Suche


Veranstaltungen

Freitag, 18. August 2017 , 19:00 Uhr

Speisekino Moabit #16 - Food & Footage

Sonntag, 27. August 2017 , 14:00 Uhr

ADFC-Radtour durch Mitte

Freitag, 01. September 2017 , 19:00 Uhr

Unterstützung für die Jugend-Verkehrsschule Moabit

Sonntag, 03. September 2017 , 11:00 Uhr

Gütermarkt am ZK/U

Donnerstag, 07. September 2017 , 14:00 Uhr

6. Moabiter Energietag

Freitag, 08. September 2017 , 18:00 Uhr

6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

Freitag, 08. September 2017 , 19:00 Uhr

Speisekino Moabit 2017 #19 / Food + Footage

Samstag, 09. September 2017

Lange Nacht der Chöre 2017

Dienstag, 12. September 2017 , 00:00 Uhr

6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

Donnerstag, 14. September 2017 , 00:00 Uhr

6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken

Stadtteilplenum im August

Die Tagesordnungspunkte des August-Plenums
Maren Dorner stellt ihr "Kinocafé für Senioren" vor...
...und die Plenumsgäste lauschen aufmerksam
Nach dem Film: MüfüMü-Projektleiterin Shiva Saber-Fattahy und Moderatorin Susanne Torka
Carola Fuchs, die neue Quartiersmanagerin
Matthias Schnauss von "Brauchbar"
...hier mit Elke Fenster, Chefin vom Moabiter Ratschlag
Nicola Boelter und Felix Dörstelmann vom Aktionsraum Plus

KinoCafé, MüfüMü, Brauchbar und alles über den „Aktionsraum Plus“ - Das Stadtteilplenum Moabit West am 16. August 2011

Fast alle Stühle waren besetzt: trotz herrlichen Sommerwetters fanden viele Frauen und Männer den Weg zum Stadtteilplenum im Nachbarschaftstreff "Stadtschloss Moabit", das unter der Regie von Moabiter Ratschlag und S.T.E.R.N. GmbH stattfand. Susanne Torka moderierte wieder bewährt gut, wobei sie bei der hitzigen Diskussion zum Schwerpunktthema „Aktionsraum Plus“ Mühe hatte, alle Redebeiträge zu begrenzen. Kein Wunder bei diesem Thema, aber mehr dazu weiter unten. 

Zunächst aber stellte Maren Dorner ihr Projekt „KinoCafé für Senioren“ vor. Die Vorführung von deutschen Filmen aus den 1950-er Jahren findet einmal im Monat an wechselnden Orten statt. Nach dem Film gibt es jeweils eine Diskussion, und am Ende können die Zuschauer aus drei Filmen denjenigen auswählen, der beim nächsten Mal gezeigt wird. Zu den ersten beiden Veranstaltungen im Markthallen-Lokal „Zunftwirtschaft“ kamen jeweils rund 30 Personen. Die meisten von ihnen sind um die 80 Jahre alt, angeboten wird ihnen auch ein Abholservice. Die Veranstaltung am 10.9. wird im „Sahara City“ in der Ottostraße stattfinden, das „KinoCafé“ im Oktober dann im Nachbarschaftstreff.

Wer es noch nicht mitbekommen hatte, erfuhr es hier von Quartiersmanagerin Beatrice Pfitzner: beim QM gab es einen Personalwechsel, die Aufgaben von Franka Plaschke übernahm Carola Fuchs. Die Diplom-Geographin Fuchs informierte das Plenum über die Anfang November anstehenden Quartiersratswahlen und darüber, dass das QM ab der kommenden Woche im Kiez mit Infoständen und an vielen anderen Orten darauf hinweisen wird. Mehr Informationen zur Wahl finden Sie hier.

Danach wurde der 15-minütige Film über das Stadtteilmütter-Projekt „Mütter für Mütter – Integration auf Augenhöhe“ gezeigt. Projektleiterin Shiva Saber-Fattahy vom Träger Diakoniegemeinschaft Bethania e. V. berichtete im Anschluss daran über den aktuellen Stand. Die „MüfüMüs“ bekommen viel Resonanz – kürzlich meldete sich eine bayerische Stadt, die das Konzept übernehmen möchte. Leider  läuft hier in Moabit aber die Projektfinanzierung nach 5 Jahren Förderhöchstdauer durch “Soziale Stadt“ zum Jahresende aus, so dass die Weiterführung der „Mütter für Mütter“ bislang ungeklärt ist.

Matthias Schnauss, Organisator der Moabiter Sperrmüllmärkte, sprach über das Projekt „Brauchbar“, das evaluiert wurde und bei dem in der Folge Veränderungen anstehen. Die sehr erfolgreichen Sperrmüllmärkte werden auf jeden Fall weiter stattfinden (der nächste am 17.9.), ebenso werden der Reparatur- und Secondhand-Einkaufsführer weiter erscheinen. Die Gebrauchtwarenbörse inklusive ihrer Internetseite soll „gerettet und wieder neu belebt“ werden. Der eigene Laden mit der Nähwerkstatt, in der u.a. die schönen Taschen aus Recycelmaterial entstanden, wird allerdings wegen mangelnder finanzieller Förderung aufgegeben. Das Projekt-Büro zieht um ins Nachbarschaftshaus. „Brauchbar wird in unser Haus integriert, um die Dinge zu verbinden,“ sagte Hausherrin Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag dazu. Die Nähwerkstatt soll ab September Übungsleiterinnen ausbilden, die wiederum an andere Interessierte ihr Wissen weitergeben werden. Zur Arbeit im Stadtschloss sagte Fenster, dass sich regelmäßige Termine gegenüber Kursangeboten bewährt hätten und dass ihrem Verein 5 Bürgerarbeiter genehmigt wurden, „das Jobcenter aber bislang leider noch niemanden geschickt“ hätte.

Das Schwerpunktthema „Aktionsraum Plus“ leiteten Nicola Boelter und Felix Dörstelmann von der Stiftung SPI, die für den Aktionsraum plus Wedding/Moabit zuständig sind, mit einem Vortrag ein. Dörstelmann begann damit, über das Gebiet von Wedding, Gesundbrunnen und Moabit als „eine Problemzone der Stadt“ zu referieren. „Wir wollen die QM-Erfahrungen in die Fläche tragen und Kooperationen fördern,“ sagte er. Um die verschiedenen existierenden „Förderkulissen“ wie Quartiersmanagementsgebiete, Aktive Stadtteilzentren und Sanierungsgebiete, die sich auch in Moabit teilweise überlagern, aber auch einige „weiße Flecken“ bzw. „Zwischenzonen“ lassen, besser zu koordinieren und zu vernetzen, sei das Konstrukt „Aktionsraum plus“ entstanden. Es sei das Ergebnis eines „Sozialmonitorings“, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beauftragt hatte, so Dörstelmann: „Wir wollen alles in die Blick nehmen, das große Ganze!“ Seine Kollegin Nicola Boelter wies auf die Maßnahmen zur Partizipation der Bürger in Form von „Stadtteilkonferenzen“ hin. Nach denen in Wedding und Gesundbrunnen steht am 19.8. eine unter dem Titel „Destination Moabit – eine Bildungsreise durch vier Handlungsfelder“ im Jugendfreizeithaus kubu an. Dort werden Stadträte in einer „Box“ den Moabiter Bürgern Rede und Antwort stehen, was per Video nach draußen zum Publikum übertragen wird. Die vier vom Senat gesetzte Handlungsfelder, die auf der „Stadtteilkonferenz“ bearbeitet werden sollen, sind:  Bildung & Ausbildung, Wirtschaft & Kultur, Quartiere & öffentlicher Raum sowie Vielfalt & Internationalität. Weitere Details zur Veranstaltung siehe hier.

In der anschließenden Diskussion kam mehrfach die Frage nach dem Sinn der „Aktionsräume Plus“ auf, als sich herausstellte, dass dieses Konstrukt selbst kaum Geld vergeben kann. „Der Aktionsraum Plus ist nicht noch ein weiteres Förderprogramm“, stellte Boelter klar. Zudem betonte sie, dass sie und ihr Kollege ihre Arbeit erst in diesem Jahr aufgenommen hätten und gerade dabei wären, „die vielen Projekte in den Kiezen zu entdecken.“ 

Volker Liepelt (CDU) fragte, ob die Stadtteilkonferenzen lediglich als „Selbsterfahrungsgruppe für das Bezirksamt“ veranstaltet würden. Felix Dörstelmann konterte damit, dass die Stadträte aus diesen Veranstaltungen viele Anregungen der Bürger in ihre tägliche Arbeit mitnehmen würden.

Die Frage von „Moabits inoffiziellem Bürgermeister“ Frank Wolf, warum zur Rettung des Arminiusstraßenfestes plötzlich 4.000 Euro aus dem Stadtumbau locker gemacht wurden, während sonst oft schwierige und lang andauernde Ausschreibungs- und Antragsverfahren üblich sind, konnte nicht beantwortet werden.

Ein Ziel der „Aktionsräume Plus“ sei es, so genannte „Best-Practise-Projekte“ aus einzelnen Kiezen  auf das ganze Gebiet auszudehnen, wie zum Beispiel bei dem Projekt „Elternlotsen“ und dem „Sprachförderzentrum Mitte“ geschehen. Unklar blieb allerdings, nach welchen Kriterien diese Projekte ausgewählt werden.

„Was bewirken die ‚Aktionsräume Plus’?“ - die Frage von Matthias Schnauss nach einer Evalierung der Ergebnisse wurde mit „nach dem Jahr 2012“ beantwortet. Das Institut für Regionalentwicklung und Struktruplanung (IRS) wird diese Auswertung durchführen.

Termine:

Am 25.8. wird es um 18.30 Uhr ein Treffen im Stadtschloss geben, bei dem die Wahlprüfsteine (siehe Mai-Plenum) für die Parteien, die sich am 18.9. zur Abgeordnetenhauswahl stellen, ausformuliert werden.

Am 22.8. trifft sich die Stadtteilvertretung im Rathaus. 

Das Turmstraßenfest findet vom 9. bis 11.9. statt, diesmal mit einer privat finanzierten Bühne an der Ecke Turmstraße/Waldstraße, deren Programm inklusive Beiträgen von Wintergartenvarieté und Artenschutztheater Frank Wolf organisiert.

Nicola Kluftinger wies auf das Herbstprogramm des Schulgartens hin. Am 3.9. wird dort „60 Jahre Gartenarbeit“ gefeiert.

Beatrice Pfitzner wies auf die durch den Quartiersfonds III geförderte Ausstellung „Im Land der Moabiter“ hin, die am 8.9. im Nachbarschaftshaus eröffnet wird sowie auf die für Teilnehmer kostenfreien Multiplikatorenschulungen zu Themen wie Säuglingsernährung und Schreikinder, die im Rahmen von „Moabit macht mobil“ durch den Verein BERLINbewegt organisiert und durch die TKK finanziert werden. Das komplette Programm finden Sie weiter unten als pdf. Anmeldung zu diesen Schulungen bitte bis 29.8. über Tel. 030-789 58 550 oder an info[at]berlinbewegt[.]de

Und schon mal zum Vormerken: Am 10.11. findet die Tagung „Bewegter Stadtteil“ im Poststadion statt, für die man sich bis 21.10. bei BERLINbewegt e. V. unter selbiger Mailadresse anmelden kann. Weiter unten finden Sie den Programm-Flyer zur Tagung.

Die zusammengefassten Ergebnisse und Inhalte der vergangenen Stadtteilplena sowie Termine sind hier nachzulesen.  

Text & Fotos: Gerald Backhaus