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Stadtteilplenum im Juni 2011

Raminta Kurklietyte warb für ihre "Volksküche"...
...Wolfgang Mau für das Neue Hansa Theater...
...Ahmed Shah für "Festiwalla"...
...und Sabina Hamm für ihre Lern- und Spielgruppe, mit der unter anderem...
...dieses Kunstwerk gestaltet wurde
Moderatorin Susanne Torka gab u.a. die Wahlprüfsteine bekannt
Landschaftsplaner Udo Dagenbach referierte zum Stadtgarten
Wolfgang Henselmann (Stadtplanungsamt) und Thomas Dacke (ProStadt GmbH) berichteten das Neueste vom Hamberger-Bauprojekt

Was geht in Moabit? Das Neueste von Hansa Theater, JugendtheaterBüro, Stadtgarten und Hamberger-Bau auf dem Stadtteilplenum im Juni 2011 

 

Das Juni-Plenum, dass wieder in bewährter Form von Susanne Torka moderiert wurde, hatte den aktuellen Stand beim Bau des Moabiter Stadtgartens sowie das benachbarte Bauprojekt Gastronomiegroßmarkt Hamberger zum Schwerpunkt. Doch zunächst wurden mehrere Projekte vorgestellt. 

„Wir haben Mut zu beginnen,“ sagte Wolfgang Mau, der Mann, der für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beim Neuen Hansa Theater verantwortlich ist. Er berichtete über den aktuellen Stand bei der Reaktivierung des Projekts. Im Zentrum sollen die Theaterinszenierungen stehen, die erste ist für Oktober geplant. Das Theater will eng zusammenarbeiten mit dem Kiez (eine Probenstätte für das JugendtheaterBüro ist geplant). Es soll eine Kinder- und Jugendabteilung geben, eine Filmabteilung, Marketing und Projektentwicklung sowie Gastronomie. Letztere ist in Form eines Tages- und Literaturcafés im Foyer angedacht, soll eigenständig wirtschaften, aber Gewinne an das Theater abführen. Öffentliche Gelder bekommt das Theater nicht, dafür aber eine Spende von 50 000 Euro von der Friede-Springer-Stiftung sowie 100 000 Euro von Horst Ruprecht. Außerdem war Wolfgang Mau für die Fernsehaktion der rbb-Sendung „zibb“ Ende August/Anfang September, für die noch mitwirkende Helfer gesucht werden. Den Aufruf mit Kontaktmöglichkeiten sowie das Konzept des neuen Hansa Theaters finden Sie hier. 

Ahmed Shah, der kreative Leiter des JugendtheaterBüros (JTB), stellt das für Oktober geplante Festival „Festiwalla“ vor, das im Haus der Kulturen der Welt (HKW) an drei Tagen stattfinden wird. Wir hatten schon an anderer Stelle darüber berichtet - wie z.B. hier. Für dieses große Projekt, das die jungen Leute vom JTB nicht allein stemmen können, werden noch viele Helfer gesucht, u.a. für die Betreuung des Festival-Campus in der Wiclefstraße und für die Parade von Moabit zum HKW. Interessierte können zum Vorbereitungstreffen am 27. Juni um 12 Uhr ins QM-Büro in die Rostocker Straße 3 kommen, oder sich direkt an das JugendtheaterBüro wenden. Kontakt: Tel. 488 15 220/1, www.jugendtheaterbuero.de In der neuen „moabiter INSELPOST“, die am 25. Juni erscheint, finden Sie ein ausführliches Interview mit Ahmed Shah und zu „Festiwalla“. 

Ihre Lern- und Spielgruppe stellte Sabina Hamm vor. „Die hat sich inzwischen in Richtung Sprachlerngruppe entwickelt.“ Insgesamt betreut sie drei Gruppen mit insgesamt 21 Kindern im Vorschulalter. Mittels interaktiver Methoden, Musik und Bewegung setzt sie ihre Ziele um. Diese sind neben dem Spracherwerb die Stärkung von sozialen, aber auch von motorischen Kompetenzen. Dazu kooperiert Sabina Hamm mit der Kita Sprachwelt und nutzt die Räumlichkeiten des Stadtschlosses und des Nachbarschaftshauses, z.B. die Bibliothek und die Töpferwerkstatt. 3 Euro kostet eine Stunde Betreuung, 1,50 Euro ermäßigt. Bei zwei Nachmittagen pro Woche käme man auf 48 Euro pro Monat – „zu viel für viele Eltern, aber weniger Zeit ist sinnlos.“ Daher sucht sie Finanzierungsmöglichkeiten für ihre bislang ehrenamtliche Arbeit.

Die aus Litauen stammende und in Moabit lebende Musikerin Raminta Kurklietyte regte eine „Volksküche“ an. In den Räumen des Nachbarschaftshauses, in denen auch das Plenum tagt, möchte sie zum Auftakt mit ihrem Bruder Vytautas litauisch kochen und dazu Musik aus ihrer Heimat präsentieren. Danach sind Sie gefragt! Wer möchte Kulinarisches und Musikalisches aus seinem Herkunfts- oder einem anderen Land vorstellen? Ganz besonders freuen sich Raminta und Vytautas auf deutsche Küche und deutsches Liedgut. Wer mag und zuvor genaueres wissen möchte, der meldet sich bitte bei dem litauischen Geschwisterpaar – Kontakt hier. Am 27. Juni soll es um 18 Uhr ein Treffen im Nachbarschaftshaus geben.

Bevor es zur Diskussion um den Moabiter Stadtgarten und den Gastronomiegroßmarkt Hamberger kam, stellte Mandy Adam vom Stadtplanungsamt Mitte die Pläne für den Stadtgarten vor. Was sind die aktuellen Entwicklungen? Landschaftsplaner Udo Dagenbach vom Büro Glaßer & Dagenbach ging ins Detail und erläuterte den Baufortschritt. Momentan werden die Grundlagen für die Neubepflanzung im Herbst geschaffen. Für den 4 000 Quadratmeter großen „Bürgergarten“, der ein Teil des Stadtgartens sein wird, können sich alle Interessierten, die selbst ein Stück Land bewirtschaften möchten, beim Verein BürSte e.V. melden. BürSte wird die „Oberhoheit“ über diesen „Bürgergarten“ haben und alle Hobbygärtner koordinieren. Kontakt: www.stephankiez.de Bei einem Plenum im Herbst wird BürSte e. V. das Projekt detaillierter vorstellen.

Hinter dem ehemaligen Güterbahnhofsgebäude, das durch den Verein KunstRepublik zu einem kreativen Zentrum in Moabit gestaltet wird, befindet sich ein Gelände, das zur Straße und Lärmschutzmauer hin ansteigt. Dieses Gebiet wird zu einer Obstwiese. Neben dem Gebäude entsteht ein Spielplatz. Ein behindertengerechter Zugang zur Anlage ist selbstverständlich. Zur Bewässerung ist ein tiefer Brunnen geplant, und die Grundwasserverschmutzung auf dem Gelände wird weiter bearbeitet. Udo Dagenbach verteidigte die umstrittene Fällung der Straßenpappeln und begründete das vor allem mit finanziellen Argumenten: Wären die Bäume jetzt erhalten worden, wäre womöglich in ein paar Jahren, wenn unbedingt nachgepflanzt werden müsse, kein Geld da für neue Bäume. So gibt es jetzt jede Menge neue Bäume, Sträucher und Stauden. Allein in diesem Jahr sollen rund 1,2 Mio. Euro im Stadtgarten verbaut werden, bis jetzt sind es 300 000 Euro. Wer wissen möchte, wie der Stadtgarten aussehen soll - die Präsentation von Udo Dagenbach wird diesem Bericht demnächst weiter unten angefügt.

Zum Großmarkt Hamberger sprachen Wolfgang Henselmann vom Stadtplanungsamt sowie Dipl.-Ing. Thomas Dacke von dem mit Hamberger betrauten Planungsbüro ProStadt GmbH. Bekannt gegeben wurde, dass mit einer Baugenehmigung zum 30. Juni zu rechnen ist. Trifft diese ein, kann sofort mit der Ausschreibung der Bauarbeiten begonnen werden. Diese werden voraussichtlich ein Jahr andauern. Die Anlieferung an den Gastromarkt wird zunächst für 3 bis 6 Monate über die Siemensstraße erfolgen.

Thema in der recht kurzen Diskussion nach der Vorstellung des aktuellen Standes war vor allem die Boden- und Wasserverunreinigung im Stadtgarten- und Hamberger-Gelände. Mandy Adam sprach davon, dass die Grundwassersanierung bis Ende 2012/Anfang 2013 abgeschlossen sein soll. Bis dahin müssen beide Geländeteile mit Wassermessstellen leben. Ähnlich ist es um die Sanierung des kontaminierten Bodens bestellt. Die in der Altlastenuntersuchung von 2006 festgestellten Verunreinigungen werden entsorgt. Regenwasser darf  z.B. nur dort versickern, wo der Boden zuvor ausgetauscht wurde, so Thomas Dacke. Dem Bezirksamt gehört im Moment zwar die gesamte Fläche, aber es bestehen Überfahrrechte von Nachbarn. Es gibt dazu aber viel versprechende Verhandlungen mit den Betroffenen, so Adam. Quartiersrat Norbert Onken fragte nach der gegenüber von Hamberger liegenden Bebauung. Wird sie zum Wohngebiet erklärt, damit dort weitere Spielhallen verhindert werden können? Laut Stadtplaner Wolfgang Henselmann ist das nicht so: es bleibt ein Mischgebiet, aber man kann bestimmte Nutzungen wie Spielotheken dort ausschließen.

Zum Schluss wurden die Ergebnisse des letzten Stadtteilplenums vorgestellt.  Diese "Wahlprüfsteine" finden Sie in dem Dokument weiter unten. Wer sie weiter spezifizieren und bearbeiten möchte, melde sich bitte im QM-Büro bei Beatrice Pfitzner, um eine AG zu gründen. Tel: 39907195, E-Mail: pfitzner[at]Stern-Berlin[.]de

Termine gibt es in naher Zukunft viele. Die meisten finden Sie an anderer Stelle auf www.moabitwest.de – unter „Aktuell“ und im Veranstaltungskalender rechts. Um nur einige zu erwähnen: Kiezfest am 25. Juni in der Gotzkowskystraße, Stadtteilkonferenz am 19. August von 15- 20 Uhr im kubu und am 3. September eine Demo von „Stadtvernetzt“ gegen steigende Mieten in Berlin. 

Die zusammengefassten Ergebnisse und Inhalte der vergangenen Stadtteilplena sind hier nachzulesen. 

Sie sind herzlich eingeladen zum nächsten Stadtteilplenum am 16. August - kommen Sie, informieren Sie sich, diskutieren Sie mit. 

Text & Fotos: Gerald Backhaus