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Stadtteilplenum Moabit West

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Stadtteilplenum am 18. September 2012

Moderatorin Susanne Torka ist guter Laune
Beatrice Pfitzner vom QM referiert über das neue Leitbild für Moabit West
Gebannte Plenumsteilnehmer
...und auch Spaß
Felix Dörstelmann und Nicola Boelter (Aktionsraum+ Wedding/Moabit)

Nicola Boelter an der Gebietskarte

Reinhard Fischer (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

Das Leitbildes des Quartiersmanagements Moabit West und eine Zwischenbilanz zum „Aktionsraum plus Wedding/Moabit“: Themen auf dem Stadtteilplenum Moabit West im September 2012

Am 18. September 2012 ging es beim Stadtteilplenum im Nachbarschaftshaus, zu dem der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH wieder einluden, vor allem um Moabit als Ganzes und die Zukunftsvision für den Stadtteil. Wie soll Moabit 2020 aussehen? Das Quartiersmanagement-Team entwickelte seit August zusammen mit den Quartiersräten und Fachämtern ein neues Leitbild für den Westen Moabits. Außerdem gaben Nicola Boelter und Felix Dörstelmann eine Zwischenbilanz zum „Aktionsraum plus Wedding/Moabit“.

Moderatorin Susanne Torka übergab, nach dem es keine Wortmeldungen unter „Aktuelles aus dem Kiez“ gab, an Beatrice Pfitzner vom QM Moabit West. Die Projektleiterin des QMs führte u.a. aus, warum das neue Leitbild entwickelt wurde und dass man mit der SWOT-Methodik zu den Ergebnissen kam. Ziel des Leitbilds, an dem auf Wunsch der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung übrigens alle Berliner QMs arbeiten, ist eine verstärkt strategische Ausrichtung der QM-Arbeit und der gezieltere Einsatz der Fördermittel. Zudem sollen die Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepte (IHEK) neu strukturiert werden. Im Arbeitsprozess mit  Quartiersräten und Fachämtern wurde die SWOT-Analyse in diesen vier Bereichen durchgeführt: Bildung/ Gesundheit; Nachbarschaft; Kultur; Gewerbe. Die Ergebnisse waren Grundlage für die Visionsentwicklung „Moabit im Jahr 2020“ und wurden weiterverfolgt bis hin zu zwei Visionskeimen. Schließlich ging es um die Frage, was nötig ist, um diese Visionskeime zu verwirklichen. Daraus entwickelten die Beteiligten ein bis zwei Leitsätze.

Hier Details zu den einzelnen Bereichen:

AG Bildung/ Gesundheit – SWOT-Analyse

       Stärken         

                gute Vernetzung

                differenzierte Bildungslandschaft und vielseitige Bildungsangebote

      Schwächen

                schlechter gesundheitlicher Status der  Bewohner

                Konkurrenzen der Träger

                fehlende Orte für Jugendliche 

      Chancen

                hohes Engagement der Bewohner

                kulturelle Vielfalt in Kitas und Schulen (Heterogenität)

      Risiken

                Armut 

                Haushaltssituation des Bezirks Mitte

 

Bildung- Visionsentwicklung

Die Bildungslandschaft im Jahr 2020

  • Ganztägiges Lernen findet auch an außerschulischen Lernorten statt, die bedarfsgerecht durch Kooperationspartner angeboten werden.
  • Die individuellen Voraussetzungen der Kinder beim Start in die Bildungsbiographie sind weitestgehend gleich.

Leitsatz: Moabit – eine familienfreundliche und sportliche Bildungslandschaft!

 

Gesundheit - Visionsentwicklung

Die Gesundheitslandschaft im Jahr 2020

  • Die Moabiter sind gut ausgebildet und haben ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein.
  • Moabit verfügt über eine funktionsfähige Infrastruktur, die einen gesunden Lebensstil  ermöglicht.

Leitsatz: Moabiter leben Gesundheit!

 

AG Nachbarschaft – SWOT-Analyse

       Stärken         

                viele engagierte Menschen und Projekte

                heterogene Bevölkerungsstruktur 

                gewachsene Kieze

      Schwächen

                viele engagieren sich nicht für die Nachbarschaft

                Bewohner leben nebeneinander her

                fehlende Orte für Jugendliche 

      Chancen

                Ressourcen der Generation 70+

                Anwohnerinitiativen

      Risiken

                Verdrängung der Alteinwohner und Ärmeren 

                Isolierung einzelner Gruppen

 

Nachbarschaft - Visionsentwicklung

Das nachbarschaftliche Miteinander im Jahr 2020

  • Es gibt nachbarschaftliches Engagement auch von ansässigen Wirtschaftsunternehmen.
  • Es gibt Räume der Begegnung.
  • Wandel im Stadtteil ohne Verdrängung.

Leitsatz: Moabit – gelebte Nachbarschaft!

 

AG Kultur – SWOT-Analyse

       Stärken         

                viele, interessante Kulturveranstaltungen

                gute und starke Institutionen (Brüder-Grimm-Haus, Theaterspektakel)             

                engagierte Menschen

      Schwächen

                es gibt keinen zentralen Kulturort

                bedeutende Kultureinrichtungen stehen leer bzw. ist Nutzung fraglich

      Chancen

                bunter Bezirk

                Moabit wird zunehmend als interessanter Bezirk wahrgenommen

      Risiken

                Gentrifizierung

                Orte gehen verloren oder werden nicht genutzt

 

Kultur - Visionsentwicklung

Die Kulturlandschaft im Jahr 2020

  • Kulturelle Standorte (Refokirche, Hansatheater, ZKU – Zentrum für Kunst und Urbanistik) als Zentren stärken.
  • Moabit als Ganzes denken.

Leitsatz: Moabit – Insel kultureller Zentren

 

AG Gewerbe – SWOT-Analyse

       Stärken         

                Angebote wie Tag des Handwerkes

                Potenzial für Fachgeschäfte           

                Moabit ist Beste

      Schwächen

                zu wenige Ausbildungsplätze

                monostrukturelles Angebot 

                Schließung von Hertie

      Chancen        

                Potenzial für Geschäftseröffnungen

                Entwicklung der Markthalle

      Risiken

                Schultheissareal

                Wegfall des Flughafen Tegel

                Abwärtsspirale durch Leerstände

 

Gewerbe - Visionsentwicklung

Das Gewerbe im Jahr 2020

  • Gewerbevielfalt und Strukturwahrnehmung.
  • GANZ Moabit/ Verflechtung zwischen Nachbarschaft und Gewerbe/ Kooperation.

Leitsatz: Moabiter – gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum - Vielfalt und Zusammenhalt!

Auf der QR-Sitzung Ende August wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen um das Thema Ausbildung ergänzt. Außerdem sollte ein übergeordneter Leitsatz entwickelt werden. Da es am Ende zu zwei solcher Leitsätze kam, ließ Beatrice Pfitzner das Stadtteilplenum darüber abstimmen. Zur Wahl standen

1.) Moabit – Insel mit Potenzial

2.) Moabit lebt ein Potenzial

Es gewann „Moabit – Insel mit Potenzial“ mit großer Stimmenmehrheit. Zum Schluss gab Beatrice Pfitzner einen Überblick darüber, wie es weiter geht: zur Ideenentwicklung wird es statt der bisherigen Ideenaufrufe Anfang 2013 eine öffentliche Veranstaltung geben. Deren Ergebnisse – in Form von Ideen und Projektvorschlägen - werden anschließend durch den Quartiersrat priorisiert. Die Quartiersmanagerin ging auf die Anmerkungen aus dem Plenum ein und sagte zu, dass u.a. die Initiative „Green Moabit“, der interreligiöse Dialog und Orte für Jugendliche eine Rolle bei der Projektfindung spielen werden. Ziel des Ganzen ist eine passgenauere Verwendung der auch in Moabit knapper werdenden Fördermittel.

Als zweiten Schwerpunkt gaben Nicola Boelter und Felix Dörstelmann eine Zwischenbilanz zum „Aktionsraum plus Wedding/Moabit“, in dem sie ihr Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) vorstellten. „Es ist allerdings ein Blick in die Werkstatt“, so Dörstelmann, „da es bisher noch nicht vom Bezirk verabschiedet wurde.“ Zunächst wurden ein paar Zahlen und Fakten zum Gebiet genannt. Der „Aktionsraum plus Wedding/Moabit“ zählte am 31.12.2010 rund 235.000 Einwohner, seit 2008 wurde ein Zuwachs um rund 3.600 verzeichnet. In Moabit West leben mit rund 14,5 Prozent Jugendlichen mehr als im Berliner Durchschnitt, die 18- bis 65-Jährigen machen hier 73 Prozent der Bevölkerung aus. Ältere ab 65 sind nur wenige anzutreffen (nur 11,9 Prozent in Moabit West, weit unter dem Berliner Durchschnitt). Mit 12,4 Prozent ist die Arbeitslosenquote in Moabit West vergleichsweise gering, auch die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 5,5 Prozent unterdurchschnittlich. Sehr viele Jungen und Mädchen bekommen in Moabit West eine Empfehlung für’s Gymnasium (47,9 Prozent), ohne Schulabschluss sind nur 7 Prozent, was unter dem Berliner Durchschnitt liegt. 

Besorgniserregend sind dagegen der Wanderungssaldo bei Familien mit kleinen Kindern, denn der ist in Moabit am höchsten innerhalb des Aktionsraumes (- 4,1 Prozent), sowie der Anteil der Kinder, deren Eltern staatliche Transferleistungen empfangen. Das ist ein Indikator für Kinderarmut, mehr als die Hälfte der Kinder in Moabit West (50,6 Prozent) sind davon betroffen. Die Bevölkerungsprognose sagt einen großen Zuwachs an Älteren in Moabit voraus (36 Prozent Zuwachs in den kommenden 30 Jahren). 

Das Fazit, das Nicola Boelter zog: Moabit hat vergleichsweise gute Sozialdaten, wenn man die Kinderarmut ausklammert. Das Quartier mit dem größten innerstädtischen Industriegebiet erhält mit der „Europacity“ am Hauptbahnhof in Zukunft rund 2.400 neue Bewohner, während das Projekt „Green Moabit“ als ökologischer Ansatz in Sachen Klimaschutz und Recycling zu verstehen ist. Das kubu-Gebäude in der Rathenower Straße hat Potential als Familienzentrum. In Zukunft sollte man darauf achten, Wohnen und Arbeiten verträglicher zu gestalten, Nachbarschaftszentren und Grünflächen weiter zu entwickeln sowie die vernetzte Arbeit fortzusetzen. 

An Projekten, die durch den „Aktionsraum plus“ auch finanziell gefördert wurden, erwähnte Boelter die „Elternlotsen“, durch die auch bildungsferne Eltern erreicht werden sollen, „Bewegungspicknicks“, die die Gesundheit und Bewegung von unter 3-jährigen fördern, und Familienzentren. In Moabit ist ein weiteres in der Rathenower Straße geplant. Hinzu kommen das „Sprachförderzentrum Mitte“, die „Elternakademie“ sowie die „Kiezmütter“, die aus den „MüfüMüs“, einem erfolgreichen QM-Projekt hervorgegangen sind. Nachdem bereits 2012 verschiedene Kulturveranstaltungen zum „Moabiter Kulturherbst“ (http://www.moabitwest.de/Moabiter-Kulturherbst-2012.4444.0.html) zusammengefasst wurden, sollen nach einem Workshop im Oktober 2012 Konzepte für Kulturtage 2013 und 2014 erarbeitet werden. 

Die Zukunft der Aktionsräume indes ist noch ungewiss. Sie werden ab 2014 wohl eine andere Form bekommen. Insbesondere die ressortübergreifenden Arbeitsgruppen werden fortgesetzt. Die Aktionsräume sollen im Gegensatz zu Förderräumen wie den QM-Gebieten aufgrund ihrer Größe Probleme angehen, die im Kleinen nicht so gut lösbar wären. Reinhard Fischer von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung möchte die gesamte Berliner Verwaltung dafür sensibilisieren, mehr zusammen zu arbeiten und sich gemeinsam um die „Problemzonen der Stadt“ zu kümmern: „Es gibt eine gesamtstädtische Verantwortung!“

Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag e.V. kritisierte die ihrer Ansicht nach unzureichende Ausstattung der Familienzentren: "nur eine 75-Prozent-Stelle statt der ursprünglich geplanten 2 Stellen." Felix Dörstelmann kündigte an, dass sich seine Kollegin und er nun um die Erstellung von „Bezirksregionenprofile“ kümmern bzw. das Bezirksamt Mitte bei der Erstellung unterstützen. Nach dem ersten Teil, einer Datenerhebung durch das Stadtplanungsamt, werden im zweiten Teil die Ziele formuliert. Das geschieht u.a. zusammen mit Fachämtern und Stadtteilkonferenzen. Ziel ist es, „dass alle Fachämter bezirklich denken.“

Details zum „Aktionsraum plus“, zu Projekten und Stadtteilkonferenzen finden Sie hier. http://www.berlin.de/ba-mitte/org/aktionsraum_plus_weddingmoabit.html

Unter „Termine und Sonstiges“ machte Annette Kraß auf die kommenden drei Vorstellungen des Moabiter Theaterspektakels aufmerksam. Hier finden Sie alle Termine: http://www.moabitwest.de/Moabiter-Theaterspektakel-am-25-8-in-der-Arminiusmarkthalle.4427.0.html

Beatrice Pfitzner wies auf die Eröffnung des Moabiter Stadtgartens am 24. September hin (http://www.moabitwest.de/Eroeffnung-des-Moabiter-Stadtgartens-am-24-September.4460.0.html), und Susanne Torka auf die anstehende Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des Kleinen Tiergartens (östlicher Teil): http://www.moabitwest.de/Am-25-9-Informationsveranstaltung-zum-oestlichen-Kleinen-Tiergarten-Ost.4464.0.html

Matthias Schnauss vom Moabiter Ratschlag kündigte den vorerst letzten und ungewöhnlichen „Sperrmüllmarkt“ am 29.9. im Moabiter Stadtgarten an. Hier mehr Details dazu: http://www.moabitwest.de/Sperrmuellmarkt-am-29-9-im-Stadtgarten.4442.0.html

Elke Fenster warb für den Tanztee am 30.9. „für alle Generationen“ im Nachbarschaftstreff und die rbb-Abendschau am 21.9., die der Frage nachging, ob „der Beusselkiez kippt“.

Bärbel Stadler-Leugering machte auf die Kneipentouren aufmerksam – hier alle Termine (http://www.moabitwest.de/Perlen-entdecken-Vier-Kneipentouren-durch-Moabit.4438.0.html). Außerdem betreut sie jetzt die Geschenkstation in der Waldstraße (http://www.moabitwest.de/Schenk-Station-in-der-Waldstrasse.4425.0.html), bei der man gern Geschenke vorbei bringen kann.

Im Erzählcafé des SOS-Kinderdorfs liest Beate Niemann am 21.9. aus ihrem Buch „Mein guter Vater“, Details hier: http://www.moabitwest.de/Veranstaltungen.4243.0.html 

Knut Pankrath wies auf die nächste Talkshow „Moabit trifft…“ hin, die am 21. Oktober im Café Moabit stattfindet.

 

Die zusammengefassten Ergebnisse und Inhalte der Stadtteilplena sind hier nachzulesen.

GB