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Freitag, 22.03.2019

Senioren im Mittelpunkt beim Stadtteilplenum im März 2019


Carmen Troppa von der FreiwilligenAgentur Mitte

Uwe Nicksch vom be able e.V. stellte das Projekt „Moabit hürdenfrei!" vor


Die Künstler Elisa Duca und Robin Detje
Beate Wiedemann, Altenhilfekoordinatorin des Bezirks Mitte
Moderatorin Susanne Torka
„Zusammen leben - zusammen älter werden": Hanna Essinger von Minor Projektkontor für Bildung und Forschung

Volker Kleining vom Verein Silbernetz

Ältere Menschen im Fokus des Stadtteilplenums Moabit West im März 2019 

Die Situation älterer Menschen in Moabit stand im Mittelpunkt des Stadtteilplenums, dass auf Initiative des Moabiter Ratschlag e.V. und das Quartiersmanagements Moabit West am 19. März 2019 wieder im Nachbarschaftstreff stattfand. Susanne Torka moderierte.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Aktuelles aus dem Kiez" stellten sich zunächst mehrere Projekte vor.

Carmen Troppa von der FreiwilligenAgentur Mitte berichtete über ihre Einrichtung, die bereits seit April 2004 am Ehrenamt interessierte Bürgerinnen und Bürger informiert und zu den vielseitigen möglichen Einsatzfeldern berät. Gemeinnützigen Einrichtungen ist sie bei der Suche nach und der Einbindung von ehrenamtlichen Mitarbeitern behilflich. Die FreiwilligenAgentur unterstützt Bürgerinitiativen und Interessierte, die eigene Projektideen in ihrem Stadtteil umsetzen möchten. Die Agentur, die in der Fabrik in der Osloer Straße in Wedding ihren Sitz hat, macht zudem auch Öffentlichkeitsarbeit, um noch mehr Menschen für ein freiwilliges Engagement zu begeistern. Sie wird vor allem durch das Bezirksamt Mitte gefördert. Die Agentur ist für den ganzen Bezirk zuständig und hat rund 140 Einrichtungen mit all ihren vielfältigen Angeboten im Repertoire. Das Spektrum der Angebote, bei denen Freiwillige willkommen sind, ist ein breitgefächertes und reicht von Seniorenarbeit über Hausaufgabenhilfe bis hin zu Umweltprojekten. Die Beratungen finden in der Osloer Straße statt, aber auch im Moabiter Stadtschloss sind Beratungstermine nach vorheriger Vereinbarung möglich. 2019 feiert die FreiwilligenAgentur Mitte ihren 15. Geburtstag. Da die Förderungen in den vergangenen Jahren nicht durchgängig gesichert waren, bestand das Personal der Einrichtung zeitweise nur aus einer Mitarbeiterin. Aktuell sind es drei Mitarbeiterinnen, weil es erstmalig eine Förderung in nennenswerter Höhe gibt. Ein Projekt, dass direkt aus der FreiwilligenAgentur Mitte entstand, ist z.B. die Bücherbox in der Osloer Straße. Vom Alter her sind die meisten Freiwilligen zwischen 20 und 29 Jahre bzw. zwischen 30 und 39 Jahre alt, so die Statistik der Agentur. Unter den Zielgruppen der Angebote finden sich die meisten in den Bereichen Nachbarschaft, Senioren, Kinder, Jugendliche und Geflüchtete. Als Handlungsfelder nannte Carmen Troppa vor allem Freizeitgestaltung, Begleitung und Besuche. Sehr beliebt seien solche Formate wie "Austauschrunden" für Einrichtungen.

Am Donnerstag, 28. März 2019, findet unter dem Motto „Dein Kiez – Dein Engagement" eine Podiumsdiskussion im Nachbarschaftstreff in der Rostocker Str. 32b statt. https://www.freiwilligenagentur-fabrik.de/news/dein-kiez-dein-engagement/

Weitere Informationen und Kontakt: FreiwilligenAgentur Mitte, Fabrik Osloer Straße e.V., Osloer Straße 12, 13359 Berlin, Hof 1, Erdgeschoss, Alte Werkstatt Eingang 2, Tel. (030) 49 90 23 34, https://www.freiwilligenagentur-fabrik.de/

Uwe Nicksch stellte das Projekt „Moabit hürdenfrei!", ein partizipatives Nachbarschafts-Projekt vor. "Moabit hürdenfrei!" möchte Inklusion und Barrierefreiheit im Stadtteil voran bringen und den sozialen Zusammenhalt im Kiez fördern. Projektträger ist der Verein be able e.V., ein junges Team aus Designern und Stadtplanernr, das im Wilhelmine-Gemberg-Weg 12 in Mitte einen Projektraum unterhält. Seine Vision ist eine Gesellschaft, die von allen Menschen mitgestaltet wird. Dafür macht be able Projekte wie das in Moabit sowie Workshops. Der Verein gibt Impulse, gestaltet individuelle Bildungsformate für mehr Inklusion, eine höhere Kreativität und soziale Kompetenz. "Dabei leiten wir kollaborative Designprozesse an, wo umsetzbare Lösungsansätze für komplexe Herausforderungen entstehen." Durch kreatives Arbeiten soll nun auch in Moabit gemeinsam Neues gestaltet werden. Lösungen für die Verbesserung der Zugänglichkeit zu entwickeln, lautet das Ziel. Das Projektgebiet umfasst das ganze Quartiersmanagementgebiet Moabit West. Da Uwe Niksch und seine Kollegin Amélie Cayré nicht hier wohnen, brauchen sie viele Informationen aus der Bewohnerschaft. Die Zielgruppen von "Moabit hürdenfrei!" sind Jugendliche in Schulen und Jugendeinrichtungen, die Nachbarschaft, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie ältere Menschen, die z.B. mit Rollatoren unterwegs sind.

Bei dem Projekt für eine inklusive Zukunft geht es zunächst los mit einer Sensibilisierung und Visualisierung. Das bedeutet: Bestandsaufnahme, Kiezrundgänge und im Anschluss die visuelle Darstellung der Recherche in Form von Karten sowie eine Dokumentation mit Fotos, die aufzeigen, an welchen Stellen in Moabit es klemmt. Nach dieser ersten Phase beginnt die Aktivierung von Mitwirkenden. Uwe Niksch plant partizipative Workshops und aktive Gestaltungsprozesse, er und seine Kollegin möchten dann beim Kiezfest Moabit im September 2019 ihre Ergebnisse zeigen. Resultate des Projekts "Moabit hürdenfrei!", das zwei Jahre lang durch das Programm „Soziale Stadt" gefördert wird, werden eine Dokumentationsbroschüre und eine Veranstaltung zur Präsentation der Ergebnisse sein. Die Projektergebnisse sollen an die Zuständigen im Bezirksamt und Senat gehen.

Kontakte:

Uwe Nicksch u.niksch[at]be-able[.]info

Amélie Cayré a.cayre[at]be-able[.]info 

Bemerkungen der Plenumsgäste:

Eine Frau vom Seniorenvorstand der Gewerkschaft Verdi in Mitte merkte generell an, dass sicher die Hälfte der älteren Menschen in Moabit nicht im Internet ist und dass deshalb über andere Wege gegangen werden sollten, um sie zu erreichen.

Ein Vertreter des Humanistischen Verbands Deutschland (HVD), der für Mobilitätshilfen im Bezirk Mitte verantwortlich ist, sieht viele Barrieren in Berlin, die u.a. durch bauliche Beschränkungen entstehen. Er und sein Team würden sich gern einbringen.

"Kunst aus Moabit" zum Mitmachen in der Galerie Nord

Die Künstler Elisa Duca und Robin Detje berichteten von ihrem performativen Projekt "Processing:Moabit". Die beiden wollen "Kunst aus Moabit" machen, und zwar vom 3. Mai bis zum 2. Juni 2019 in der Galerie Nord in der Turmstraße 75. Es soll eine riesige Installation werden, die sich in den vier Wochen ab Anfang Mai immer weiter verändern wird. Dazu suchen Sie Menschen, die Lust haben, ihnen etwas zu erzählen und dazu Alltagsgegenstände mitbringen, die in das Kunstwerk einfließen sollen. Sie wollen mehr über Moabit wissen und das QM-Team hilft ihnen dabei. Ähnliche Projekte haben die beiden bereits in Bangalore (Indien), Taipeh (Taiwan) und Dresden veranstaltet.

Kontakt: Elisa Duca - Tel. 01752065419, E-Mail: diva[at]boesediva[.]de

Weitere Informationen: http://www.moabitwest.de/Machen-Sie-mit-bei-einem-Kunstprojekt-in-der-Galerie-Nord.6691.0.html

Schwerpunktthema: Was benötigen ältere Menschen in Moabit? 

Sie ist heute zum ersten Mal in Moabit und "das Gesicht vom Amt für alles, was ältere Menschen angeht": Beate Wiedemann arbeitet seit kurzem als Altenhilfekoordinatorin des Bezirksamtes Mitte. Im Rahmen des ausgegebenen Zieles "seniorenfreundliche Bezirke" wurde ihre Stelle auf Senatsbeschluss hin geschaffen. Aktuell lernt sie vor allem die zahlreichen Akteure im Bezirk kennen. Dazu gehören z.B. die Runden Tische der Seniorenarbeit sowie die QM-Teams und die Stadtteilkoordinationen, außerdem Träger, Einrichtungen usw. Wiedemanns konkrete Aufgabe ist die Weiterentwicklung der Altenhilfeplanung. Wichtig dabei ist, erwähnte sie, dass eine Studie zur Lebensqualität im Alter weitergeführt wird (LISA-Studie). Deren Ergebnisse dienen ihr dann als Grundlage der bezirklichen Altenhilfeplanung. Ein Hauptteil ihrer Arbeit wird die Vernetzung von Akteuren sein. Von der Landes- und Bezirksebene bis hin zu den QMs ist sie die Ansprechpartnerin in Sachen Senioren, um zu koordinieren und zu vernetzen. Wie sie kürzlich erfuhr, gibt es z.B. im Soldiner Kiez in Wedding gar keine Einrichtung für ältere Menschen, und dort wäre großer Bedarf für einen Seniorenfreizeittreff. 

Nachfrage: Verfügt sie über Projektmittel oder ist sie eine reine Koordinatorin? - Beate Wiedemann: Im Doppelhaushalt des Landes Berlin wurden zahlreiche zusätzliche Mittel  für gemeinnützige Träger beantragt, die inzwischen ausgereicht wurden. Sie selbst kann nur Empfehlungen aussprechen, hat aber hat keinen direkten Zugriff auf Gelder.

„Zusammen leben - zusammen älter werden" 

Hanna Essinger von Minor Projektkontor für Bildung und Forschung mit Sitz in Alt-Moabit 73 leitet das Projekt „Zusammen leben - zusammen älter werden". Es wurde 2016 gegründet und wird durch das QM gefördert. In den Räumen in der Ottostraße 5 bietet der Verein Minor einen Mix aus Beratungs- und Freizeitangeboten. Bei all dem steht die Frage im Zentrum: Wie kann man etwas nachhaltig miteinander gestalten?

Die Räume in der Ottostraße 5 werden finanziert von der Stiftung Losito-Kressmann-Zschach-Foundation, Hanna Essinger baute dort eine Gruppe Älterer auf, die sich mittlerweile jeden Donnerstag um 15 Uhr trifft. Sie entwickeln das Angebot gemeinsam weiter, musizieren mit Mundharmonika und Gitarre und lesen sich vor. Alte Geschichten werden in Zusammenhang mit dem Blick in Fotoalben erzählt (Biografiearbeit), außerdem besuchte die Gruppe gemeinsam eine Ausstellung im Werkbund und fertigte - davon inspiriert - selbst Fotos an. Die Herausforderung bei diesem Projekt ist es, Menschen verschiedener Herkünfte zusammenzubringen. Das ist gerade im erhöhten Lebensalter sehr schwierig. Kamen Menschen mit verschiedener Herkunft bei der Arbeit noch zusammen, driften sie im Ruhestand oft wieder auseinander. Deshalb entstand die Idee eines großen interkulturelle Stadtfestes im Stadtschloss mit u.a. türkischen Musikgruppen. Bei dieser Veranstaltung gab es eine bunte Gästemischung, viele haben getanzt und trafen sich auch wieder zu anderen Veranstaltungen wie dem Moabiter Kiezfest im vergangenen September.

Leider gibt es das Projekt „Zusammen leben - zusammen älter werden" nur noch in diesem Jahr, danach läuft die Förderung aus.

Weitere Angebote, die es in den Räumen in der Ottostraße 5 gibt: montags Malen, donnerstags Englisch, mittwochs Sport und Spielenachmittag, freitags Rätseltreff und alle vier Wochen freitags um 15 Uhr Handy-Erklären für Ältere, nächster Termin dafür ist der 28. März.

Kontakt: Minor e.V., Hanna Essinger, Alt-Moabit 73, 10555 Berlin, Tel. (030) 39 74 42 27, E-Mail: h.essinger[at]minor-kontor[.]de, https://minor-kontor.de/

„Einfach mal reden" - Telefon: 0800 4708090

Silbernetz. Vertraulich. Rund um die Uhr. Kostenlos. Ein offenes Ohr finden einsame Ältere bei diesem Telefonangebot, das Volker Kleining vom Verein Silbernetz im Plenum vorstellte. Vorbild war Silvernet in England, was in Manchester gegründet wurde und mittlerweile ein Callcenter in Blackpool betreibt, an das sich Menschen im ganzen Land Tag und Nacht wenden können. Initiatorin in Berlin war Elke Schilling, die das Projekt seit Jahren vorbereitet und aufgebaut hat.

Die kostenlose Hotline für vereinsamte Menschen wurde bewusst ganz niedrigschwellig konzipiert. Silbernetz ist kein Hilfe- oder Krisentelefon, sondern ein Telefondienst, bei dem man "einfach mal reden" kann. Der Kontakt ist anonym, also muss niemand seinen Namen verraten, u.a. um Sicherheit für beide Seiten zu gewährleisten.

Schätzungsweise ein Drittel der über 60-jährigen hat Einsamkeitsgefühle, so Volker Kleining. Außerdem existiert eine "strukturelle Lücke", was bedeutet, dass rund 40 Prozent der Älteren ohne Informationen über Hilfsangebote sind. Silbernetz möchte die Menschen aus ihrer Einsamkeit holen und ihnen Hilfen vermitteln. Die Rufnummer 0800 4708090 soll künftig rund um die Uhr besetzt sein, aktuell ist die Erreichbarkeit von 8 bis 20 Uhr gewährleistet. 

Da geschulte Menschen am Telefon sitzen müssen, startete Silbernetz Ende September 2018 mit zunächst 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, inzwischen sind es 8. Die Langzeitarbeitslosen vom Jobcenter Lichtenberg werden über eine Eingliederungsförderung finanziert. Der Verein arbeitet ehrenamtlich, die drei festen Mitarbeiterinnen in der Silbernetz-Geschäftsstelle werden aus Lottomitteln finanziert, während die Miete für die Räume von der Gercke und Lala Stiftung getragen wird. Auf Spenden angewiesen ist Silbernetz für den Betrieb der 0800er Nummer.

Bis Anfang März 2019 kamen bereits rund 2.500 Telefongespräche bei etwa 7.500 Anwahlversuchen zustande. Rund 70 Prozent der Anrufer sind über 60 Jahre alt, 65 Prozent sind Frauen. Neben den reinen Telefonaten werden auf Wunsch auch sogenannte Silbernetz-Freundinnen und -Freunde vermittelt, mit denen man regelmäßig telefonieren oder sich treffen kann. Bis jetzt haben sich dafür 80 Freiwillige im Alter von 20 bis 85 Jahren gemeldet, die eine typische Berliner Mischung darstellen. Vermittelt an einsame Ältere wurden 25 von ihnen. Bekannt gemacht wurde Silbernetz bisher durch Fernsehen (rbb-Abendschau), Rundfunk (Radio Eins), Wochen- und Tageszeitungen sowie Flyer. Erklärtes Ziel ist es, Einsamkeit zu thematisieren und Altersstereotype aufzulösen, denn auch viele Jüngere sind betroffen.

Silbernetz im Vergleich zu anderen Anbietern wie "Berliner Krisentelefon" und "Telefonseelsorge"? Das sind Hilfsangebote für konkrete Notsituationen und nicht dafür ausgerichtet, um "einfach mal" mit einsamen Menschen zu reden. Befindet sich jemand in einer richtigen Krise, wird er oder sie weitervermittelt an diese darauf spezialisierten Telefondienste.

Das schon länger existierende "Seniorentelefon" wird im Gegensatz zu Silbernetz nur zu ganz bestimmten Uhrzeiten angeboten, und "Sophia" ist ein Hausnotrufdienst, der in bestimmter Frequenz anruft und z.B. Notrufknöpfe daheim installiert.

Die Silbernetz-Ziele für 2019:

24 / 7 / 365 - also rund um die Uhr in ganz Berlin erreichbar sein.

16 Beschäftigte, 200 Silbernetzfreundinnen und -freunde, noch mehr Vernetzung zu Altenhilfestrukturen.

Es gibt viel Interesse für die Ausdehnung in andere Städte und Bundesländer, doch zunächst soll die Rundum-Erreichbarkeit in Berlin laufen.

Kontakt: Silbernetz, Wollankstraße 97, 13359 Berlin, Tel. 030-23544822, E-Mail: silbernetz[at]hvd-bb[.]de, www.silbernetz.org             

Was fehlt Älteren in Moabit?

Ein Vertreter vom Moabiter Sportbüro berichtete darüber, dass er mittwochs eine Laufgruppe um 12 Uhr in der Melanchtonstraße anbietet. Kontakt: https://www.sportbuero.info/

Sehr helfen würde den Bewohnern eine elektronische Litfaßsäule bzw. ein größerer Bildschirm mit durchlaufenden Kiez-Angeboten, weil die bestehenden Schaukästen oft nicht mit Plakaten und Flyern aktuell bestückt werden. Standort dafür könnte z.B. das Schaufenster des QM-Büros Moabit Ost sein, andere Ideen wären die Markthalle und Galerie Nord, da sie relativ zentral in Moabit liegen. Solche Monitore könnten auch an mehreren Orten im Stadtteil installiert werden. Das SOS-Kinderdorf in der Waldstraße hat schon einen solchen Monitor, und auch die Bibliotheken. Vielleicht könnte man dort Seniorenangebote einarbeiten?

Hanna Essinger: in der Ottostraße 5 wurde im Vorfeld des Plenums darüber diskutiert und folgende Frage tauchte als Kernfrage dabei auf: Wie bringt man nicht so mobile Leute, die unsichtbar sind, zu geselligen Orten hin?

Der Vertreter des Mobilitätsdienst des Humanistischen Verband Deutschland (HVD) berichtete, dass zu seiner Klientel Menschen ab 60 Jahre gehören. Darunter sind u.a. Schlaganfallpatienten und Rollstuhlfahrer. Ziel ist es, diese Menschen heraus aus ihrer Isolation zu holen und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 1,5 Stunden pro Woche werden zu diesem Zweck vom Senat pro Person bezahlt. Die Möglichkeiten sind also begrenzt, aber sie zu Veranstaltungen hinzubringen und abzuholen, ist machbar. Menschen mit Grundsicherung zahlen für den Mobilitätsdienst lediglich eine Art Grundgebühr von 20 Euro pro Halbjahr, sonst werden 40 Euro fällig. 30 Euro im Halbjahr zahlen Menschen mit einer Berechtigung für den Sonderfahrdienst. Auch Ausflüge und Picknicks, die sehr wenig kosten, werden dadurch ermöglicht. Der Mobilitätsdienst wird viel genutzt, auch für Arztbesuche und Behördengänge, die in Ausnahmefällen auch mal bis zu drei Stunden dauern können. Der Dienst ist zuständig für die Stadtteile Mitte, Moabit und Wedding und darf nicht bezirksübergreifend arbeiten. Viele Menschen bekommen leider gar nicht mit, dass es so einen Dienst gibt. Es werden zwar Flyer, u.a. in Apotheken und Arztpraxen verteilt, doch die meisten erfahren davon nur über Mundpropaganda. Durchschnittlich 300 Klienten hat der Mobilitätsdienst des HVD in Mitte. Das Personal wäre an weiteren Schulungen interessiert, um gezielter auf einsame Menschen zugehen zu können. Eine Box mit Flyern von Silbernetz, auch zum Träger HVD gehörig, wäre ein guter Vorschlag zur Vernetzung des Mobilitätsdienstes mit dem Telefondienst.

Vorschlag eines Gastes: im Jahr der künstlichen Intelligenz 2019 sollte man etwas für die natürliche Intelligenz tun, damit Ältere aktiv am Leben teilnehmen können. Wichtig wäre eine systematische Kommunikationsförderung, die ihnen zu mehr Bewegung Anreize gibt. Also sollte man ältere Leute erst mal mit dem Handy und Internet fit machen, so wie es in der Ottostraße 5 schon geschieht. Das müsste regelmäßiger und kollektiver passieren, z.B. "um in Moabit 10.000 Leute mit Smartphones auszurüsten und dabei zu begleiten". - Beate Wiedemann, Altenhilfekoordinatorin des Bezirksamtes Mitte: Die Digitalisierung gehört zu den seniorenpolitischen Leitlinien des Bezirks.

Hanna Essinger benutzt selbst abgelegte Handys und Tablets: vielleicht könnte man Menschen zusammenbringen, die ein altes Smartphone übrig haben?

Vertreterin von Verdi: Die Benutzung ist eher das Problem und nicht die Geräte. Viele Senioren haben Handys, Smartphones und Tablets, kommen damit aber schlecht zurecht. Eine Eins-Zu-Eins-Betreuung wäre nötig, oder in ganz kleinen Gruppen sollte man üben.

Gibt es betreute Computerräume? - Stadtteilkoordinatorin Esther Klobe-Weihmann: Ja, die gibt es hier im Stadtschloss, und dort kann man sich auch etwas zu Handys und Internet erklären lassen. Auch das HVD-Büro in der Waldstraße bietet so etwas an.

Bärbel Kregel, Stiftung Losito-Kressmann-Zschach-Foundation: Seniorentheatergruppen zu organisieren, das wäre gut.

Regina Vetter, frühere Quartiersrätin: Sportvereine wie der ASV suchen noch Mitsportler für mittwochs in der Fontaneschule (in der Turnhalle im Hinterhof der Turmstraße 75). Ab 18 Uhr machen dort junge und ältere Leute zusammen Sport. http://www.asv-berlin-turnen.de/

Termine und Sonstiges  

Beatrice Siegert, QM Moabit West: Die Initiative "Engagement Berlin" veranstaltet am 10. August 2019 das erste Huttenstraßenfest, mehr dazu hier: http://engagement-berlin.de/ und beim nächsten Stadtteilplenum am 16.04.19

Am 30. März 2019 findet von 10-15 Uhr die Stadtteilkonferenz für den Huttenkiez statt: http://www.moabitwest.de/Eine-Stadtteilkonferenz-fuer-den-Huttenkiez-am-30-Maerz-2019.6663.0.html

Esther Klobe-Weihmann: am 6. April 2019 "Offener Samstag" im Stadtschloss, um den Frühling einzuleiten. Es findet eine Kehrenbürger- und Pflanzaktion statt und danach gibt es ein gemeinsames Essen. Pflanzen sind schon vor Ort, eine Wildblumenwiese kommt dorthin, wo das Kletterschiff stand. https://moabiter-ratschlag.de/nachbarschaftshaus/

Am 23. März 2019 ab 12 Uhr ist Saisonstart und Aktionstag im Schulgarten: dann gibt es dort eine Schulung von Fixpunkt dazu, wie man mit Drogen-Rückständen umgeht sowie eine Putzaktion, außerdem wird am Lagerfeuer gemeinsam gekocht, und das Kino Moabit zeigt einen Film über Urbanes Gärtnern. http://www.moabitwest.de/Schulgarten-Moabit.6693.0.html

Internationale Wochen gegen Rassismus finden auch 2019 statt und gehen noch bis 24. März. Mehr dazu: http://www.moabitwest.de/Internationale-Wochen-gegen-Rassismus-2019.6678.0.html

Susanne Torka: Mietendemo am 6. April 2019 um 12 Uhr am Alexanderplatz, vorher gibt es mehrere Mobilisierungsveranstaltungen wie die am 30. März auf dem Leopoldplatz, organisiert vom Netzwerk „Zusammen für Wohnraum". https://mietenwahnsinn.info/demo-april-2019/ 

Die Berichte zu den vergangenen Plena können Sie hier nachlesen

Text & Fotos: Gerald Backhaus