Suche


Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Feiert mit uns 10 Jahre ZID!

Donnerstag, 26. Oktober 2017 , 19:00 Uhr

OPENHAUS 26/10/2017

Mittwoch, 01. November 2017

Feiert mit uns 10 Jahre ZID!

Mittwoch, 08. November 2017

Feiert mit uns 10 Jahre ZID!

Mittwoch, 15. November 2017

Feiert mit uns 10 Jahre ZID!

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken

Über das Stadtteilplenum am 17. September 2013

Diana Henniges organisiert die Spendenaktion zugunsten der aus Syrien in Moabit eintreffenden Flüchtlinge
Moderatorin Susanne Torka
Elke Fenster sammelt Ideen für die Kurt-Tucholsky-Bibliothek
Alexander Kujus erklärt die Aktivitäten in der Waldstraße
Jörg Nothacker vom Miomaxito e. V. zum "Tag des Handwerks"
Aischa Ahmed (rechts) über Ideenwerkstatt und Kandidatensuche für die Quartiersratswahlen

Wie geht es weiter mit der Kurt-Tucholsky-Bibliothek? Das war das Schwerpunktthema beim Stadtteilplenum am 17. September 2013 im Nachbarschaftstreff in der Rostocker Straße 32, zu dem der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH als Beauftragte für das Quartiersmanagement Moabit eingeladen hatten. Susanne Torka moderierte wie gewohnt.

Zuerst ging es um die Waldstraßeninitiative 2013. Alexander Kujus und Ullrich Biskup zeigten eine Powerpoint-Präsentation zu den Aktionen, die sie in Zusammenarbeit mit der Diakoniegemeinschaft Bethania, dem Café Martha und Maria und dem Klubmobil und mit vielen Anwohnern und Helfern in der Waldstraße durchführten und in Zukunft durchführen werden. Die Waldstraße wurde vor rund 20 Jahren saniert, damals wurden u.a. die „Moabiter Kissen“ zur Verkehrsberuhigung gebaut. „Der Platz sieht fürchterlich aus,“ sagte Alexander Kujus mit Blick auf die ungepflegten und vermüllten Grünanlagen, den kaputten Brunnen und Frostschäden an den Pflastersteinen. Deshalb soll es in mehreren Einzelmaßnahmen darum gehen, notwendige Reparaturen und Aufräumarbeiten durchzuführen. Ganz wichtig dazu ist die Motivation der Anwohner und Gewerbetreibenden in der Waldstraße, die bei der Aktion am 17. August gut geklappt hat. Das illustrierte ein von Franziska Wilbrandt gestalteter Film über diesen Tag sehr gut. Kujus, Biskup und ihre Mitstreiter wollen in Zukunft noch weitergehen und z.B. Fahrradstellplätze und auch Kunstwerke in der Waldstraße aufstellen. Angedacht sind 2 bis 3 Meter hohe Stelen, die an Totempfähle erinnern. Zudem soll es monatliche Straßenfeste geben. Aus dem Plenum gab es die Anregung nach mehr Beutelspendern für Hundekot, was das Problem aufdeckte, dass es zuwenig Beutel in den bereits vorhandenen Spendern gibt und der Nachschub stockt. Mehr Informationen finden Sie hier: www.waldstraße-moabit.de

Jörg Nothacker vom Verein Miomaxito e. V. stellte die Aktion „Tag des Handwerks“ vor, die am 20. und 21.9. in Moabit stattfindet. Moderne Friseure, fachkundige Tischler und Glaser, Maler, die Raumkonzepte entwerfen, Orthopädiemechanikerinnen auf höchstem Niveau und Elektroniker, die Motoren so umbauen, dass sie weltweit gefragt sind – das Handwerk in Moabit hat viel zu bieten. Um auf die Vielfalt im Stadtteil aufmerksam zu machen, veranstaltet Miomaxito e.V. im Auftrag des Quartiersmanagements Moabit West 2013 zum zweiten Mal den Tag des Handwerks in Kooperation mit der Handwerkskammer Berlin. Während sich 2012 sieben Betriebe in Moabit an der Aktion beteiligten, sind es 13 in diesem Jahr. Neu ist dieses Mal, dass 9. und 10. Klassen der Heinrich-von-Stephan-Schule am Freitag Führungen durch die Betriebe, von denen einige auch ausbilden, machen werden. Genaue Informationen zu den beteiligten Firmen finden Sie hier: http://www.moabitwest.de/Tage-des-Handwerks-am-20-und-21-September-2013.4945.0.html

Aischa Ahmed vom Quartiersmanagement Moabit West rief dazu auf, nicht nur am 22. September bei der Bundestagswahl wählen zu gehen, sondern sich auch im November bei der Wahl zum neuen Quartiersrat und der neuen Aktionsfondsjury von Moabit West zu beteiligen. Als Kandidatin oder Kandidat können sich alle aufstellen lassen, die über 16 Jahre alt sind und in Moabit wohnen oder arbeiten.

Alle Daten im Überblick:

22. Oktober: Informationsveranstaltung zur Quartiersratswahl im Nachbarschaftstreff
1. November : Bewerbungsschluss für die Kandidaten (Quartiersrat und Aktionsfondsjury)
1. November: Ideenwerkstatt von 15 bis 19.30 Uhr im Nachbarschaftstreff
19. November: Alle Kandidaten stellen sich im Stadtteilplenum vor

Wahltage und Orte:

Dienstag, 19.11.2013, nach dem Stadtteilplenum im Nachbarschaftstreff
Donnerstag, 21.11.2013, von 10 bis 20 Uhr im Vor-Ort-Büro des Quartiersmanagements, Rostocker Straße 3
Freitag, 22.11.2013, von 9 bis 16 Uhr im SOS-Kinderdorf (voraussichtlich)

Jeden Mittwoch Spezialsprechstunde im QM zur Quartiersrats- und Aktionsfondsjurywahl!

Kontakt und weitere Informationen: E-Mail: qm-moabit[at]stern-berlin[.]de Tel: (030) 39 90 71 95

Diana Henniges, die ehrenamtlich Flohmärkte organisiert, stellte ihre Spendenaktion zugunsten der aus Syrien in Moabit eintreffenden Flüchtlinge vor. Sie lädt ein zum "Runden Tisch" für alle freiwilligen Helfer, Ideengeber und Interessierte der Spendenaktion am Donnerstag, 19.9.2013, um 14.45 Uhr im Coffee Break, Alt-Moabit / Ecke Jagowstraße. Ziel ist die Vernetzung und Koordinierung aller Helfer und Spenden. Hier finden Sie mehr dazu. Kontakt zu Diana Henniges und die aktuellsten Infos finden Sie auf dieser Facebookseite: http://www.facebook.com/events/242925739189833/

„Ihre Ideen und Anregungen für die Weiterentwicklung der Kurt-Tucholsky-Bibliothek (KTB) in der Rostocker Straße 32 sind gefragt,“ begann Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag e.V. Doch zunächst schilderte sie die Ausgangslage der Kiezbibliothek, die sich im ersten Stock des Nachbarschaftstreffs befindet. Die Bibliothek war ursprünglich im gesamten Gebäude untergebracht. Sie sollte 2002 aus Kostengründen komplett geschlossen werden, doch da sprang der Moabiter Ratschlag e. V. in die Bresche und sorgte dafür, dass zumindest eine kleine Stadtteilbibliothek erhalten bleiben konnte. Er führt sie seither als Träger in Kooperation mit dem Bezirksamt Mitte. Durch den vom Senat auferlegten Personalabbau mussten die Öffnungszeiten im März 2013 auf zwei Tage reduziert werden. Seit August ist wieder an vier Wochentagen, und zwar montags bis donnerstags von 13 bis 18 Uhr, geöffnet. Das geht nur dadurch, dass Mitarbeiter des Nachbarschaftshauses jetzt an zwei Tagen in der Woche (Dienstag und Mittwoch) dafür sorgen, dass die Bibliothek öffnet. Am Montag und Donnerstag sind Fachkräfte der Stadtbibliothek vor Ort – aber nur noch bis Ende des Jahres. Auf zwei Öffnungstage pro Woche zurückzugehen, wäre der Anfang vom Ende, findet Elke Fenster.

Also ist dringend ein Konzept für die Bibliothek gefragt, um ihr Weiterbestehen auch ab 2014 – dann ohne Stadtbibliotheksmitarbeiter - zu sichern. Um die Kernfragen nach dem Profil der Bibliothek zu beantworten – wer braucht die KTB? Was kann sie leisten? Und welche Partner können zur Zusammenarbeit gewonnen werden? - organisiert Elke Fenster regelmäßige Treffen, an denen auch das Bibliotheksamt teilnimmt. Als Zielgruppe, die die KTB besonders braucht, wurden Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, definiert. Unter den besprochenen Aktivitäten, die man in der Bibliothek veranstalten könnte, sind eine „Bilderbuchbibliothek“ (mit den Kindergärten als Partner), ein Leseclub für 6- bis 12-Jährige, für den man die Moabiter Grundschulen ins Boot holen will und Fördermittel der Stiftung Lesen akquiriert. Auch die Hausaufgabenhilfe der Stadtschlosskids, die derzeit in der Kinderetage drüben im Stadtschloss stattfindet, soll in die Bibliothek verlagert werden.

Zusammen mit den Plenumsgästen sammelten Elke Fenster und Susanne Torka weitere Ideen. Darunter waren folgende: Moabiter Buchhandlungen einbeziehen, die Bibliothek von außen kenntlicher machen (durch das übliche deutschlandweit bekannte blaue Bibliotheksschild), prominente Paten wie den Krimiautor BosetzKY finden, Büchertausch organisieren, Hörspiele mit den Kindern produzieren und „Filme für Liebhaber“ zeigen, auch die Generation 50+ einbeziehen, Praktikanten mit Bibliothekshintergrund, z.B. vom Institut der Bibliothekswissenschaften der HU zur Mitarbeit anfragen und mehr arabisch-, türkisch- und weitere fremdsprachige Literatur verleihen. Zunächst muss der Ort aber erst einmal entrümpelt und umgestaltet werden, damit man sich in den Bibliotheksräumen auch wohl fühlt und gern aufhält, wurde im Plenum bemerkt.

Kurt-Tucholsky-Bibliothek (Träger: Moabiter Ratschlag e.V. ), Rostocker Strasse 32 b, 10553 Berlin, Tel. 3948 0264, Mo-Do 13-18 Uhr

Susanne Torka gab die Themen der kommenden Plena bekannt: im Oktober soll es um afrikanische Lebenswelten in Moabit gehen. Quartiersrätin Jutta Schauer-Oldenburg schlug vor, Bundestagsabgeordnete einzuladen und zu befragen, was sie für Moabit tun, denn „nach der Wahl ist vor der Wahl“. Auch ein Plenum zum Thema Flüchtlinge in Moabit wurde angeregt. Beim Novemberplenum werden sich die Kandidaten für den Quartiersrat vorstellen, der im November gewählt wird. Und im Januar 2014 soll es um die Straßenbahn gehen, die Moabit in Zukunft mit dem Hauptbahnhof und darüber hinaus verbinden wird.

Termine zum Vormerken

Unter „Termine & Sonstiges“ wurde auf das Erzählcafé hingewiesen, das immer am letzten Freitag im Monat um 16 Uhr im SOS-Kinderdorf stattfindet (für Erwachsene). Am 27.9. wird die Altenpflegerin zu Gast sein, die Missstände bei Vivantes anprangerte, daraufhin entlassen wurde und sich wieder einklagte. Und im Oktober kommt die „Miss Marple der Grafitti-Szene“ nach Moabit.

Am Sonnabend, 21.9., findet ein Spaziergang des Runden Tischs Gentrifizierung statt. Treffpunkt ist 15 Uhr vor dem Haus Paulstraße 18.

Ab 18.10. startet die Initiative „Sie waren Nachbarn“ mit einem dreiwöchigen Programm, das an die Deportationen von Jüdinnen und Juden aus Moabit während der Nazizeit erinnern soll. Dazu gibt es eine Ausstellung in der Heilandskirche und perspektivisch soll der Deportationsweg von Künstlern im Straßenraum dauerhaft gekennzeichnet werden.

Die zusammengefassten Ergebnisse und Inhalte der Stadtteilplena sind hier nachzulesen. 

Text & Fotos: Gerald Backhaus / Plakat: Moabiter Ratschlag