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Stadtteilplenum Moabit West

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Stadtteilplenum im Januar 2011

West trifft Ost: Quartiersmanagerinnen Beatrice Pfitzner & Tina Hilbert
Besucher des Stadtteilplenums Moabit West
Birgit Funke (links) und Moderatorin Susanne Torka
Vorn die drei Damen vom Plenum: Hilbert, Torka und Pfitzner (von links)...
...und aufmerksame Herren im Publikum
Quartiersmanagerin Aischa Ahmed im Gespräch
Abstimmung für den Zeitungsnamen... And the winner is: "moabiter"

Projekte, Projekte, Projekte… Was 2011 alles auf die Beine gestellt wird in den beiden Quartiersmanagementgebieten Moabit West und Ost, darum ging es am Dienstag, 18. Januar 2011, im Nachbarschaftshaus in der Rostocker Straße.

Zuerst stellte aber Architektin Birgit Funke vom Träger BERLINbewegt e.V. die „Moabiter Bewegungslandschaft“ vor. Letztere ist Bestandteil des Gesundheitsförderungs-Projektes MOABIT MACHT MOBIL. Das Projekt wurde 2008 gemeinsam mit dem QM Moabit West und dem Bezirksamt Mitte initiiert. Ziel ist es, „niedrigschwellige Bewgungsanlässe“ zu schaffen, so Funke. Ihren Vortrag untermalte sie mit vielen Karten, auf denen es von der Analyse der „Spielplatzversorgung“ im Westteil Moabits (die unter dem Bundesdurchschnitt von einem Quadratmeter pro Einwohner liegt) bis hin zur gegenwärtigen Nutzung der Freiflächen ging. Zusammenfassend sagte sie, dass sowohl altersspezifische wie altersübergreifende Orte in Moabit gebraucht werden, dass ein spezieller Mädchenspielplatz wünschenswert wäre, und – von „sinnlich-naturnah“ bis „herausfordernd“ – dass bestehende Flächen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gestaltet werden. Zudem entwickelt ihr Verein drei Rundwege durch das QM-Gebiet und regt einen „bewegten Stadtflur“ bzw. eine „offen städtisch gestaltete“ Waldstraße an. Diese liegt zentral im Gebiet, bietet viel Platz, u.a. auch für Feste, und zeigt dringenden Sanierungsbedarf. 2011 soll u.a. der Spielplatz „Emmi“ zwischen Emdener- und Oldenburger Straße samt Sportfläche, Bolzplatz und „Rollmöglichkeiten“ für Skater neu gestaltet werden. 2012 steht die Fläche in der Zwinglistraße 6 auf dem Programm. Hier ist ein ruhigerer Treff für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren geplant, „Aktiveres soll auf dem Ottoplatz stattfinden,“ so Birgit Funke. Aus dem Plenum gab es Anregungen und Hinweise wie die, dass Schattenflächen im Sommer gerade für kleine Kinder wichtig seien, und dass auf Spielplätzen, z.B. wenn sich eine Familie mit mehreren Kindern den halben Tag dort aufhalten wolle, Bedarf an Wasseranschlüssen und Toiletten bestünde. Für letztere sei leider kein Geld da, entgegnete Funke. Sie schlug Patenschaften oder Kooperationen, z.B. mit nahe liegenden Cafés vor. Selbiges trifft zu auf den Vorschlag, Beete für Kinder einzurichten, damit sie sich mit säen und pflanzen beschäftigen können. „So etwas einzurichten, finde ich wünschenswert,“ sagte Funke, „aber das geht erst dann, wenn garantiert die Pflege übernommen wird, z.B. durch eine Kita.“

Über den Tellerrand geschaut: die Plenumsteilnehmer erfuhren dieses Mal nicht nur, was konkret ihren eigenen Kiez umtreibt, sondern auch, was in Moabits Osten passiert. Dazu trat ein Damenduo in Aktion: die Quartiersmangerinnen Tina Hilbert (Moabit Ost) und Beatrice Pfitzner (Moabit West). Beide erläuterten ihre Handlungsschwerpunkte und Vorhaben im Jahr 2011.

In Moabit West geht es 2011 vor allem darum – „Visionen Bildung und Erziehung“ – Schulkinder und deren Eltern durch attraktivere Angebote im Kiez zu halten, so Beatrice Pfitzner. Dazu soll schon Kontakt zu Vätern und Müttern von Kindern im Kindergartenalter aufgenommen werden. Maßnahmen in diesem Bereich sind neben dem Ausbau des bestehenden Bildungsnetzwerkes u.a. die für September geplante „Woche der Moabiter Schulen“, eine Konzeptentwicklung für Schulen durch den CJD sowie die Begleitung der Fusion von Wartburg- und Gotzkowskyschule durch ein gemeinsames Musical und ein Kunstprojekt. „Visionen Starke Nachbarschaft“, darunter versteht QM-Projektleiterin Beatrice Pfitzner vor allem eine Verbesserung des Images nach innen und außen, um mehr Identifikation der Bewohner mit ihrem Kiez zu schaffen. Dazu beitragen werden 2011 die „Moabiter Musiktage“, die „Lange Nacht des Buches“, das Stadtteilfest am 25. Juni, die „Offenen Ateliers“, die neue Stadtteilzeitung, die aller zwei Monate erscheinen wird, sowie die Aktionen zu „150 Jahre Eingemeindung Moabits“. Für die Ausstellung über das Moabiter Krankenhaus sucht Quartiersrätin Jutta Schauer-Oldenburg weiter nach interessantem Material, mehr dazu hier. „Beim Thema Gewerbe sind wir noch etwas schwach auf der Brust,“ gesteht Beatrice Pfitzner. Das soll sich aber ändern, „wir haben gerade das Projekt ‚Ausbildungschancen in Moabit’ gestartet.“

Tina Hilbert vom Quartiersmanagement Moabit Ost stellte die Arbeit ihres dreiköpfigen Frauenteams, das ein Vorort-Büro in der Wilsnacker Straße betreibt, vor. 15 mit Geld aus dem Quartiersfonds III geförderte Projekte laufen hier derzeit. Zudem wird der Spielplatz Lübecker Straße, ein QF-IV-Projekt, vom QM begleitet. Die Handlungsfelder ähneln denen von Moabit West. Im Bereich „Lokale Ökonomie“ wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um die Unternehmensstruktur zu erfassen und im Quartier ansässige Unternehmen gezielt anzusprechen. Im Bereich Bildung - drei Schulen liegen im Gebiet - läuft ein Beratungsprojekt, und ganz besonders im Fokus liegt in Moabit Ost die Gesundheit. In diesem Bereich gibt mehrere geförderte Angebote für Eltern und Kinder. Engagierte Mädchen und Jungen treffen sich in der „Kinder- und Jugendjury“, die über Projekte entscheidet. Da gibt es z.B. Schul-Workshops der Basketballer vom ASV. Auch in Moabit Ost wird es demnächst eine Stadtteilzeitung geben. Diese wird in bestimmten Fragen sicher mit der von Moabit West kooperieren. Kooperieren möchten auch die beiden QM-Teams in Zukunft mehr, nicht nur untereinander, sondern auch mit dem „Aktiven Zentrum Turmstraße“ und dem Programm „Stadtumbau West“. Mehr zum QM Moabit Ost und seinen Projekten erfahren Sie aufhttp://www.moabitost.de/

Moderatorin Susanne Torka teilte mit, dass es im Februarplenum um Gesundheitsförderung gehen soll und rief dazu auf, neue Themen für kommende Plena beizusteuern. Eine Anwohnerin der Huttenstraße wünschte sich Verkehrsberuhigung, weiter im Rennen sind wilde Müllkippen, Familien-Bildungsarbeit und der Dauerbrenner Spielhallen. Daran speziell Interessierte wenden sich bitte an die Spielhallen-AG.

Aischa Ahmed erinnerte an den QF III, für Projekte im Jahr 2012 müssen die Anträge bis zum 1. März beim QM eingehen. Celal Altun kündigte das Stadtteilfest am 25. Juni an und hofft auf rege Beteiligung von Bewohnern und Gewerbetreibenden. Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag präsentierte die neue Broschüre ihres Verein, und Dr. Nora Gaydukova bewarb ihr durch den QFI gefördertes Projekt „Moabiter Dichter“, das unter anderem aus einer bilingualen Schreibwerkstatt besteht und das Buch „Schloss Moabit“ vorbereitet. Am 21. Februar 2011 um 18 Uhr findet ein Literaturabend unter dem Tucholsky-Motto „Gott erhalte uns die Freundschaft“ im Integrations- und Kulturzentrum „Bnej Or“ in der Passauer Straße 4, 10789 Berlin statt. Aufgrund weniger Plätze bittet Gaydukova um Anmeldung per Telefon (030) 39883654 oder eMail: noragaiduk[at]web[.]de .

Zum Schluss stimmten die Plenumsteilnehmer über den Namen der neuen Stadtteilzeitung ab, die ab März aller zwei Monate erscheinen wird: „moabiter“ machte das Rennen. Nach Intervention der Steuerungsrunde des QMs muss jedoch aus Gendergründen auf den zweitplatzierten Namen ausgewichen werden: "Moabiter Inselpost" wird die Zeitung folglich heißen.

Das nächste Plenum findet statt am 15. Februar 2011 statt.

Den Bericht zum Plenum im November 2010 finden Sie hier.

 

Text und Fotos: Gerald Backhaus