Suche

Newsletter bestellen für

Veranstaltungen

Mittwoch, 18.01.2012
11:00 - 18.02.2012 14:00

Ausstellung „Impressionen eines Maljahres“

Freitag, 10.02.2012
15:00 - 16:30

Bewegungs-Picknick: Kiddies (1,5-3 Jahre)

Freitag, 10.02.2012
21:00

TV-Tipp: Moabiter Spielhallen auf 3sat

Dienstag, 14.02.2012
09:30 - 11:00

Bewegungs-Picknick: "Minnies" (0-1,5 Jahre)

Dienstag, 14.02.2012
18:00

Treffen der Religionsgemeinschaften

Mittwoch, 15.02.2012
16:30

Musik zur Marktzeit

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken

Moabit West - Insel Mainau - Moabit West

Stefan Szczesny ist zu seinen Vernissagen immer in Moabit
Stefan Szczesny lehnt in der Türe des Showrooms (Foto: Szczesny Factory & Publishing)
Carola Kind-Zimmermann und Marc Junghans managen von Alt-Moabit aus die weltweiten Arbeiten und Ausstellungen von Szczesny (Foto: Eva-Maria Kaes)

Der Eingang im Haus Alt-Moabit 62-63 mit den großen Schaufenstern und den beiden Holztüren im Art Deco-Stil ist wie geschaffen für einen Showroom für Sczcesny-Werke: ´Zum Schönen und Genussvollen bitte hier entlang´ könnte auf einem Schild am Eingang stehen. 
Natürlich steht so etwas hier nicht; dezente dunkelgoldene Buchstaben auf den Scheiben verraten, um was für einen Ort es sich hier handelt:  ´Szcsesny Factory, Publishing and Gallery,  Berlin, New York, St.Tropez, Zürich´ kann man  dort lesen.
Überraschend in dieser Ecke des Kiezes, die wenig Flair hat, nicht zum Bummeln einlädt und wo draußen ständig der Autoverkehr vorbei rauscht.  Zu schön für die Umgebung wirkt die Galerie - wie ein unerwarteter Zufalls-Gast aus einer anderen Welt. 

"Wir sind keinswegs zufällig hier", versichert Carola Kind-Zimmermann, "wir haben ganz absichtlich unserer Räumlichkeiten abseits der Galerie-Szene gesucht. Und wir fühlen uns wohl an diesem Standort!"
Wir - das sind Kunsthistorikerin Carola Kind-Zimmermann, Kunsthändler Marc Junghans und der, für den die beiden im Showroom auf Alt-Moabit arbeiten: Stefan Szczesny, Maler, Keramiker, Lithograph, Skulpturist - ein Künstler, der sich nicht nur auf eine Form und auf ein Materiel beschränkt, sondern auch immer wieder neue Wege geht.

Ob Gemälde, Keramiken, Metall-Skulpturen oder bearbeitetes Glas - Szczesnys Farben und Formen vermitteln Freude, Natürlichkeit und Erdgebundenheit und erwecken zugleich auch den Eindruck von Transparenz und  Vielschichtigkeit.
Sie wirken nur auf den ersten Blick wie Werke aus der Naiven Malerei: die meisten von Szczesnys Arbeiten haben mehrere sehr unterschiedliche Ebenen, verschiedene Schichten, die einander überlagern, sich durchdringen und gegenseitig ergänzen. 

In seinen Arbeiten ist die Inspiration durch Matisse erkennbar, aber auch die Entwicklung aus der Kunstbewegung der "Jungen Wilden" heraus in einen eigenen Stil, einen persönlichen Ausdruck, der seine Werke unverwechselbar macht: die Lust an der Form und an Farben, die Freude am Genuss, am Üppigen und Lebendigen spricht aus allen seinen Arbeiten. Er wendet sich ganz bewußt und erklärtermaßen dem Schönen zu.

"Ich finde es wichtig, ein Gegengewicht zu schaffen," erklärte Szczesny in einer Fernsehsendung auf 3SAT

Auf Insel Mainau gehen Kunst und Natur eine Verbindung ein

Exponate von Szczesny im Park der Bodensee-Insel Mainau (Fotos: Eva-Maria Kaes)

in der er und seine Arbeiten vorgestellt wurden. "Es gibt so Vieles, was nicht gut, nicht schön, nicht freudig ist - da ist es wichtig, dem etwas entgegen zu setzen, damit die Freude nicht verloren geht, denn sie ist ein, vielleicht sogar der wichtigste Motor für unser Leben!"

Ganz offensichtlich trifft er damit einen Nerv der Zeit - nicht nur in Berlin. Auf der Bodensee-Insel Mainau gestaltet Szczesny in diesem Jahr ein großes Kunstprojekt.

Unter dem Motto "Ein Traum vom irdischen Paradies" wird der große Park zu einem Gesamtkunstwerk. Überall auf der Insel findet man die Arbeiten von Szczesny: die bis zu 3 Meter hohen Schatten-Skulpturen, von denen rund 50 Stück auf Wiesen oder zwischen Bäumen und Sträuchern platziert sind, die geätzten Glaswände, auf denen die weiblichen Figuren wie Naturgeister zwischen den Nadelbäumen umher zu schweben scheinen.

Große kugelige Keramikgefäße, die mit Blumen beplanzt sind, fangen das Licht der Insel ein und schaffen eine verzauberte Atmosphäre. Amphoren und große Krüge in teils kräftigen, teils zarten Farbtönen stehen in den Rabatten, bemalte Kacheln zieren Wände, Schalen mit weiblichen Figuren fügen sich in die Blütenfelder ein, in die sie gebettet wurden.

Auf Mainau sind Kunst und Natur eine wundervolle Verbindung eingegangen, die viel von dem mediterranen Flair der Insel und der Gegend um den Bodensee einfangen.  Die Keramiken, Skulpturen und Bilder bewahren in ihren kraftvollen Formen und Farben diese Eindrücke.

Und an dem kann man auch hier im Quartier mal schnuppern: im Showroom auf Alt-Moabit werden u.a. auch Werke gezeigt, die in Form und Gestaltung denen ähnlich sind, die auf Mainau stehen.

Szczesny arbeitet mit verschiedenen Materialien und Bearbeitungsmethoden

Exponate von Szczesny im Park der Bodensee-Insel Mainau (Fotos: Eva-Maria Kaes)

Der Süden ist ganz nah - gleich vorne an der Spree!

Hin und wieder ist Stefan Szczesny auch hier in Berlin. Zum Showroom, der nach vorne raus geht, gehört im hinteren Teil des Gebäudekomplexes auch ein großer Lagerraum und ein Atelier, in dem er arbeitet, wenn er in Berlin ist - und das ist er häufiger, seit er im vergangenen August mit seiner Factory von Köln nach Berlin umzog.
´Factory´ deswegen, weil Szczesny diesen Ort gerne angelehnt sehen würde an die Malerwerkstätten der Renaissance. Er wollte bewußt nicht nur einen Showroom, um seine Werke zu präsentieren, sondern auch ein Atelier, dass ihm genügend Platz bietet für seine teilweise großformatigen Werke.
Ein Moabiter, der ein großer Freund seiner Kunst ist, machte Szczesny auf die Räume aufmerksam, die leerstanden, seit der Laden mit den Messinglampen dort ausgezogen war.

Szczesny war nicht nur von den Räumen sehr angetan, sondern auch von der Lage: "Wir sind ja hier total zentral und gleichzeitig ganz verkehrsgünstig gelegen," sagt Carola Kind-Zimmermann, "und nach hinten raus haben wir die Spree direkt vor dem Fenster - das ist für uns ideal!" 

Dass Alt-Moabit an dieser Stelle keine Laufgegend ist, hat die Entscheidung für den Standort nicht beeinträchtigt. "Zu uns kommen die Leute ganz gezielt, nicht, weil sie grade mal vorbei laufen", sagt Marc Junghans. "Bei manchen Vernissagen ist es so voll, dass die Besucher bis raus auf die Straße stehen."

Bei der nächsten Vernissage könnte das leicht wieder passieren: am 29. Juni, zeitgleich mit den Moabiter Kulturtagen, wird die Ausstellung "Ein Traum vom irdischen Paradies" eröffnet, mit der das Inselprojekt von Mainau hier im Moabiter Showrooom vorgestellt wird.
Da gibt es nur eins: Hingehen und Geniessen! - denn so einfach kommt man sonst nicht in den Süden!

Szczesny Factory Berlin
Alt Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel. 030 31981159–0

Fax 030 31981159–19

info[at]szczesny-online[.]com
http://www.szczesny-online.com/start.php?lang=deu&active=ateliers&sub=berlin

emk