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Über das Stadtteilplenum am 19. Juni 2018


Stadtteilkoordinatorin Susann Wehrmann und Moderatorin Susanne Torka




Mandy Töppel vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung

Johanna Oestereich vom Büro die raumplaner, das für das Geschäftsstraßenmanagement (GSM) im Rahmen des Aktive Stadtzentren-Programms der Städtebauförderung verantwortlich ist.

Beatrice Siegert, QM Moabit West
Bilder der Ausstellung “Moabiter Schätze“ - historische Fotos aus der Umgebung des Stadtschloss-Treffs

Geschäftsstraßenmanagement Turmstraße und viele neue Projekte beim Stadtteilplenum Moabit West im Juni 2018

Text & Fotos: Gerald Backhaus

Der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH luden am 19. Juni 2018 zum letzten Stadtteilplenum vor der Sommerpause in den Nachbarschaftstreff ein. Es moderierte wie gewohnt Susanne Torka. 

Unter dem Tagesordnungspunkt „Aktuelles aus dem Kiez“ berichtete zuerst Stadtteilkoordinatorin Susann Wehrmann über die Ausstellung “Moabiter Schätze“ mit historischen Fotos im Stadtschloss-Treff. Die Vernissage hatte direkt vor dem Plenum stattgefunden. Eine Nachbarin sammelte Exponate rund um Moabit mit Bezug zum Umfeld des Stadtschlosses. Parallel zu dieser Ausstellung in der Rostocker Straße 32b gibt es eine weitere ähnliche Ausstellung im Stephankiez, und es fand auch schon eine Stadtrallye mit Kindern zu den Orten auf den historischen Fotos statt.

Drei Vertreterinnen vom STUDIO MIGRA in der Waldenserstraße 13 berichteten über „nomadicArt“, ein durch den Aktionfonds gefördertes Projekt. Für „nomadicArt“ versammelte sich ein interdisziplinäres Team von 10 bis 15 Künstlerinnen und Künstlern, Anthropologen und Kuratoren, das sich auf künstlerische und soziale Weise der Integration und Adaption von Migranten in Berlin widmen. „nomadicArt“ ist an zwei Standorten vertreten: ZK/U in Moabit und ZUsammenKUNFT am Potsdamer Platz. Ziel ist es, den öffentlichen Raum auch für Neuangekommene zu öffnen. Es werden Workshops angeboten, z.B. in den Bereichen Kostüme, Basteln, Fotografie, und außerdem Projekte in der Nachbarschaft organisiert. Seit 2015 wirkt das Team auch in der Notunterkunft Siemensstraße und im ZK/U, und seit 2016 wird besonders mit Frauen und Kinder in der Notunterkunft Mitte zusammengearbeitet. 2017 wurden Projekte zusammen mit S.U.S.I., dem Interkulturellen Frauenzentrum, aufgelegt. Im Juni 2018 nahm das „nomadicArt“-Team am Kunstfestival Ortstermin Moabit teil, und von Juli bis September 2018 sind öffentliche Gemeinschaftsaktivitäten in der VIP-Box geplant. Seit 2017 gibt es „Moabiter Geschichten“, eine illustrierte Textsammlung von „Erinnerungen einer Nachbarschaft“. Dazu wurden einige Leute im Kiez interviewt und porträtiert. Daraus entstanden Postkarten, Ausstellungen und Veranstaltungen. Als nächster Schritt soll eine Archivierung von Erinnerungen an Moabiter Läden und deren Nachbarn stattfinden. Dazu ist Beteiligung gefragt, man kann also gern Läden vorschlagen, die durch „nomadicArt“ interviewt werden können. Auch diese Interviewpartner werden dann während des Interviews gezeichnet.

Mehr auf nomadicart.org, Kontakt: hallo[at]nomadicart[.]org, Facebook: nomadicArtberlin

Sprachförderliche Netzwerke stärkt das Projekt „DigiLog - Der digital-analoge SprachRaum“. Dieses Projekt wird aus dem Programm „Bildung im Quartier“ (BIQ) finanziert und im Aktionsraum Moabit/Wedding umgesetzt. Es läuft seit April 2018 bis Ende 2020. Ab September 2018 wird es konkrete Angebote für Kinder von 3 bis 15 Jahren geben. Geplant sind Sprachparcours - sowohl mobil und stationär - im Familienzentrum Moabit Ost und in der Bruno-Lösche-Bibliothek. Die dafür angeschafften Materialen verbleiben an diesen Orten. Kooperationspartner von DigiLog ist neben dem Familienzentrum Moabit-Ost auch das Sprachförderzentrum Berlin Mitte.

Zum stationären Teil: Es findet eine Materialzusammenstellung zu Themen wie Alphabetisierung und Lautbildung, Wortschatzarbeit, Hör- und Leseverständnis und Sprachproduktion statt. Parallel dazu werden Fortbildungen und Elterntreffs angeboten, damit man z.B. auch zuhause einen Sprachparcours einrichten kann.

Der Träger wortlaut Sprachwerkstatt ist ein Sozialunternehmen, das Sprachbildung, kreatives Erzählen und Leseförderung mithilfe innovativer Ideen und Produkte an Lernorten anstößt und unterstützt. Neben den deutschlandweit vertriebenen und gemeinsam mit dem Sprachförderzentrum Berlin Mitte entwickelten „Schmökerkisten“ führt der Träger zahlreiche Projekte in Schulen, Kitas und Flüchtlingsunterkünften durch und erarbeitete eigene Schulprogramme wie das Geschichtenlabor und die Lebendige Schulbibliothek.

Kontakte und weitere Informationen auf www.sprachparcours.de

Forschungsprojekt „Stadtsicherheit 3D - Sicherheitswahrnehmung“

Mandy Töppel vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung berichtete über das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Rahmen des Programmes "Forschung für die zivile Sicherheit" (www.sifo.de) geförderte Projekt, das bis 2021 läuft. Projektpartner im Verbund sind das Fraunhofer Institut für Kurzzeitdynamik, das Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung, inter 3 und virtualcitysystems. Assoziierte Partner sind das Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber+Partner, das OM Moabit West, die Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamtes und der Deutsche Präventionstag.

Ziele: Angsträume sollen bei den Planungen von Neubauten vermieden werden, und es soll dafür ein 3D Planungstool für Architekten und Planer entwickelt werden. Geplant sind Handlungsempfehlungen für Stadtplanung und Politik. Zu den Hauptthemen bei der Stadtsicherheit gehört die mangelnde Beleuchtung von städtischen Teilräumen. Dazu werden Fallstudien in diesen drei Gebieten gemacht: Moabit, Alexanderplatz und die in den 70er Jahren gebaute High Deck Siedlung in Neukölln.

Wie gehen die Forscher dabei vor?

Es wird Experteninterviews mit Akteuren in den drei Gebieten geben, danach folgen Begehungen mit Anwohnern und Erhebungen zu (Un-)Sicherheitswahrnehmungen nach der Methode des „Laut Denkens“. Zudem erfolgen Messungen der Räume mit Laser-Entfernungs-, Belichtungs- und Schallpegelmessern. Für die Befragungen werden Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen angesprochen und auch Jugendliche. Wer eine Begehung mitmachen möchte, kann sich anmelden bzw. in eine Liste eintragen. 

Warum ausgerechnet Moabit? - Mandy Töppel: Mit seinem Mix aus Wohnen und Gewerbe ist Moabit gut vergleichbar mit Gebieten in anderen Städten. Die Ergebnisse können daher übertragen werden.

Planungen zum Humboldthafen, Stichwort übertriebenes Sicherheitsbedürfnis: Darf überhaupt noch ein Strauch gepflanzt werden, der etwas höher ist? - Mandy Töppel: Wir befassen uns nur mit den baulichen Gestaltungen, nicht mit Bepflanzungen.

Mehr zum Projekt: https://leibniz-irs.de/forschung/projekte/projekt/sicherheitswahrnehmungen-in-urbanen-raeumen-best-practices-fuer-baulich-raeumliche-gestaltungen-und-/

Zum Schwerpunktthema „Gewerbeentwicklung in der Turmstraße“ sprach Johanna Oestereich vom Büro die raumplaner, das für das Geschäftsstraßenmanagement (GSM) im Rahmen des Aktive Stadtzentren-Programms der Städtebauförderung verantwortlich ist. Ausgangspunkt waren die Frühstückstermine der bislang lockeren Standortgemeinschaft „Turmstraßen-Initiative-Moabit - mach MIT!“ TIM wurde 2013 als informelle lokale Standortgemeinschaft initiiert. Die Treffen aller zwei Monate dienen als Forum und der Netzwerkbildung sowie zur Beratung durch das Geschäftsstraßenmanagement. „Wir sind ein harter Kern mit weichen Kanten,“ beschreibt Johanna Oestereich die Runde, „und wir sind nicht nur ein Forum. Wir haben auch eine Gremiumsfunktion mit Arbeitsgruppen, die gemeinsam bestimmte Themen angehen.“

Ziele: Stärkung des lokalen Einzelhandels, besonders des inhabergeführten Handels, Stärkung der Turmstraße als Geschäftsstraße, die Verantwortungsübernahme, denn das Geschäftsstraßenmanagement soll sich langfristig überflüssig machen.

Johanna Oestereich hebte auch die externe Effekte hervor: da geht es um die Vorstellung und Bewerbung einzelner Teilnehmer der TIM und der Gemeinschaft insgesamt sowie um die Bewerbung und Imageverbeserung des Standorts Turmstraße durch das Geschäftsstraßenmanagement. Dazu gab und gibt es diverse gemeinsame (Marketing-)Aktionen und Veranstaltungen. So wurde 2017 eine Kiezkarte herausgebracht, die Einzelhandel, Dienstleister und auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen rund um die Turmstraße darstellt. Zudem gab es saisonale Aktionen wie die Weihnachtsbaum-Aktion „TIMs Tanne“ sowie eine Standorttour durch das GSM-Gebiet am Tag der Städtebauförderung im Mai.

Zentrale Veranstaltung des GSM ist das Moabiter Kiezfest, das am 1.9.2018 von 12-21 Uhr rund um das Rathaus Tiergarten stattfinden wird. Langfristige Strukturen sollen durch das GSM etabliert werden, die später einmal auch ohne das Büro die raumplaner überlebensfähig sein sollen. Geplant ist die Verantwortungsübernahme durch die TIM als institutionalisierte Standortgemeinschaft sowie die Etablierung und Verstetigung von Strukturen und Formaten.

Die Handlungsfelder des GSM noch einmal zusammengefasst: 

Netzwerkbildung vorantreiben, Hauptansprechpartner für Gewerbetreibende und Eigentümer sein, Beratung und Unterstützung z.B. bei der Aufwertung von Häuserfassaden durch den sogenannten Gebietsfonds und auch strategische Grundlagenarbeit wie die Analyse von Image und Kundenverhalten.

Die Geschäftsstraße und das Einkaufszentrum Schultheiss-Quartier

Die Eröffnung ist nach wie vor geplant für den Frühsommer 2018, die Entwicklerfirma hatte zuvor auch die Mall of Berlin aufgebaut. Es gibt laut Johanna Oestereich Chancen und Herausforderungen für die Turmstraße: manche Einzelhändler verlagern ihr Geschäft aus der Turmstraße hin in das neue Einkaufszentrum, auf der anderen Seite könnte die gesamte Kaufkraft in Moabit durch das Zentrum eventuell gehalten werden, weil durch das Einkaufszentrum dann auch mehr langfristigeres Sortiment wie Bekleidung und Technik in Moabit erhältlich ist. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit des GSMs mit dem Center-Management des Einkaufszentrums, um gemeinsam die Potenziale der Turmstraße zu eruieren.

Weiterführende Informationen zu GSM und TIM: www.turmstrasse.de

Zum Einkaufszentrum: www.schultheissquartier.de 

Fragen aus dem Plenum:

Gibt es konkrete Maßnahmen des GSMs? Wie kann man den 20. Friseur in der Turmstraße verhindern? – Johanna Oestereich: durch die direkte Ansprache der Hausbesitzer. Durch uns konnte z.B. der Mietvertrag mit einem Spieltrieb verhindert werden, was allerdings nicht immer funktioniert.

Leerstand in der Turmstraße ist absehbar. - Oestereich: ja, das Reformhaus Demski z.B. wird seinen Standort in der Turmstraße aufgeben und ins Einkaufszentrum umziehen, aber evtl. wird es am bisherigen Standort einen Nachfolger geben. Demski hat kommuniziert, dass das neue Einkaufszentrum wohl erst im August eröffnet wird.

Viele Geschäfte haben aufgegeben oder werden aufgeben, z.B. hört der alteingesessene Optiker auf, weil sein Mietvertrag endet und dann eine viel höhere Miete aufgerufen wird. Gibt es in Moabit Vergleichsmieten? Generell steigen die Gewerbemieten in der Turmstraße. Gibt es Prognosen und Diskussionen dazu? - Oestereich: Die Breite an Gewerbemieten ist sehr groß und reicht von 7 bis 65 Euro pro Quadratmeter, je nach konkreter Lage, von 1A-Lage direkt am U-Bahnhof bis hin zu weiter weg in einer der Seitenstraßen. Das GSM erfährt leider wenig über konkrete Miethöhen. 

Ist das GSM auch in Alt-Moabit aktiv? - Oestereich: Nein, Alt-Moabit liegt nicht im Kernbereich. Dieser umfasst die Turmstraße und angrenzende Häuserblocks sowie den Bereich um die Hutten- und die Gotzkowskystraße.

Wie lange gibt es das GSM noch? - Oestereich: Bis 2019 ist es garantiert im Gebiet verortet, und es gibt eine Verlängerungsoption bis 2021.

Käuferschaft, die per Auto fährt, wird künftig wohl in der Stromstraße durch das neuen Einkaufszentrum abgefangen, so dass die Turmstraße eher etwas für Fußgänger bleibt, auch weil das Parken dort sehr schwierig ist. Viele Kunden werden sich also nicht in die Turmstraße verirren, oder? - Oestereich: Das ist noch unklar, da die Straßenbahnplanung eine Verlängerung der M10 aus Richtung Hauptbahnhof zur Turmstraße hin vorsieht. Generell ist das Verhalten von Autofahrern schwer vorherzusagen.

Verschiedenes, Termine

Beatrice Siegert vom QM: Ideensammlung zum Hundert-Trinkbrunnen-Programm des Senats - wo könnte in Moabit ein weiterer Brunnen hin? Es sollte ein gut frequentierter Ort sein, der sich auf einer öffentliche Freifläche und nicht unter Bäumen befindet.

Genannt wurden: Turmstraße 75, Moabogen, vor der Markthalle, vor dem Rathaus (Mathilde-Jacob-Platz), Spielplatz Ottopark, Emmi-Spielplatz in der Emdener Straße, Klara-Franke-Spielplatz / Lehrter Platz, Eingang Poststadion, Hauptbahnhof/Eingang Zellengefängnis und Stadtgarten am ZK/U.

Das QM wird eine Abstimmung über diese Vorschläge beim Kiezfest am 1.9. durchführen.

Achtung NEUER TERMIN: am 27.6. findet das Moabiter Bildungsfest von 14-18 Uhr auf dem Spielplatz Ottopark mit bis zu 30 Mitmachständen statt.

Der Fotowettbewerb des QMs läuft bis 31.8.: Man kann bis dahin Fotos einreichen, den Erstplatzierten winken Preise vom Vabali und einer Buchhandlung. 12 Bilder werden für den QM-Kalender ausgewählt. Kontakt: qm-moabit[at]Stern-berlin[.]de

Elke Fenster, Moabiter Ratschlag e.V.: Im Stadtschloss findet in den Sommerferien viel Spannendes mit den Stadtschlosskids statt, wie z.B. die beliebte Schleimherstellung. Mehr zu den Ferienangeboten gibt es hier (Link)

Runder Tisch Seniorenarbeit organisiert dieses Jahr eine Veranstaltung mit Kultur im Stadtschloss am 28.6.

31.8. Perlenkiezfest in Moabit Ost

1.9. Moabiter Kiezfest rund um das Rathaus Tiergarten

Hilfe zur Fahrradreparatur: in der Jugendverkehrsschule (JVS) Bremer Straße, zunächst für Kinder und Familien - immer donnerstags von 14.30 bis 18.30 Uhr. Hilfe bei der Fahrradreparatur gibt es zudem auch immer am ersten Samstag im Monat im Stadtschloss.

Nächstes Plenum: am 21. August 2018

Der Sprecher des Aktiven Zentrums Turmstraße (AZ) regte dazu an, mal beim Plenum dieses Gremiums vorbeizukommen, und zwar am nächsten Montag, 25.6., um 19 Uhr im Stadtteilladen Krefelder Straße 1a. Mitmachen! Gäste sind sehr willkommen. Derzeit treffen sich rund 11 Leute und es könnten bis zu 25 sein. Thematisch geht es z.B. um Themen wie Fahrradsharing und Trinkbrunnen. 

Die zusammengefassten Inhalte und Ergebnisse aller Stadtteilplena werden immer hier veröffentlicht.