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Ziele und Aufgaben des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt

Das Programm „Soziale Stadt“ ist ein Programm der Städtebauförderung, das sich an benachteiligte und strukturschwache Quartiere richtet. Seit 1999 unterstützt der Bund mit diesem Programm Stadt- und Ortsteile mit dem Ziel der städtebaulichen, wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung und Aufwertung. Es sollen lebendige Nachbarschaften befördert und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Die Handlungsfelder der „Soziale Stadt“ beziehen sich auf die Themen Wohnen, Infrastruktur, Familienfreundlichkeit sowie Teilhabe und Integration im Quartier.

Diese Ziele werden durch diverse Unterziele repräsentiert:

  • Abbau der funktionalen/gestalterischen Defizite bei sozialer Infrastruktur sowie Grün- und Freiflächen
  • Aufbau von Nachbarschaftstreffpunkten
  • Entwicklung nachbarschaftlicher Kontakte zur Verminderung von Konflikten innerhalb der Bewohnerschaft
  • Stabilisierung des Wohnquartiers u.a. durch sozialverträgliche Instandsetzung und Modernisierung der Wohngebäude
  • Verkehrsreduzierung und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
  • Imageverbesserung nach außen und nach innen
  • Erhalt und Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung durch Einzelhandel, Dienstleistungen, Handwerk
  • Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes
  • Mobilisierung und Aktivierung der Bürger mit der Zielsetzung, sich stärker für den Stadtteil zu engagieren. Hierbei kommt der Aktionsfonds-Jury und dem Quartiersrat eine besondere Bedeutung zu, da in diesen Gremien die Bürger selbst über Projektanträge entscheiden.

Die Umsetzung des Programmes erfolgt mittels des Einsatzes eines Quartiersmanagements, das vor Ort in einem Stadtteilbüro verortet ist.

In Berlin gibt es derzeit 32 Gebiete, die im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ gefördert werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat die Handlungsfelder für die Berliner Gebiete spezifisch ausformuliert:

Nummerierung Name
HF1 Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt
HF2 Mehr Fort- und Weiterbildung
HF3 Bessere Qualität des Wohn- und Lebensraums
HF4 Bewohneradäquate (Nachfragegerechte) soziale Infrastruktur
HF5 Bewohneradäquate Stadtteilkultur
HF6 Besseres Gesundheitsniveau
HF7 Besseres Sicherheitsniveau und Steigerung des Sicherheitsempfindens
HF8 Mehr soziale und interkulturelle Integration
HF9 Mehr Partizipation der Bewohner und Akteure