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Kurze Geschichte des Stadtteils Moabit

Bild: Einwandernde Hugenotten in Berlin nach dem Edikt von Potsdam

Die Geschichte von Moabit

1. Lage
Moabit, ein Arbeiterbezirk in der Mitte Berlins, ist ein Stadtteil des Verwaltungsbezirkes Tiergarten und grenzt sich durch die natürlichen Grenzen: Spree, Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und Charlottenburger Verbindungskanal von diesem ab.

2. Erste Ansiedlungen
Im Jahr 1717 siedelten sich französische Hugenotten, ,,die als Glaubensflüchtlinge im Berliner Raum Asyl" unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm I fanden, an. Bei diesen Flüchtlingen findet wahrscheinlich auch der Name Moabit seinen Ursprung, da im Französischen mit ,,terre de moab" das alttestamentarische Moabiterland gemeint ist. Ebenfalls ist die Abstammung von ,,terre maudit", was verfluchtes Land bedeutet, oder vom slawischen Wort ,,moch" für Moor möglich.

3. Vor dem 1. Weltkrieg
In der Mitte des 19. Jahrhunderts florierte in Moabit die Industrialisierung, denn die "Insellage" war nicht mehr vorhanden, da um 1820, mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Hofrats Baillif, die erste Klappbrücke gebaut wurde. Es wurden Fabriken, ein Kraftwerk, der Spandauer Kanal und Häfen, wie auch der Hamburger Bahnhof errichtet. Nachdem 1848 die ersten Zellengefängnisse in Moabit fertiggestellt wurden, entstanden in den folgenden Jahren noch andere Haftanstalten, sowie Gerichte. Die Einwohnerzahl Moabits stieg daraufhin innerhalb von einigen Jahren explosionsartig an, was zur Folge hatte, dass die Pockenepidemie sich dort rapide verbreiten konnte. Daraufhin wurde in Moabit das zweite Krankenhaus Berlins gebaut.

4. Zwischen den Weltkriegen
Während der Revolution 1918 wurde Moabit zu einem historischen Ort, denn Philipp Scheidemann rief die bürgerliche Republik von einem Fenster in Moabit aus.
Ab 1933, als die NSDAP an die Macht kam, wurden Juden aus Moabit direkt nach Auschwitz deportiert. Im 2. Weltkrieg wurde Moabit stark zerbombt,
Der Beussel-Kiez und das Hansa-Viertel waren stark bis völlig zerstört.

Bild: Zerstörte Stadtlandschaft an der Ecke Turmstr./Beusselstr. (1945)

5. Nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem 2. Weltkrieg musste vor allem Aufbauarbeit geleistet werden, da viele Gebäude total zerstört waren. Die Teilung der Stadt 1961 machte Moabit zu einem Randbezirk im Westteil, was nach der Wiedervereinigung 1989 sich zum Gegenteil wandelte, da er nun wieder einen Bestandteil des Zentrums von Berlin darstellt.

6. Gegenwart und Zukunft
Aufgrund der Lage in nächster Umgebung des neuen Regierungsviertels, wird Moabit mit vielen Neubauten, wie z. B. dem Bundesinnenministerium, versehen. So unterliegt die Struktur, vor allem im Osten von Moabit, einem Wandel, denn dort leben Regierungsangestellte am Moabiter Werder, und gegenüber, an der Stelle vom Lehrter Stadtbahnhof, entsteht der neue Zentralbahnhof Berlins.

Bild: Das neu gestaltete nördliche Spreeufer in Moabit West

Autorin: Sonja Honold

Auszug entnommen aus:
Technische Fachhochschule Berlin
Herr Dr. Karl Kiem
Grundlagen Baugeschichte 1
Semesterarbeit
Sommersemester 2000
Der Stadtbezirk Tiergarten-Moabit

siehe auch: www.hausarbeiten.de/rd/archiv/geschichte/gesch-tiergarten-moabit.shtml