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Speisekino Moabit 2017 #19 / Food + Footage

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6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

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Stadtteilplenum im Februar 2011

Tobias Prey bei seinem Referat über die Gesundheitsziele von Mitte
Aufmerksame Plenumsbesucher


Barbara Kirchner vom "Quadratkilometer Bildung"
...und hier mit Moderatorin Susanne Torka



Angelika Monath sprach über die themenzentrierten Elternabende

Viel Neues, Ein Quadratkilometer Bildung, ungewöhnliche Elternabende und die Gesundheitsziele des Bezirkes Mitte

Das Stadtteilplenum Moabit West am 15. Februar 2010

Die Themen des Stadtteilplenum im Februar standen schon in ihrer Handschrift an der Tafel, als die Veranstaltung mit Aufregung begann, weil Moderatorin Susanne Torka verschollen schien und Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag und Beatrice Pfitzner (QM Moabit West) dachten, sie müssten für sie einspringen. Doch dann erschien die Vermisste, die einem Kraftwerksrundgang der Geschichtswerkstatt gerade noch rechtzeitig entkommen war, und leitet wie gewohnt das Plenum.

Unter "Aktuelles aus dem Kiez" wurden dieses Mal viele Mitteilungen gemacht: Am 17. Februar stimmt die BVV über den Bebauungsplan zum geplanten  Großmarkt Hamberger, der schon monatelang heftig die Anwohnergemüter erhitzte, ab.

Elke Fenster rief dazu auf, Ideen für das Jubiläum "150 Jahre Eingemeindung Moabits", das von Juni bis September begangen werden soll, zu sammeln. Ein Beitrag dazu wird die von Jutta Schauer-Oldenburg organisierte Ausstellung über das Moabiter Krankenhaus sein, zu der sie noch weitere Ausstellungsstücke sucht.

Zudem berichtete Elke Fenster, dass ihr Verein den pädagogisch betreuten Spielplatz im Ottopark am 1. Februar übernommen hat. Das dortige Spielhaus soll im April fertig gestellt sein. Im Mai wird es dann eine Einweihungsfeier geben. Derzeit gibt es schon ein Angebot für Kinder im Freien, an fünf Tagen in der Woche für jeweils drei Stunden stehen Erzieher bereit.

Rudolf Blais kritisierte, dass 250 Bäume im Ottopark nördlich der Spielanlagen - u.a. aus Sicherheitsgründen - gefällt werden sollen. Ein Baumgutachter soll die Lage demnächst vor Ort inspizieren. Katharina Hohmann vom Moabiter Ratschlag verwies auf die guten Planungsergebnisse beim Beteiligungsprojekt Ottopark. Sie werden bald auf der Internetseite des Moabiter Ratschlags und auch bei uns veröffentlicht.

Dagmar Lettner von der Diakoniegemeinschaft Bethania warb für das Café "Martha & Maria" in der Waldstraße, das dienstags bis freitags von 16 bis 22 Uhr geöffnet ist, für die familylab-Abende mit Volker Tepp und die Vorstellung des "MüfüMü"-Films am 21. Februar um 11 Uhr im Jugendhaus B8. Außerdem findet bei Bethania immer donnerstags aller zwei Wochen für die ganz Kleinen der Lesenachmittag "Geschichtenhamster" statt. Kontakt und weitere Informationen bekommen Sie unter www.diakoniegemeinschaft-bethania.de.

Wieviel Freude gemeinsames Singen machen kann, berichtete Ursula Bäsler, die vom erfolgreichen Singe-Treff im Nachbarschaftshaus schwärmte. Dieser findet immer am ersten Dienstag im Monat statt, beim ersten Mal erschienen 28 Leute zum "Singen einfacher Lieder". Den nächsten Termin finden Sie hier.

Im Anschluss gab es zwei Projektvorstellungen. "In Verantwortung denken, nicht in Zuständigkeiten", so lautet das Motto von "Ein Quadratkilometer Bildung". Darüber, wie man Bildungsarbeit am geschicktesten macht - in dem man "vom Kind aus denkt" - referierte Barbara Kirchner. Sie ist selbst Lehrerin und zudem Projektleiterin der Pädagogischen Werkstatt in der Emdener Straße. Da es um Kinder und Jugendliche von 0 bis 16 Jahren geht, ist die Vernetzung aller Akteure, die an der Bildungsarbeit beteiligt sind, wichtig - von der Kita bis zum Übergang von der Schule zur Berufsausbildung. Involviert werden neben den Kita-Erzieherinnen natürlich die Lehrer- und Erzieherteams der Schulen. Was eine Einrichtung an spannenden Angeboten aufweisen kann, wird mehr und mehr zum Erfolgskriterium. Nur so lässt sich die aktuelle "Bildungsflucht" von Moabit nach Charlottenburg und in andere Bezirke eindämmen. Das Projekt "Ein Quadratkilometer Bildung", das zuvor schon Neukölln "rockte", investiert in mehrere halbe Stellen von Fachkräften, die direkt in die Schulen und Kitas gehen, sowie in die Miete der pädagogischen Werkstatt. Insgesamt rund drei- bis viertausend Euro Projektmittel fließen in die beteiligten Einrichtungen: die Carl-Bolle-Schule als "Schlüssel-Grundschule" sowie die drei Kitas "Emdener Straße", "Huttenstraße" und "Schmetterling" und zukünftig auch die Hedwig-Dohm-Sekundarschule. Im Dezember 2010 veranstaltete das Projekt eine "Zukunftskonferenz" in der Carl-Bolle-Schule. Wir berichteten davon, hier erfahren Sie mehr Details zum Projekt: "Ein Quadratkilometer Bildung".

Von Themen wie "Respekt in der Familie" und "Wie kann ich mein Kind in der Schule wirksam unterstützen?" berichtete Angelika Monath vom Netzwerk Schulentwicklung Berlin-Brandenburg, das derzeit themenzentrierte Elternabende  an der Gotzkowskyschule durchführt. Bei diesen vergleichsweise ungewöhnlichen Elternabenden werden Szenen aus dem täglichen Familienleben von Impro-Spielern dargestellt. Die Eltern können Vorschläge machen, wie sich Situationen anders zutragen sollten und erleben dann ganz direkt und unmittelbar die Wirksamkeit ihrer Ideen. Der nächste Termin ist am 28. Februar. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. 

Schwerpunkt des Februar-Plenums war das Thema "Gesundheitsförderung in Mitte und Moabit". Zu den Gesundheitszielen informierte Tobias Prey vom Bezirksamt die Plenumsbesucher. Mitte hatte 2010 fünf Gesundheitsziele zum Schwerpunkt Kindergesundheit verabschiedet. Darunter wurden Strategien für die folgenden Handlungsfelder festgelegt: "Gesundes Aufwachsen der Kinder", "Zu Bewegung auffordern", "Gesundheitsfördernde ausgewogene Ernährung", "Sprachkompetenz fördern" und "Gewaltfreie und gesunde psychische Entwicklung". Diese Ziele zu verwirklichen, ist ein Schwerpunkt der kommunalen Bemühungen zur Gesundheitsförderung für die kommenden Jahre, so Tobias Prey. In drei Jahren soll bilanziert werden, ob die Ziele erreicht worden sind. Aus dem Plenum gab es Fragen nach der für viele Menschen zu hohen Praxisgebühr für eine ärztliche Behandlung und die "unerschwinglichen Preise" für biologische Nahrungsmittel. Prey antwortete, dass das dem Bezirksamt bei der Praxisgebühr die Hände gebunden seien, und dass er - bevor es überhaupt zum Thema Bio käme - zunächst gegen den gerade bei Kindern und Jugendlichen weit verbreiteten "Junk Food" vorgehen und ihnen eine ausgewogene Ernährung schmackhaft machen möchte. Um den von Quartiersrätin Jutta Schauer-Oldenburg monierten schlechten Gesundheitszustand vieler Moabiter Kinder, der einhergeht mit der wachsenden Armut im Kiez, werden u.a. über die Quartiersmanagements vermehrt lokale Projekte in den genannten Handlungsfeldern gestartet. Die komplette Präsentation, die Tobias Prey auf dem Plenum hielt, haben wir hier für Sie beigefügt.

Das Thema Gesundheit greift auch das SOS-Kinderdorf mit seinen "Gesunden Tagen" am 13. und 14. April auf, so Dagmar Becker vom SOS-Kinderdorf. Susanne Torka wies hin auf die Vorstellung der Pläne zur Gestaltung des Emmi-Spielplatzes am 21. Februar, und darauf, dass am 14. März im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Moabit-West die Vorstellung des Vorentwurfs für Ottopark und westlichen Kleinen Tiergarten stattfindet. Dort geht es also darum, welche Vorschläge der Bürger nun berücksichtigt werden. Zudem wird am 1. März um 19 Uhr im Gemeindesaal der ev. Kirchengemeinde (Ottostr. 16) das Verkehrskonzept für die Turm- und Huttenstraße vorgestellt. Am 1. März ist auch Bewerbungsschluss für den Quartiersfonds III. Darauf machte Beatrice Pfitzner (QM Moabit West) aufmerksam. Bis dahin können Sie sich also noch bewerben, mehr Information dazu hier. Am kommenden Mittwoch, 23. Februar, trifft sich die Spielhallen-AG um 18 Uhr im QM-Büro. Um das Thema Spielhallen wird es auch beim Stadtteilplenum am 19. April gehen. Das nächste Plenum am 15. März aber dreht sich vor allem um das Thema „Ältere Menschen in Moabit“. Mehr Information zur Tagesordnung beider Plena gibt es wieder rechtzeitig vorab hier auf unserer Seite.

Den Bericht zum vergangenen Plenum im Januar 2011 finden Sie hier.

Text und Fotos: Gerald Backhaus