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Moabiter Akteure in der Nationalgalerie

Die französischen Meisterwerke aus dem 19. Jhdt. Die Gemälde und Skulpturen sind Leihgaben des New York Metropolitan Museum of Art.

Mustafa Fahim fand die Einladung in die Ausstellung eine sehr schöne Form der Anerkennung.

"Ohhh!" sagte Mustafa Fahim beeindruckt, als er den ersten Ausstellungsraum im Keller der Nationalgalerie betrat, und es war zunächst nicht ganz klar, ob er damit die Werke der französischen Maler meinte, die ab heute hier öffentlich gezeigt werden - oder das Gedränge, dass davor herrschte.

Mustafa Fahim war einer der rund 150 Moabiter Ehrenamtlichen, die eine Einladung zur Ausstellung ´Die schönsten Franzosen kommen aus New York´erhielten.

Er war gerne gekommen, denn er bringt sich nicht nur als ehrenamtlicher Übersetzer und Berater in arabischer Sprache im Quartiersgebiet Moabit West ein. Er ist auch politisch aktiv und achtet stets darauf, dass in den höheren politischen Ebenen auch die Wünsche und das Engagement der Bürger und Büregrinnen wahr genommen wird.

Die Einladungen zur Ausstellungen waren von der West LB verschickt worden. Die Bank ist der Hauptsponsor der Ausstellung. Sie hat insgesamt rund 600 ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger der Stadt Berlin die Möglichkeit geboten, schon am 31. Mai, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung, die Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“ zu besuchen.

"Unseren Beitrag zur Ausstellung möchten wir nutzen, um ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern einen Dank auszusprechen" hieß es im Einladungsschreiben der Bank. 

Am Meeting-Point der West LB erhielten alle Eingeladenen ihre Eintrittskarte.

Harald Eschweiler entdeckte in der Ausstellung für sich "neue Schätze"

Unterstützung bekam die West LB bei dieser Aktion von der Senatskanzlei, Abteilung für bürgerschaftliches Engagement.
Bäbel Mangels-Keil, Mitarbeiterin dieser Abteilung: "Eine solche Einladung ist ein Teil der Anerkennungskultur, die wir noch mehr fördern möchten, um den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen  unsere Wertschätzung für ihre Arbeit zu zeigen. Wir fanden die Idee mit der Einladung zur Ausstellung sehr gut; das ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Dankeschön an die Engagierten".  

Das fanden die Besucher und Besucherinnen aus Moabit ebenfalls. "Eine richtig gute Idee", sagte Harald Eschweiler, der als Ehrenamtlicher im LOS-Begleitausschuss für Moabit West tätig ist. 
Er hatte sich sehr auf die Originale der van Gogh-Gemälde gefreut, die er teilweise als Druck in seiner Wohnung hängen hat.
Bei Besuchen von Gemäldeausstellungen hat er schon selbst gespürt und erfahren, wie groß der Unterschied zwischen einem Original und seiner Reproduktion sein kann. "Die Originalbilder haben oft eine Präsenz und eine Tiefe, die kann ein Druck überhaupt nicht errreichen. Ich habe z. B. die Mandelblütenzweige von van Gogh als Druck. Als ich dann zum ersten mal vor dem Originalgemälde im Amsterdamer Rijksmuseum stand, da dachte ich, ich kann die Blüten berühren, ich kann den Duft riechen."

In der Nationalgalerie entdeckte Eschweiler gestern noch ein weiteres Werk, dass ihn sehr fesselte: ´Zeichnende junge Frau´ von Marie-Denise Villers: "Dieses Bild war buchstäblich ein Highlight für mich. Ich finde es sehr faszinierend, wie die Malerin es geschafft hat, das Licht in dem Bild so zum Leuchten zu bringen," schwärmt er. "Das strahlt ja überall - auf dem Kleid und dem Haar des Mädchens, auf dem Block,  bis in die Augen hinein! Was für ein wundervolles Bild!"

Marie-Denise Villers: "Zeichnende junge Frau", 1801. Foto: The Metropolitan Museum of Art, New York

Alexander Soth vom Mediations-Projekt Moabit West kam in Begleitung einer Expertin: Giuliana del Zanna ist selbst Malerin.
Die lange Warteschlange täuscht, am Eingang ging es recht zügig.

Auch Alexander Soth, als Ehrenamtlicher im Mediations-Projekt Moabit West tätig,  ist sehr angetan von der Einladung: " Ich habe mich sehr darüber gefreut", sagt er, " das ist eine Form von ´Geschenk´, die mir sehr gefällt - und ganz besonders schätzenswert finde ich es, dass ich noch jemanden mitnehmen konnte" .

Alexander Soth  hat gleich mehrere "favorites" in der Ausstellung entdeckt, die er auf Nachfrage gar nicht alle nennen kann. "Ich bin ohnehin ein großer Bewunderer der Malerei des Impressionismus", bekennt er. "Von dieser Epoche bin ich ganz fasziniert; davon wie die Künstler dieser Zeit mit dem Licht umgegangen sind; von der Auflösung des Räumlichen in den Bildern - das ist schon Aufsehen erregend!"

Offensichtlich teilten noch viele andere Eingeladene das Interesse, denn am Nachmittag wurde die Schlange vor dem Einlass recht lang. Natürlich waren nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch andere Gäste an diesem Tag geladen, z. B. Freunde und Förderer der Neuen Nationalgalerie. Dementsprechend voll waren dann auch die Ausstellungsräume.

Dennoch waren sich die Ehrenamtlichen einig darin, dass die Einladung zur Vorabschau der Ausstellung eine sehr schöne anerkennende Geste war.

Die Ausstellung "Die schönsten Franzosen kommen aus New York"  ist noch bis zum 7. Oktober 2007 in der Neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen.

Sie zeigt rund 150 Gemälde und Skulpturen der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Metropolitan Museum of Art, New York.

Berlin ist die einzige europäische Station, wo diese Werke zu sehen sind.

Besucher Infos zur Ausstellung
Neue Nationalgalerie
Potsdamer Strasse 50
10785 Berlin
Kulturforum-Potsdamer Platz

Öffnungszeiten
Di, Mi 10 - 18 Uhr
Do 10 - 22 Uhr
Fr - So 10 - 20 Uhr
Earlybird: Di - Fr 8:00 bis 8:30 Uhr
(Einlass nur mit vorab gebuchtem Online-Ticket)


Kassen-Öffnungszeiten
Di, Mi 9 - 17:30 Uhr
Do 9 - 21:30 Uhr
Fr - So 9 - 19:30 Uhr

Preise
Di - Fr 10 Euro / 5 Euro
Sa - So 12 Euro / 6 Euro
Kinder bis zur Vollendung des 16.ten Lebensjahres haben freien Eintritt. Ermäßigung für Schüler, Studenten, Grundwehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose und Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

Infoline
Tel +49 (0)180 - 54 100
(0,14 €/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom)


Weitere Informationen auf der Internetseite zur Ausstellung

 

emk