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Stadtteilkonferenz Moabit

"Verstehen, wie der Kiez tickt"

Im August gab es in Moabit eine Stadtteilkonferenz, die die Vernetzung aller Akteure im Gebiet vorantreiben soll. Die Veranstaltung wurde auch als Forum für die Freibad-Proteste genutzt.

Was sich die Moabiter am meisten wünschen, was stört sie, und wohin die Entwicklung im Stadtteil geht? Um diese Fragen ging es am 19. August 2011 bei der Stadtteilkonferenz Moabit, die im Jugendfreizeithaus kubu stattfand und an der rund 120 Männer und Frauen teilnahmen. Vorangegangen waren zwei ähnliche in den anderen beiden "Prognoseräumen" Wedding und Gesundbrunnen, um ein Meinungsbild der jeweiligen Gebiete zu bekommen, sich mit den Probleme vertraut zu machen und die Bürger an diesem Prozess zu beteiligen. Als Träger für den "Aktionsraum plus Wedding/Moabit" verantwortlich zeichnet die Stiftung SPI. Seinem Bezirksamt sei der Dialog mit den Bürgern wichtig, und die Konferenz "der Anfang eines systematischen Prozesses der Bürgerbeteiligung", sagte Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke.

Was sind "Aktionsräume plus"?

2010 wurden fünf Berliner Gebiete als Schwerpunkte der Städtebauförderung benannt. Diese so genannten "Aktionsräume plus", einer davon ist der "Aktionsraum plus Wedding/Moabit", stellen kein weiteres Förderprogramm dar. Sie wurden geschaffen, um die vielen bereits vorhandenen Förderprogramme zu koordinieren, darunter u.a. die Quartiersfonds aus dem Programm "Soziale Stadt" der Quartiersmanagements und die der Aktiven Stadtteilzentren Müller- und Turmstraße. In ihren Referaten über die aktuellen Verhältnisse in Moabit machten Nicola Boelter und Felix Dörstelmann von Stiftung SPI ihr Ziel deutlich, die Sprachdefizite, Gesundheits- und Schulabgängerprobleme abzubauen. Dazu zitierten sie Statistiken wie der hohen Kinderarmut in Moabit und der großen Anzahl von Jugendlichen, die hier ohne Abschluss die Schulen verlassen.

Eine Bildungsreise durch vier Handlungsfelder

Das Motto der Stadtteilkonferenz lautete "Destination Moabit – eine 'Bildungsreise' durch vier Handlungsfelder". Um diese Handlungsfelder ging es im einzelnen: „Bildung und Ausbildung“, „Wirtschaft und Kultur“, „Quartiere und öffentlicher Raum“ sowie „Vielfalt und Internationalität“. Jedes dieser Felder wurde durch einen Tisch repräsentiert. Die Teilnehmer wechselten immer von Tisch zu Tisch. Parallel dazu konnten sie in einer wohnzimmerartigen Box mit dem Bürgermeister und Stadträten wie Petra Schrader und Carsten Spallek sprechen. Diese Gespräche wurden auf Monitoren nach draußen übertragen.

Wir wollen schwimmen!

Eine Kaffeepause während der Konferenz wurde von Anwohnern unter der Führung von Kapitän Kiez alias Frank Wolf zu einer phantasievollen Demo für das Freibad genutzt. Die Moabiter erregt, dass es nun doch kein Außenbecken im Poststadionbad geben soll. Dazu wird am 17.9.2011 eine weitere Demonstration stattfinden. Start ist um 15 Uhr am Rathaus Tiergarten (Mathilde-Jacob-Platz 1), von dort geht es über die Turmstrasse zum Schwimmbad. Die Abschlusskundgebung erfolgt im Schwimmbecken. 

Ergebnisse

Zum Schluss der Stadtteilkonferenz gab es eine Zusammenfassung im Plenum, bei der die wichtigsten Punkte aus den Tischdiskussionen und auch den Boxgesprächen kurz vor allen Teilnehmern vorgestellt wurden. Am häufigsten genannt wurde in den Box-Talks die hohe Arbeitslosigkeit in Moabit. Kritisiert wurde zudem die Mietpreisentwicklung in Moabit, gegen die durch Gespräche mit den Hauseigentümern und eine Milieuschutzsatzung vorgegangen werden könne. Genannt wurde die dringende Verstetigung und langfristige Finanzierung von bewährten Projekten auf den Gebieten Bildung und Ausbildung sowie der Fakt, muslimische Mitbürger in Zukunft - auch bei Veranstaltungen wie der Stadtteilkonferenz - verstärkt für ein Engagement im Kiez zu werben und sie besser zu integrieren. Auch für 2012 ist eine solche Stadtteilkonferenz geplant.

Das Protokoll der Stadtteilkonferenz Moabit, die im Rahmen des Aktionsraumesplus Wedding/Moabit stattfand, wird auf http://www.stadtentwicklung.berlin.de/soziale_stadt/aktionsraeume_plus/index.shtml als Download bereit gestellt. Die Ergebnisse wurden mit denen der Stadtteilkonferenzen in Gesundbrunnen und Wedding(-zentrum) zusammengeführt. Sie dienen der Fortschreibung des INSEK, des integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes für den Aktionsraumplus Wedding/Moabit (das Sie ebenfalls unter dem oben genannten Link finden) sowie der projektbezogenen Arbeit der Fachämter.

 

Kontakt:

Aktionsraum plus Wedding/Moabit, Stiftung SPI – GB Stadtentwicklung, Brückenstraße 6a, 10179 Berlin, Tel. (030) 493 001-13, E-Mail: nicola.boelter[at]stiftung-spi[.]de

 

 

 

Einladung und Programm finden Sie hier:

Text & Fotos: Gerald Backhaus