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Mittwoch, 16.06.2010

Stadtteilplenum im Juni

Martin Rossi, Zunft AG, verkündete den neuesten Stand der Arminius-Markthalle
Tagesordnung und Themensammlung für zukünftige Plena
...kurz vorm Plenum: der Imbiss im Nachbarschaftshaus ist sehr zu empfehlen.
Viele interessante Infos gab es von einem Mitglied der Stadtteilvertretung Turmstraße, AG GRÜN

Gewerbe und Wirtschaft in Moabit: vom Ladenfrühling über die Arminius-Markthalle bis zum Aktiven Zentrum Turmstraße

Das Stadtteilplenum Moabit West am 15. Juni 2010

Trepp auf, Trepp ab durchs Rathaus gehen, um von der Turmstraße zur Arminius-Markthalle zu gelangen - diese Lösung wird es mit Sicherheit nicht geben. Gegen eine solche Öffnung der traditionellen Markthalle hin zur Hauptstraße Moabits sprechen die baulichen Gegebenheiten am Rathaus und der Denkmalschutz. Die Markthalle, die in diesem Jahr mit neuem Schwung revitalisiert werden soll, und das "Aktive Zentrum Turmstraße" standen im Mittelpunkt des Stadtteilplenums im Juni, das Susanne Torka vom Moabiter Ratschlag wieder gekonnt moderierte. 

Blumenkübel und Dekorationsberatung in der Gotzkowskystraße

Zuerst stellte Katy Waldbach von der Agentur Stadtmuster zwei QM-geförderte Projekte vor. Beide, "Moabiter Ladenfrühling" und "Standortmarketing", dienen zur Aufwertung und für einen Imagegewinn des Quartiers als Wohn- und Gewerbestandort. Das soll im Fall des "Ladenfrühlings" vor allem durch die Aktivierung von Geschäftsinhabern passieren. 18 interessierte Läden in der Gotzkowskystraße, die sich - wie der Waschsalon und ein neuer Gemüseladen zeigen - langsam verändert, lassen sich von der Agentur beraten. Sie bekommen Blumenkübel, die sie vor ihr Geschäft stellen können samt Erde und Saatgut. Außerdem werden sie bei ihrer Schaufensterdekoration beraten, und es gibt Workshop-Offerten. Diese sind natürlich auch offen für Händler aus anderen Moabiter Straßen. Daher hier der Aufruf an alle Interessierte, mit den Organisatoren in Kontakt zu treten, am besten über www.stadtmuster.de.  Zudem gibt es einen Wettbewerb, bei dem das "schönste Schaufenster" im nächsten Winter gekürt werden. 

"Moabit - Ort für Dein Unternehmen"

Das Projekt "Standortmarketing" beinhaltet die Erfassung von rund 80 leerstehenden Läden, die Analyse des Moabiter Immobilienmarktes, die Kontaktaufnahme mit Eigentümern sowie eine Gewerberaumbörse im Internet. Eine Zwischenbilanz zeigt leider, dass es kaum reale Veränderungen gibt, lediglich zwei der erfassten Läden wurden neu vermietet. Gründe seien einerseits die vergleichsweise hohen Mieten (ca. 7 Euro pro qm kalt), was Interessierte zum Beispiel ins (noch) billigere Neukölln treibe, andererseits die mangelnde Kooperationsbereitschaft vieler Hausbesitzer. Diese würden, so Katy Waldbach, oftmals argumentierten: "Der Laden soll doch bitte leer bleiben!" Bei potenziellen Mietern dagegen sei Moabit als Gewerbestandort "noch nicht in den Köpfen angekommen". Verbessert werden soll diese schwierige Lage durch eine „Haltungskampagne“, um das Image Moabits zu verbessern und stärker auf  den Standort zu fokussieren. Das geschieht u.a. mit Plakaten an Litfaßsäulen, durch Postkartenaktion sowie mit Guerillaaktionen, durch die Ortsschilder mit Slogans wie "Moabit - Ort für Querdenker" platziert werden sollen.

Herr Rossi und das Markthallen-Glück

 Martin Rossi von der Zunft AG, der 1988 nach Berlin kam, damals in der Bredowstraße wohnte und sich in die Arminius-Markthalle verliebte, sprach über die Zukunft der Halle. So also ist der aktuelle Stand: Der Umbau wird zum Großteil mit Mitteln des Investors erfolgen, gerade hätte die Hausbank der Zunft AG grünes Licht gegeben und die Verträge stünden vor der Unterzeichnung, so Rossi. Öffentliche Förderung gibt es für das Projekt  - außer Brüsseler GRW-Mitteln, die beantragt wurden - keine. Im August und September wird die Zunft AG, die ihren Sitz bald nach Berlin verlegen will, die Halle unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes umbauen. Das bedeutet vor allem, dass bei der Neugestaltung die bestehende Trägerstruktur aufgegriffen wird und der Fußboden erhalten bleibt. Geplant ist neben der Reinigung des Bodens der Abriss der alten Stände. Die neuen individuell gestalteten Stände sollen am Abend durch Glaskuben geschützt werden. Dadurch können auch abendliche Flaneure sehen, was es tagsüber dort zu kaufen gibt. Die Nahversorgung mit Lebensmitteln samt alteingesessenem Gewerbe soll bleiben. Zu den Knackpunkten zählt, dass der Norma-Markt wegen eines langfristigen Mietvertrages in der Halle bleiben wird. Schlecker dagegen soll raus, was aber noch nicht passiert ist. 

Ein Viertele Wein für 2,70 Euro

Essen und Trinken, dabei vor allem die Präsentation von Weinen verschiedener Weingüter, sollen Hauptaspekte der revitalisierten Markthalle sein. Natürlich traten im Plenum Fragen auf, ob das Preisgefüge niedrig bleibt, und wie die Angebote generell vermarktet werden sollen? Auf die Frage, ob teurer Wein nicht an  der hiesigen Publikumsstruktur vorbeigeht, antwortete Martin Rossi, dass auch "Viertele für 2,70 Euro" geplant seien. Als Zielgruppe der neuen Markthalle nannte er neben den Anwohnern, die hier nach wie vor ihre sehr preisgünstigen Brötchen bekommen werden, ganz besonders die Moabit-Zuzügler und -Besucher im Alter von Mitte 30. Diese sollen auch durch kulturelle Angebote wie Musikveranstaltungen und Länderpräsentationen angelockt werden. Rossi beruhigte die Gemüter: "Die Imbissbude der legendären 'Drei Damen vom Grill' bleibt!" Für die Baumaßnahmen wird die Halle für kurze Zeit geschlossen, da  ja Stände abgerissen werden, was viel Dreck verursacht. Den genauen Zeitraum dafür wird die Zunft AG bekanntgeben, so bald er feststeht. Die betroffenen Händler erhalten als Ausgleich für entgangene Umsätze zwei Monate Mietfreiheit.

Zu einem attraktiven identitätsstiftenden Zentrum Moabits...

...soll die nach den Kaufhaus-Schließungen gebeutelte Turmstraße (wieder) werden. Das soll u.a. geschehen "durch die Stärkung der Zentrumsfunktion und durch Qualifizierung und Stärkung der gewerblichen Struktur sowie die Aufwertung des Kleinen Tiergartens, Moabits zentralem Grünbereich." Gisbert Preuß von der KoSP GmbH (Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement), Prozesssteuerer des Fördergebietes "Aktives Zentrum Turmstraße", berichtete über die geplante Gestaltung des Gebietes rund um Turm- und Huttenstraße in den nächsten acht Jahren. Auf der Agenda seien zum Beispiel die Markierung von Radstreifen auf der Turmstraße und die "bauliche Ertüchtigung" von Heilandskirche und dem Gebäudekomplex Turmstraße 75, in dem u.a. die Volkshochschule und der Kunstverein Tiergarten ihren Sitz haben. Entscheidend sei, ob das Quartier rund um die Turmstraße im Herbst zum Sanierungsgebiet erklärt würde, denn dann stünden erheblich mehr Gelder zur Verfügung. In diesem Fall soll eine Stadtteilzeitung, die kostenlos an alle Haushalte verteilt wird, über die Geschehnisse im Sanierungsgebiet informieren. Die Möglichkeit, eine Straßenbahnlinie durch die Turmstraße zu führen, ist in der Pipeline. Dazu hat Berlin eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben, deren Ergebnis in zwei Jahren erwartet wird. Die Ergebnisse eines Wettbewerbs zur landschaftlichen Gestaltung des Kleinen Tiergartens werden am 5. Juli ab 17 Uhr in der Heilandskirche präsentiert. Eine Jury entscheidet am Tag darauf darüber, wer das Rennen macht. Bereits am 19. Juni besteht die Möglichkeit, sich auf einer Veranstaltung der Stadtteilvertetung Turmstraße, AG GRÜN,  im Kleinen Tiergarten über die Pläne zu informieren.

BVV zu Spielhallen, Auswertung des Weihnachtsmarkt...weitere Termine

Jutta Schauer-Oldenburgs berichtete zum Spielhallen-Boom in Moabit. Das Thema wird in der kommenden BVV am 17. Juni in einer aktuellen Stunde um 17.30 Uhr  behandelt. Am 20. Juni um 18 Uhr musizieren verschiedene Künstler in der Reformationskirche zum Johannis-Evangelium. Am 26. Juni trifft sich die mitte 21 Werkstatt von 11 bis 14 Uhr bei StadtRand in der Perleberger Straße 44. Und am 1. Juli um 18 Uhr wird der Weihnachtsmarkt 2009 im Rathaussaal des Rathauses Tiergarten ausgewertet. Zuvor, am 29. Juni um 19 Uhr, treffen sich - auch im Rathaus -  verschiedene Arbeitsgruppen der Stadtteilvertretung Turmstraße. Interessierte sind dazu herzlich willkommen.

August-Plenum im Jugendtheater

Um was genau es beim nächsten Stadtteilplenum am 17. August geht, ist im Moment noch offen. Fest steht aber bereits, dass das Plenum der Einladung der Jugendtheaterwerkstatt folgen wird und in deren Räumen tagen wird. Das klingt nach schauspielerischen Darbietungen, auf die wir alle gespannt sein können. Mehr Information zur Tagesordnung gibt es wieder vorab hier auf unserer Seite. Bis dahin wünschen wir Ihnen allen wunderbare Sommertage.

 

Text und Fotos: Gerald Backhaus (in Kooperation mit Kerstin Heinze/Moabit Ost)