Suche


Veranstaltungen

Freitag, 19. Oktober 2018  16:00 Uhr

Quartiersratswahl 2018: Wahlparty

Freitag, 19. Oktober 2018  19:00 Uhr

Speisekino: Italo Disco Legacy

Samstag, 20. Oktober 2018  14:00 Uhr

Buchpräsentation: This is not an atlas

Dienstag, 23. Oktober 2018  19:00 Uhr

Sprachabend im Offenen Wohnzimmer

Dienstag, 23. Oktober 2018  19:00 Uhr

Language Exchange

Mittwoch, 24. Oktober 2018  10:00 Uhr

Ehrenamts-Beratung

Mittwoch, 24. Oktober 2018  18:00 Uhr

Kochen mit Nachbarn in Moabit

Freitag, 26. Oktober 2018  10:00 Uhr

Führung: Geschichtspark Zellengefängnis Moabit

Mittwoch, 31. Oktober 2018  10:00 Uhr

Ehrenamts-Beratung

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken
Donnerstag, 20.09.2018

Über das Stadtteilplenum im September 2018

Moderatorin Susanne Torka
Jouanna Hassoun vom Verein Transaidency e.V.
Noemi Majer, die Flüchtlingskoordinatorin und Leiterin des Willkommensbüros im Bezirk Mitte

Frank Rehnen vom BENN-Team von Mitte
Domraid Rahhal (LeNa)


Quartiersmanagerin Beatrice Siegert (QM Moabit West)

Integration und Zusammenleben im Mittelpunkt des Stadtteilplenums Moabit West im September 2018

von Gerald Backhaus 

Der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH luden zum 18. September 2018 zum Stadtteilplenum in den Nachbarschaftstreff. Susanne Torka moderierte wie gewohnt. Unter dem Tagesordnungspunkt „Aktuelles aus dem Kiez“ stellten sich zunächst zwei Projekte vor.

Arbeiterkind.de 

Für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren, engagiert sich der Verein Arbeiterkind mit seinen 75 Ortsgruppen in ganz Deutschland. Vorwiegend Ehrenamtliche arbeiten für diesen Verein, den es seit 10 Jahren gibt. Er möchte junge Menschen unterstützen, die Fragen zum Studium haben und ihnen einen Austausch ermöglichen, der in der Regel in ihrem Elternhaus und Umfeld sonst so nicht stattfindet. Ins Plenum kamen zwei Vertreter. Sie und ihre Mitstreiter besuchen Schulen wie z.B. in Moabit die Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule und die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, um die Jugendlichen zu ermutigen, sich für ein Studium zu bewerben und dafür Stipendien zu beantragen. Sie klären darüber auf, welche Stiftungen dafür in Frage kommen und geben auch Hilfe beim Berufseinstieg nach dem Studium.

Aktuell läuft bei Arbeiterkind.de ein neues Projekt, das sowohl Eltern als auch ihren Nachwuchs erreichen soll. Am nächsten Donnerstag wird es dazu eine Veranstaltung im Stadtschlosstreff geben. Dort berichtet Arbeiterkind aus der akademischen Berufswelt, was Universität und Hochschule bedeuten, was es dort für Infoveranstaltungen gibt usw. Termin: 27. September 2018, 18-19.30 Uhr 

Weitere Informationen: www.arbeiterkind.de

Projekt „Offen füreinander“

Jouanna Hassoun vom Verein Transaidency e.V. stellte ihr Projekt gegen den alltäglichen Rassismus vor, dass aus dem Programm „Soziale Stadt“ finanziert wird. „Offen füreinander“ ist ein niedrigschwelliges Angebot, das aber auch Multiplikatorenschulungen anbietet. Seit März 2018 finden z.B. Veranstaltungen mit einer Psychologin statt, bei denen es um die psychische Folgen von Diskrimierungen und Fluchterfahrungen geht. Am 31. Oktober 2018 gibt es eine Kochaktion zusammen mit den Programmen BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) und LeNa (Lebendige Nachbarschaften), dabei soll zusammen Hummus und Falafel zubereitet werden. Für 2019 ist ein Fachtag zu Islam, Islamismus und Islamfeindlichkeit für Moabiter und Multiplikatoren geplant. Alle Angebote sind kostenfrei. 

Weitere Details dazu erfahren Sie unter www.transaidency.org

Integration und Zusammenleben in Moabit

Zum Schwerpunktthema sprach zunächst Noemi Majer, die Flüchtlingskoordinatorin und Leiterin des Willkommensbüros im Bezirk Mitte. Ihre Einrichtung ist seit 2015 Ansprechpartner für Unterkünfte und Träger beim Thema Geflüchtete. Mittlerweile hat Noemi Majer vier Mitarbeiter und zusätzlich zwei Honorarkräfte, eine davon beschäftigt sich mit der Wohnraumakquise für Flüchtlinge. Das Willkommensbüro von Mitte ist im Bereich des Integrationsbeauftragten angesiedelt. Dazu gehört auch das Sprachförderzentrum Mitte, das nicht nur im Grundschul- sondern auch im Oberschulbereich aktiv ist. Das Willkommensbüro hat laut Noemi Majer eine Schnittstellenfunktion zwischen Gesundheits-, Jugend- und anderen Ämtern im Bezirk Mitte inne. Sie leitet auch die bezirkliche AG Flucht, ein monatlich tagendes Gremium, bei dem alle Interessierten willkommen sind zum Erfahrungsaustausch mit anderen Trägern, den Fachämtern, der Polizei und Ehrenamtlichen. Ein weiteres Gremium ist die „Steuerungsrunde Geflüchtete Menschen“, in der neben Bezirksbürgermeister von Dassel alle Stadträte und Amtsleiter von Mitte mitwirken. Hier werden strategische Entscheidungen getroffen. Das Willkommenbüro sammelt zudem Daten zu Geflüchteten, gibt Informationen, kümmert sich um das Beschwerdemanagement und hilft bei Diskriminierungserfahrungen in den Unterkünften. Partizipation wird ganz groß geschrieben: Die Beteiligung von Flüchtlingen ist das übergeordnete Ziel des Willkommensbüros, das selbst jedoch keine Sprechstunden und Beratungen anbietet, sondern diese vermittelt.

Was hat sich seit der Gründung des Willkommensbüros 2015 geändert? 

Damals herrschte eine aufgeheizte Stimmung, sagte Majer und erinnerte an die schrecklichen Szenen vor dem LaGeSo, als die Geflüchteten wegen ihrer Registrierung dort im Freien lagerten und sich die Berliner Verwaltung in einem Zustand des „Nothilfemanagements“ befand. Im Januar 2016 gab es 15 Einrichtungen in Mitte, darunter waren 10 Notunterkünfte, einige davon in Turnhallen. Viele Menschen lebten dicht gedrängt, es herrschten schlechte Standards, insgesamt wurden vom Bezirk damals ca 3.000 Personen untergebracht. Aktuell verfügt Mitte über vier Gemeinschaftsunterkünfte von vier erfahrenen Betreibern. Darunter ist z.B. die Stadtmission. Insgesamt 764 Personen sind in diesen Unterkünften des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) aktuell untergebracht, Hostels zählen extra. Die Unterbringung läuft im Großen und Ganzen gut, so Majer. Es gibt den Integrationsfonds des Senats aus dem „Masterplan Integration und Sicherheit“,. Für das Jahr 2017 erhielt Mitte daraus etwa 1 Mio. Euro, 2018 sind es rund 500.000 Euro. Damit kann das Bezirksamt Projekte wie z.B. Familienhebammen in Hostels, mehr Mitarbeiter im Willkomensbüro sowie Projekte im Bereich Sprachmittlung und Mehrsprachigkeit finanzieren .

Wo wohnen die Flüchtlinge aktuell? 

In LAF-Unterkünften, aber auch in Hostels, wenn die Sozialämter der Bezirke für sie verantwortlich sind. So bald die Geflüchteten einen Aufenthaltstitel haben, steht ihnen eine Notunterbringung zur Vermeidung der Obdachlosigkeit zu. In den Hostels gibt es aber keine soziale Betreuung, so Noemi Majer. Inzwischen konnte das Projekt BENN in Mitte dort andocken (mehr dazu weiter unten). Mitte muss aufgrund der besonderen Berliner Zuständigkeitsregelung (Stichwort Geburtstag 1. Januar) sehr viel mehr Menschen als andere Bezirke unterbringen. In den Hostels im Bezirk leben derzeit rund 1.300 Menschen, und zwar an 104 Standorten. Die Hauptherkunftsländer sind Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea.

Was ist wichtig für die Nachbarschaft? 

Majer: Starke Nachbarschaften und das Engagement Ehrenamtlicher wie von Jutta Schauer-Oldenburg sind sehr wichtig („Gemeinsam singen“) sowie die Veranstaltungen zum Thema  Antidiskriminierung. 

Programm BENN 

Um den Zusammenhalt und das gute Miteinander von neuen und alteingesessenen Nachbarinnen und Nachbarn zu stärken, startete im Januar 2018 das BENN-Team im Bezirk Mitte des Trägers Stadtmission, berichtete Frank Rehnen als dessen Vertreter. BENN gibt es an 20 Standorten in Berlin. Das BENN-Team von Mitte ist im Umfeld von drei Unterkünften für Geflüchtete in der Chausseestraße und Quitzowstraße aktiv. BENN ist auf vier Jahre angelegt, läuft noch bis Ende 2021 und wird aus Städtebau-Fördermitteln finanziert. Es stellt ein neues Intergrationsmanagement dar und ist dem Quartiersmanagement (QM) ähnlich. Im Unterschied zum QM arbeitet es allerdings nicht gebietsbezogen, stattdessen „folgen wir den Geflüchteten in die Stadt,“ so Frank Rehnen. An einigen anderen Standorten ist BENN an QMs angedockt, in Mitte nicht.

BENN-Teams sind Ansprechpartner für Nachbarn wie Geflüchtete und stehen auf zwei Säulen: Beteiligungsorientierung in der Unterkunft, mit den Nachbarn zusammen als eine Art Nachbarschaftsforum, außerdem die konkrete Flüchtlingsarbeit. Diese beinhaltet Stärkungsmaßnahmen, doch ist BENN selbst kein soziales Programm, u.a. weil es dazu personell zu wenig ausgestattet ist., sondern „wir versuchen zu vernetzen.“

In den drei betreuten Unterkünften leben z.Z. insgesamt rund 660 Geflüchtete. Die Einrichtungen in der Chausseestraße und der Quitzowstraße sind bezirkliche Vertragshotels ohne soziale Arbeit vor Ort. Im Haus in der Quitzowstraße in Moabit leben aktuell rund 115 Menschen mit Bleibeperspektive. Es sind überwiegend alleinstehende junge Männer und nur wenige Familien und Frauen. In Moabit hat BENN mit dem Moabiter Ratschlag e.V. einen Träger für familienorientierte Angebote gefunden, doch die große Zielgruppe der jungen Männer braucht etwas anderes. Deshalb wurden bedarfsorientierte Formate wie Sportangebote, gemeinsames Kochen (Mittagstisch) und Treffpunkte entwickelt. BENN kümmert sich um Begegnungsorte in Moabit, z.B. um den Unionsplatz und den Platz neben der Unterkunft. 

Das BENN-Büro befindet sich in der Samoastraße 7 in Wedding, und das Team besteht neben Frank Rehnen aus zwei weiteren Personen und einer Verwaltungskraft.

Kontakt: https://www.berliner-stadtmission.de/fluechtlinge/benn

LeNa

LeNa steht für „Lebendige Nachbarschaften“. Douraid Rahhal arbeitet seit 15 Jahren in Moabit, u.a. als Künstler. Seit mehreren Monaten ist er als Koordinator für die Flüchtlingsarbeit beim Moabiter Ratschlag e.V. tätig und in dieser Funktion viel im Kiez unterwegs. Das Stadtschloss ist ein Ort der Begegnung, berichtete er. Die Geflüchteten kommen hierher z.B. zur Beratung bei der Wohnungssuche, zum Mittagessen, zu Treffen verschiedener Gruppen, zur Lese- und Sprachförderung, VHS-Deutschkursen und in die Bibliothek mit ihren mehrsprachigen Medien. Sie werden durch ihn auch direkt in der Nachbarschaft angesprochen, wenn er Kindergärten und die Notunterkunft in der Quitzowstraße besucht und dort über die LeNa-Aktivitäten informiert.

Ziele von LeNa, einem berlinweiten Projekt, sind u.a. der kulturelle Austausch mit Geflüchteten, das gemeinsame Lernen der deutschen Sprache sowie Begegnungen zwischen neuen und alteingesessenen Nachbarn. Hauptziel ist dabei nicht der Spracherwerb, stattdessen wird das Deutsche bei LeNa quasi „nebenbei“ vermittelt. 

LeNa steht auf mehreren Säulen: 

1. „Schalen, Teller, Köpfe - die Töpferwerkstatt“ ist ein fortlaufender Kurs, der samstags von 14 bis 16.30 Uhr stattfindet.

2. „Mit Nadel und Faden“ heißt die offene Nähwerkstatt mit acht Plätzen (immer freitags 14 bis 17 Uhr).

3. Lokale Beratung, z.B. durch die Koordinationsstelle für Geflüchtete und die im Stadtschloss und in der Quitzowstraße stattfindenden Beratungsangebote zusammen mit dem Träger Johanniter.

4. Gemeinsam essen - ein Projekt, das zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung initiiert wurde. Es beinhaltet, dass eine Gruppe einmal im Monat zusammen isst, angestrebt wird, auch zusammen zu kochen.

In Zukunft geplant sind Museumsbesuche, z.B. ins Pergamon- und Keramikmuseum, Konzertbesuche sowie Gärtnern auf den Grünflächen rund um das Stadtschloss. 

Kontakt: www.moabiter-ratschlag.de

In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Themen gestreift. 

Zur Wohnungssituation:

Quartiersratssprecherin Jutta Schauer-Oldenburg, die sich privat für die 15 jungen Mädchen und Frauen der Gruppe „Levetzowgirls“ engagiert, berichtete, dass diese Mädchen nur ein zeitlich bedingtes Bleiberecht haben (max. 3 Jahre). Die 15 Mädchen kommen aus 10 Familien, für sechs davon wurden inzwischen Wohnungen gefunden. Bei einer Familie hat sich das BAMF noch nicht zur Bleibeperspektive geäußert. Laut Jutta Schauer-Oldenburg erreichen die Mädchen, die mit ihrer Familie in einer eigenen Wohnung leben, bessere Schulleistungen, u.a. weil sie dort einen eigenen Raum zum Lernen zur Verfügung haben. Jutta lobte in diesem Zusammenhang Frau Voigt vom Sprachförderzentrum Mitte für ihr Engagement. Alle Kinder konnten in Willkommensklassen der Grundschulen untergebracht werden, doch die Plätze in der Oberstufe reichen noch nicht aus. „Wenn wir diese Menschen wirklich integrieren wollen, müssen wir für Wohnraum sorgen!“ Wie schaut die Wohnungssituation für Geflüchtete z.B. in der Europacity aus?

Noemi Majer: Das Problem mit den Wohnungen ist bei der Berliner Politik angekommen und die Stadt baut nun, aber bei der Europacity sind es alles private Investoren. In den Hostels wird die Integration dadurch erschwert, dass die Flüchtlinge dort relativ abgeschottet leben und unter sich bleiben. Die Berliner Bezirke wurden vom Senat dazu angehalten, modulare Unterkünfte mit jeweils 500 Plätzen zu bauen, doch der Bezirk Mitte möchte keine solche örtliche Konzentration. Stattdessen  sollen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Anteile in ihren Gebäuden gewährleisten, in denen maximal 200 geflüchtete Personen an einem Standort wohnen. 

Susanne Torka ergänzte, dass in einem Teil der Europacity 25 Prozent Sozialwohnungen gebaut werden müssen, so lautet eine Auflage. Jouanna Hassoun: So bald heraus käme, das Wohnungen nur für Geflüchtete reserviert werden, würde es viel Ärger von rechts geben. „Wir bei Transaidency arbeiten inklusiv, also nicht nur für Geflüchtete., sondern für alle, die im Kiez leben.“ Elke Fenster, Moabiter Ratschlag e.V.: Es gibt betrügerische Menschen, die Geflüchtete mit der Aussicht auf Wohnraum ködern. Es sollte daher noch mehr Aufklärung und Beratung geben, obwohl es auch weitere Träger wie „Moabit hilft“ und „Neue Nachbarschaften“ gibt, die sich darum bemühen. 

Zu Hostelplätzen in Wohnungen oder Fabriketagen: Wie kommt das Bezirksamt dazu, eine Drei-Zimmer-Wohnung für 12 Personen als Unterbringung auszuweisen? - Noemi Majer: Dazu sollte das Plenum jemanden aus dem Bauamt einladen. Leider ist eine Grauzone mit Strukturen entstanden, die die Verhältnisse ausnutzen. Bekommt der Bezirk so etwas mit, werden diese Unterkünfte nicht mehr mit Geflüchteten belegt. Generell sind die Bezirke in Not, weil sie zu wenig Unterkunftsplätze haben. 

Gibt es Qualitätssicherung, Mindest-Quadratmeter-Zahlen? - Noemi Majer: Es gibt berlinweit leider noch keine einheitlichen Standards für Zimmergrößen. Dazu müssten sich Senat und Bezirk zunächst einigen. Der Bezirk Mitte hat sich eigene Standards für die kooperierenden Hostels gesetzt, welche unterhalb der LAF-Standards liegen. Kontrolliert werden kann deren Einhaltung nur stichprobenartig.

Eine Plenumsteilnehmerin setzt sich für eine Flüchtlingsfamilie ein, die derzeit in einer Unterkunft in Schöneweide lebt und sich um eine Wohnung bewarb, die gerade renoviert wurde. Andere Bewerber bekamen den Zuschlag, und nach zwei bis drei Wartejahren wurde die noch immer suchende Familie ungehalten. - Noemi Majer: Ist die Familie beim LAF gemeldet oder nicht? Hat sie einen Aufenthaltsstatus? Das wäre wichtig zu wissen, dann kann man sich an den Sozialdienst wenden. Die Wohnraumakquise des Willkommensbüros ist nur für Personen in Mitte tätig, daher also bitte an die bezirkliche Koordination von Treptow-Köpenick wenden. Noemi Majer ergänzte, dass die Honorarkraft im Willkommensbüro Trainings macht, bei denen man lernt, wie man sich bei einem Wohnungsbesichtigungstermin gut präsentiert. 

Wie kann man mit den Hostelbetreibern in der Quitzowstraße zusammenarbeiten? - Frank Rehnen (BENN): Dieses Hostel ist nicht mehr überbelegt, der Betreiber ist offen und war nach anfänglichen Problemen kooperativ. - Douraid Rahhal (LeNa): Wir dachten, dass wir dort einen eigenen Raum bekommen können, aber das ging leider nicht. - Joanna Hassoun (Transaidency e.V.): Bei anderen Unterkünften muss man noch viel mehr aktiver werden als dort, wo immerhin Angebote in ihren Räumlichkeiten zugelassen werden. 

Verschiedenes, Termine

Beatrice Siegert (QM Moabit West) wies auf die anstehenden Gremienwahlen hin: Für Quartiersrat und Aktionsfondsjury sind bis zum 28.9. noch Bewerbungen möglich. Es wird demnächst verschiedene Veranstaltungen zur Information über die Wahlen geben: www.moabitwest.de/Der-Quartiersrat.1853.0.html

Im Rahmen der Fairen Woche wird am 21.9. der Film „La buena vida“ gezeigt: http://www.quartiersmanagement-berlin.de/veranstaltungen/moabit-west-beusselstrasse/termin/calendar/2018/09/21/event/tx_cal_phpicalendar/film-gespraech-la-buena-vida-das-gute-leben-omu.html

Weitere Veranstaltungen während der fairen Woche sind bspw. ein Recycling-Workshop im Schulgarten am 26.09. zwischen 16 und 18 Uhr. Alles Veranstaltungen finden Sie hier: http://www.moabitwest.de/September-2018-Faire-Woche-in-Moabit.6578.0.html  

Zum Fotowettbewerb „Moabit bewegt“: Die eingereichten Bilder hängen öffentlich zugänglich an Stellwänden im Stadtschlosstreff. Plenumsgäste und weitere Besucher können mit abstimmen, welche Bilder ihnen am besten gefallen und ihre Favoriten markieren. Nach dem Stadtteilplenum kann im Vor-Ort-Büro und online auf mein.berlin.de abgestimmt werden. https://mein.berlin.de/projects/moabit-bewegt-voting-des-fotowettbewerb-in-moabi-2/ Die Gewinner werden beim Novemberplenum bekannt gegeben.

Susanne Torka: am Freitag gibt es großen Protest am Kanzleramt gegen den Mietenwahnsinn: https://mietenwahnsinn.info/wohngipfel-2018/

Bei der Onlineabstimmung zum Deutschen Engagementpreis sind auch die beiden Preisträger des aktuellen Klara-Franke-Preises dabei: https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/

Zur umstrittenen Kunstaktion auf der riesigen Werbetafel im Schultheiss-Center telefonierte Susanne Torka mit dem dortigen Management. Dort hieß es, sie seien noch nicht entschieden, sie zu beenden, denken aber darüber nach.

Jouanna Hassoun: am 16. Oktober findet eine „Bildungsbörse“ im Stadtschlosstreff zu Ausbildungs- und Praktikumsplätzen für junge Leute zwischen 18 und 27 Jahren statt. Kontakt: www.transaidency.org 

Im Oktoberplenum am 16. Oktober 2018 stellen sich die Kandidaten für Quartiersrat und Aktionsfondsjury vor. Anschließend kann gewählt werden.

Die zusammengefassten Inhalte und Ergebnisse aller Stadtteilplena werden immer hier veröffentlicht.

Text & Fotos: Gerald Backhaus