren arbeitet sie nun schon in Moabit und ist gut vernetzt hier. Ebenfalls seit 2011 ist sie Mitglied im Quartiersrat. „Ich möchte mich für die interkulturelle Öffnung der Schulen sowie verbesserte Bildungschancen für Menschen mit Migrationsgeschichte im Kiez einsetzen. Sie aktiv in Entscheidungs- und Diskussionsprozesse einzubeziehen ist mir ein großes Anliegen.“

Diakoniegemeinschaft Bethania e.V.: Ramona Marquardt berichtete über die vielfältigen Projekte ihres Trägers wie das Jugendhaus B8 und die Kiezmütter. Sie kennt Moabit sehr gut, ging als Kind auf die Carl-Bolle-Grundschule und besuchte später die Hedwig-Dohm-Oberschule. Bewusst kam sie 2014 nach ihrem Studienabschluss zurück in den Kiez und arbeitet nun auch hier. Im Quartiersrat vertritt sie die Diakoniegemeinschaft Bethania e.V. seit Januar 2016. Sie hat Projekte wie „Ort als Anwohnermagnet“ zur Stärkung der Ehrenamtlichen in der Waldstraße begleitet. Ihr Kollege Olaf Steinmetz ist 27 Jahre alt, stammt aus Rheinland Pfalz und ist seit zwei Jahren in der Geschäftsstelle der Bethania) tätig. Er hat das Spielplatzbetreuungsprojekt „Klubmobil“ in den letzten Jahren mit begleitet und gesteuert. Dabei konnte er erste Erfahrungen mit dem QM sammeln.

Kita Sprachwelt: „Mich verbinden mit Moabit besonders die Kinder, denen wir in unserer Kita Kompetenzen vermitteln, um Baumeister ihrer Lebenswelt werden zu können. Wir begleiten und unterstützen Kinder, in einem gemeinsamen Prozess mit ihren Eltern,“ so Martina Flemming. Ihr Träger betreibt „eine Menge Kitas in Berlin.“ Die 57-jährige, die in den Achtzigern auch in Moabit wohnte, engagierte sich gemeinsam mit dem QM u. a. für die Kiez-AG, die Gartengestaltung für Kitakinder und die Moabiter Kiez-Olympiade. Kinder sollten an Entscheidungsprozessen partizipieren. Sie findet die Moabiter Mitbestimmungsstrukturen hier sehr spannend. Ihr Kollege Ingolf Renkl (58) ist Quereinsteiger und arbeitet seit einem Jahr in der Kita Sprachwelt. Er kennt Moabit sehr gut. Das besondere Interesse des leidenschaftlichen Radfahrers gilt der Entwicklung von Kindern. Vieles in Moabit ist verbesserungswürdig, er empfindet gerade den Beusselkiez als „harte Nummer“.

Moabiter Ratschlag e.V.: Katharina Homann wohnt seit kurzem wieder in Moabit. Sie arbeitet seit vielen Jahren mit Kindern und Jugendlichen. Für den Moabiter Ratschlag e.V. setzt sie Projekte zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen um. „Mir ist es wichtig, dass die verschiedenen Interessen in der Nachbarschaft gleichberechtigt wahrgenommen werden und ein Miteinander entsteht.“ Durch ihre Arbeit ist Katharina Homann gut im Stadtteil vernetzt. Im Quartiersrat möchte sie sich für eine starke Nachbarschaft einsetzen. Da sie den Quartiersrat bisher vor allem als Antragstellerin kennt, möchte sie gern einen Perspektivwechsel erleben. Katharina Homann als Stellvertreterin zur Seite stehen wird Nicola Kluftinger, die nicht anwesend war. Sie lebt seit 20 Jahren in Moabit und ist seit vier Jahren im Quartiersrat aktiv. Für den Moabiter Ratschlag e.V. betreut sie seit 10 Jahren den Schulgarten in der Birkenstraße und organisiert dort verschiedene Veranstaltungen und Kursangebote für Kinder und deren Eltern.

Refogemeinde: Jutta Schauer-Oldenburg (78) rechnete vor, dass sie seit 54 Jahre in Moabit und seit 62 Jahren in Mitte lebt. Sie ist seit vielen Jahren Sprecherin des Quartiersrats und Mitglied der Steuerungsrunde. Außerdem übernahm sie zwei Projektpatenschaften, eine ist beim RAA für neu zugewanderte Kinder und eine beim Moabiter Ratschlag e.V. für das Projekt „MachWerk“. Sie begann damit, sich im Quartiersrat zu engagieren, „weil es mich geärgert hat, dass Moabit immer stigmatisiert wurde.“ Inzwischen ist der „Hinterhof der Macht“ aufgeblüht, was sie als Erfolg der Moabiter und nicht der Politik betrachtet. Bildung und Erziehung war bisher ihr Schwerpunkt, künftig möchte sie sich mehr für die Nachbarschaft engagieren. Seit Oktober 2015 arbeitet sie in der Notunterkunft Levetzowstraße besonders mit Flüchtlingskindern. Jutta zitierte John Lennon: „Ich bin bei Euch, aber seid Ihr auch bei mir?“ Sie möchte weiter für die Menschen in Moabit da sein.

SOS-Kinderdorf e.V.: Tatjana Beicht koordiniert das Familienzentrum im SOS-Kinderdorf in der Waldstraße. „Wir empfangen sehr viele Menschen, Kinder und Familien. Im Schnitt laufen 2.000 Leute pro Monat bei uns im Familienzentrum durch.“ Zudem machen sie und ihr Team viel Straßenarbeit und arbeiten auch mit Flüchtlingen. „Wir sind sehr gut im Kiez vernetzt, u. a. auch an Schulsozialstationen, in der Erziehungs- und Familienberatung, betreiben ein Mehrgenerationenhaus und möchten als Sprachrohr der Anwohner agieren.“ Erziehung und Bildung sind ihr Schwerpunkt. Tatjana Beicht war bei der Umgestaltung der Waldstraße aktiv in den Beteiligungsprozess eingebunden und vertrat in diesem Zusammenhang die Wünsche und Ideen der Kinder. Ihre Kollegin Dagmar Becker arbeitet seit 2005 im SOS-Kinderdorf und lebt seit 2008 auch in Moabit. Sie koordiniert die Familienbildung, was in der Praxis bedeutet, dass sie die Familien begleitet. Mit Moabit ist sie sehr verbunden. Ihr Ziel ist es, Familien unterschiedlicher Herkunft zusammen zu bringen, Flüchtlinge in Projekte und ins SOS-Kinderdorf zu bringen. Mit dem QM arbeitete sie schon mit in der AG Integration und bei den „Dialogtischen“ zusammen.

Psychosoziale Initiative Waldstraße: Arne Paasche (53 Jahre) arbeitet schon lang bei der dieser Initiative. Die Psychosoziale Initiative ist seit über 30 Jahren integrierter Bestandteil im Kiez: „Wir vertreten die Gemeindepsychatrie!“ Der Verein nimmt regelmäßig an Kunstaktionen wie „Ortstermin“ und „Lange Nacht des Buches“ teil. Das QM kennt Arne Paasche u. a. durch das Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung der Waldstraße, das Stadtteilplenum und die Moabiter Bücherbank. Sein Schwerpunkt im Quartiersrat sieht er darin, inklusive Gedanken voran zu bringen. „Leider selten kommen Menschen mit Migrationshintergrund zu uns, das würden wir gern ändern.“ Eine starke Nachbarschaft liegt ihm am Herzen, die Schwächsten der Gesellschaft sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Zentrum für Kultur und Urbanistik (ZK/U): Da er nicht anwesend sein konnte, sendete Matthias Einhoff eine Videobotschaft. Matthias Einhoff ist Mitbegründer des ZK/U im ehemaligen Güterbahnhof und hat dort erfolgreiche Projekte wie den Gütermarkt, Fußballaballa und das Speisekino mitinitiiert. „Wir sind in Moabit seit vier Jahren aktiv und werden auch die nächsten 36 Jahre dort sein,“ versprach er. Das ZK/U ist über einen 40 Jahre währenden Erbpachtvertrag mit Moabit verbunden Die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden und sozialen Initiativen aus dem Kiez verbindet auch ihn persönlich immer mehr, so dass er sich im Quartiersrat nachhaltig für eine eine kulturell vielfältige Nachbarschaft einsetzen möchte, „damit alteingesessene und Neue besser kommunizieren!“ Er hofft im Quartiersrat auf mehr Einblicke, um bessere Angebote zu entwickeln.

Haus der Weisheit e.V.: Nur Hajjir konnte leider nicht ins Plenum kommen. Die Gemeinde ‚Haus der Weisheit‘ ist seit über 20 Jahren in Moabit ansässig. Als Sprachschule, Moscheeverein und Kitaträger ist sie stark in der Kiezgestaltung involviert. Seit mehr als einem Jahr ist sie auch Anlaufstelle für Geflüchtete. „In dieser Funktion wünschen wir uns, unsere Arbeit weiter ausbauen zu können und dem Stadtteil unseren Beitrag zurückzugeben.“

Ein Quadratkilometer Bildung: Barbara Kirchner, die nicht da sein konnte, ist seit 2011 Quartiersrätin. Diese Arbeit würde sie gern fortführen. Das Projekt Ein Quadratkilometer Bildung leitet sie seit 2010. „Das bedeutet, dass mein Arbeitsschwerpunkt eng mit dem Stadtteil verbunden ist. Ich möchte gern dazu beitragen, dass alle Kinder eine gute Situation in den Kitas und Schulen haben. Ebenfalls möchte ich Bildungsangebote für Eltern unterstützen und in Gang bringen.“

Zeinab Hammoud gab nach den drei Vorstellungsrunden Informationen zum Prozedere der Stimmabgabe: Es gibt drei Wahlzettel. Der blaue Zettel für die Wahl zur Aktionsfondsjury beinhaltet elf Kandidaten. Neun davon kann man wählen, die zwei mit den wenigsten Stimmen werden Stellvertreter für den Fall, dass jemand ausfällt. Man kann auch weniger als neun Stimmen vergeben, aber immer gilt: max. eine Stimme für eine Person!

Teilnahmevoraussetzungen für die Wahlen: Alter mindestens 16 Jahre und im QM-Gebiet muss man wohnen oder arbeiten.

Zwei Wahlzettel gibt es für die Quartiersratswahl. Auf dem roten stehen die Bewohnerkandidaten. Es sind insgesamt 18 Kandidaten, maximal 15 davon können gewählt werden.

Bei den Trägervertretern (weißer Zettel) konkurrieren elf Einrichtungen um die Wählerstimmen. Zehn davon können gewählt werden.

Die nicht Gewählten zählen jeweils als Nachrücker.

Einen Hinweis zu den Wahlterminen und -orten gab es von Quartiersmanagerin Aischa Ahmed. Das teilweise mobile Wahllokal ist bis zum Samstag, 21. Mai 2016, geöffnet. Alle Wahlorte und Termine finden Sie hier: http://www.moabitwest.de/Wahlen-zum-Quartiersrat-und-der-Aktionsfondsjury-2016.5075.0.html

Sie bat außerdem darum, dass diejenigen, die im Kiez arbeiten, dies vor ihrer Stimmabgabe nachweisen sollten.

Die Wahlergebnisse werden nach Schließung des Wahllokals am 21. Mai ermittelt und in der Woche darauf hier auf www.moabitwest.de bekannt gegeben.

Termine und Sonstiges

Susanne Torka wies auf die Einladung für einen Infoabend über das Haus in der Berlichingenstraße 12 hin (am 18. Mai um 19 Uhr in der Reformationskirche) http://wem-gehoert-moabit.de/wp-content/uploads/2016/01/einladung-b12_2016-05-18.pdf

Der Tisch gegen Gentrifizierung präsentiert die Ausstellung „Kämpfende Hütten - urbane Proteste in Berlin“, die zuvor in Kreuzberg zu sehen war und mit Moabiter Beispielen ergänzt wurde. Die Ausstellung ist im Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) in der Siemensstraße 27 vom 19. bis 29. Mai täglich (außer Mo/Di 23./24. Mai) von 14 bis 19 Uhr zu sehen: http://wem-gehoert-moabit.de/2016/05-kaempfende-huetten-in-moabit/ Der Link zum Begleitprogramm - hier.

Die Aktivistin Natalie Rosenke mit ihrem mobilen Stand („Ich will keine Säcke mehr tragen“) bat darum, ihr zum Thema Nachrichten zu schreiben.

Das nächste Plenum findet am 21. Juni statt. Dort werden die Wahlergebnisse bekannt gegeben. Außerdem werden sich die Moabiter Kandidatinnen und Kandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September vorstellen.

ACHTUNG: In diesem Jahr wird es auch ein Plenum im Juli geben, und zwar am 19. Juli.

Die zusammengefassten Ergebnisse und Inhalte der Stadtteilplena sind HIER nachzulesen.

 

 

Text & Fotos: Gerald Backhaus