Suche


Veranstaltungen

Dienstag, 02. Mai 2017 , 18:00 Uhr

Ausstellungs -Eröffnung "AF/CH" - ...

Mittwoch, 03. Mai 2017 , 15:30 Uhr

Einweihung Theater X - Erweiterungsbau

Donnerstag, 04. Mai 2017 , 15:00 Uhr

Kiez-Spaziergang "Zusammen leben - zusammen älter werden"

Sonntag, 07. Mai 2017 , 11:00 Uhr

Gütermarkt am ZK/U

Dienstag, 09. Mai 2017 , 19:00 Uhr

Runder Tisch gegen Gentrifizierung in Moabit

Samstag, 13. Mai 2017 , 10:00 Uhr

Hansa-Viertel - Stadt von morgen

Samstag, 13. Mai 2017 , 11:00 Uhr

Kiez-Rundgang Moabit: Handel im Wandel

Samstag, 13. Mai 2017 , 19:00 Uhr

Kino für Moabit "Menschen am Sonntag"

Mittwoch, 17. Mai 2017 , 18:00 Uhr

Stadtteilplenum Moabit West

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken

Um ARMUT ging es beim Stadtteilplenum im März 2014


Susanne Torka und Nadja Messerschmidt (von rechts)

Nadja Messerschmidt
Markus Lehmann vom Bezirksamt Mitte

Bezirksstadtrat Stephan von Dassel
Sozialwissenschaftler Dr. Richard Herding
Sven Kirschke befragt Moabiter Senioren

Armut als Schwerpunktthema beim Stadtteilplenum Moabit West im März 2014

Armut in Moabit war das Schwerpunktthema beim Stadtteilplenum am 20. März 2014 im Nachbarschaftstreff in der Rostocker Straße 32, zu dem der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH als Beauftragte für das Quartiersmanagement Moabit eingeladen hatten. Moderatorin Susanne Torka begrüßte zunächst die Soziologin Nadja Messerschmidt. Sie hatte für ihr Buch „Gespräche mit Arbeitslosen“ zwischen 2008 und 2010 Gespräche mit 12 Betroffenen geführt. Im Plenum las sie das Kapitel "Ein Euro-Job oder: 'Ich wollte einfach nur 'ne Ausbildung machen.' " vor. Es war die Geschichte einer jungen Frau C., die sich als geschiedene Mutter zweier Kinder mit „1-Euro-Jobs“ im Hauswirtschaftsbereich über Wasser hält. Was Nadja Messerschmidt vorlas, klang zum Großteil deprimierend. Frau C. war zum Interviewzeitpunkt 32 Jahre alt und hatte einen Hauptschulabschluss, aber keine Berufsausbildung. Sie bekam nur Absagen auf ihre Bewerbungen um Lehrstellen. Ihr ursprünglicher Wunsch war, als Verwaltungsangestellte bei der Wasserschutzpolizei zu arbeiten. Da das nicht klappte, war sie als ungelernte Pflegehelferin – im Bürokratendeutsch „MAE-Kraft“ - u. a. im Seniorenheim, im Kindergarten und im betreuten Wohnen tätig. Jede dieser Stellen dauerte ein Jahr, zwischendurch gab es jeweils ein achtwöchiges Praktikum. Die halbjährlichen Kurzgespräche über ihre Situation im Jobcenter empfand sie als frustrierend. Frustrierend fand sie auch, dass es weder bezahlten Urlaub noch Geld im Krankheitsfall gibt, von Weihnachtsgeld ganz zu schweigen. Unvorstellbar, dass 3 Wochen Sommerurlaub für eine Mutter nicht zur schönen Entspannungspause werden, sondern zur Belastung, weil in dieser Zeit der Haushaltskasse die Zusatzeinnahmen von 9 Euro pro Tag (zum Hartz-IV) fehlen. Zudem fühlte sie sich stark kontrolliert bzw. gegängelt vom Jobcenter, da sie sich als Bezieherin von Transferleistungen sogar bei einer Fahrt ins Vogtland abmelden muss. Die Zukunftswünsche von Frau C. waren den Zuhörern nur zu verständlich: ein festes Arbeitsverhältnis statt der jährlichen Wechsel sowie ausreichend Geld – 100 Euro mehr im Monat, damit man bei Dingen wie Spielzeug für die Kinder nicht jedes Mal überlegen muss. Da seit dem Interview ein paar Jahre vergangen sind, konnte Nadja Messerschmidt mitteilen, dass Frau C. inzwischen eine feste Stelle gefunden hat.

Sprachlos war das Plenum zunächst trotzdem. Eine selbst Betroffene, die u.a. als Quartiersarbeiterin bzw. „in vielen MAEs“ tätig war, konnte die geschilderte Lage von Frau C. sehr gut nachempfinden, besonders, wie man sich in immer wieder wechselnden Stellen fühlt und dass man im Vergleich zu „normalen Mitarbeitern“ keine Rechte hat. Realistisch fand sie besonders die Tatsache, wie wichtig die 9 Euro am Tag sind und wie dramatisch es ist, wenn sie z. B. wegen ein paar Urlaubstagen wegfallen. Andere Besucher merkten zur Geschichte der Frau C. an, dass ihre Lage noch dramatischer werden könnte wegen mangelnder Altersvorsorge, und dass „Bildungsferne“ nicht das entscheidende Kriterium sei, um in Armut zu geraten.

Um die tatsächliche Situation in Moabit  zu beleuchten, gab Markus Lehmann vom Bezirksamt Mitte aktuelle Zahlen zur Kinderarmut bekannt. Er befasst sich seit 9 Jahren besonders mit der Jugendhilfeplanung im Bezirk. Zunächst skizzierte er, was genau Armut bedeutet und welche Formen von Armut existieren. In Ländern wie Deutschland ist im Unterschied zu Entwicklungsländern nicht die absolute, sondern die relative Armut das Problem. Die Armutsgefährdungsgrenze liegt bei 60 Prozent des Durchschnittseinkommens, was bei einer Familie mit zwei Kindern 1.800 Euro im Monat bedeutet, bei einer Alleinerziehenden mit einem Kind 1.100 Euro. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, gilt hierzulande offiziell als arm. Insgesamt leben danach 2,5 Millionen Kinder in Armut.

Neben finanzieller bzw. materieller Armut spielen aber auch Bildungsarmut, Gesundheitsarmut und emotionale Armut eine große Rolle. Laut Bezirksregionenprofil 2013 sind die Zahlen für Moabit West nicht gut. Hier herrscht ein niedriger Entwicklungsindex, so Markus Lehmann, und die Kinder- und Jugendarmut ist erschreckend hoch: sie betrifft 71,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Huttenkiez, 65,2 Prozent im Zwinglikiez und 60 Prozent im Beusselkiez. Im gesamten Bereich Moabit West lag die Arbeitslosenrate 2013 bei 10 Prozent, die Zahl der Empfänger von Transferleistungen bei 26 Prozent. Der Anteil der nicht erwerbsfähigen Empfänger von Transferleistungen liegt bei den unter 15-jährigen in Moabit West bei rund 47 Prozent. Also knapp jedes zweite Kind lebt in einem Haushalt, der sein Einkommen aus Hartz-IV, Wohngeld u. ä. bezieht. Weitere Indikatoren: 62 Prozent der Schulkinder in Moabit West bekommen kostenfreie Schulbücher, haben also eine Lehrmittelkostenbefreiung. 16 Prozent der Kinder werden bei der Einschulungsuntersuchung als adipös (fettleibig) eingestuft, was laut Markus Lehmann oftmals auf Vernachlässigung schließen lässt, also mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung.

Eine Studie über Kinder in sozial benachteiligten Familien brachte zutage, dass diese im Vergleich zur Gesamtheit der Kinder häufiger Straßenunfälle erleiden als Freizeit- oder Sportunfälle, dass sie öfter psychisch auffällig sind, eingeschränkte soziale Fähigkeiten besitzen und eher betroffen sind von Rauchen und Passivrauchen.

Markus Lehmann berichtete vom Büro gegen Kinderarmut in Wedding, das kürzlich Experten nach Details befragte. Genannt wurde da u. a. Folgendes:  keine adäquate Kleidung der Kinder in der Schule kann zu Ausgrenzung führen, es gibt viele auf sich selbst gestellte Kinder (mangelnde Emotionalität), mangelnde Teilhabe an Bildungs- und Freizeitaktivitäten sowie dass mangelnde Sprachkenntnisse proportional zur materiellen Kinderarmut ansteigen. Insgesamt sei das Thema sehr schwer zu fassen, gab Markus Lehmann zu. Die statistischen Zahlen und Einzelbefragungen böten aber immerhin Indikatoren dafür, wo man die Auswirkungen der Kinderarmut bekämpfen kann und konkret anpacken sollte.

Auf die Frage aus dem Plenum, was das Bezirksamt gegen Armut tut, antwortete er, dass derzeit eine Vielzahl von Projekten zur frühkindlichen Sprachförderung und Bewegungsförderung wie z.B. „Kitas bewegen“ und „Schule in Bewegung“ laufen. Darin wird besonders der partizipative Aspekt betont, also der Wille der Kinder, dass sie frühzeitig lernen, auch etwas einzufordern. Im SOS-Kinderdorf, Jugendhaus B 8 und im Café Martha und Maria laufen zudem mehrere vom Jugendamt geförderte Projekte unter dem Obertitel „Gesunde Ernährung und Bewegung“.  Marcus Lehmann berichtete auch von dem neuen Projekt „Kulturscouts“. Das beinhaltet, dass Kinder und Jugendliche auf Kultureinrichtungen zugehen, um kostenlose Eintrittskarten für weitere Kinder zu akquirieren. Damit sollen einerseits Kinder aktiviert werden, etwas für andere zu tun, andererseits sollen Kinder an Kultur herangeführt werden.

Bezirksstadtrat Stephan von Dassel (Soziales und Bürgerdienste) sprach im Anschluss zum Thema Altersarmut. Diese sei von vergleichsweise geringerer Bedeutung in Bezug auf die allgemeine Armut im Bezirk Mitte. Hier brauchen rund 105.000 Menschen, also fast jeder dritte, staatliche Unterstützung zum Leben. Rund 80.000 davon sind abhängig vom Jobcenter. Diese Zahlen sind weitaus höher als in anderen Teilen Berlins und Deutschlands. Bei den über 65 Jährigen sind es 10.000 Menschen, die Grundsicherung und/oder Wohngeld beziehen, was eine geringere Dimension im Vergleich zur Armut bei jüngeren Menschen darstellt. Es wird allerdings von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen, also von vielen Rentnern, die lieber ganz bescheiden leben und nicht angeben, dass sie Anrecht auf staatliche Unterstützung hätten. In Zukunft wird das Problem aber immer größer werden, prognostizierte Stadtrat von Dassel. „Schon jetzt bekommt jeder, der heute in Rente geht, im Durchschnitt 200 Euro im Monat weniger Rente als der bisherige Rentendurchschnitt beträgt.“

Neben dem Finanziellen sei das Hauptproblem von Senioren die mangelnde Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der Bezirk kann aufgrund der knappen Haushaltsmittel immer weniger für Seniorenfreizeitstätten aufkommen. „Wir sind stark angewiesen auf Ehrenamtliche.“ Als positives Beispiel hob der Stadtrat die Spiel- und Begegnungsstätte am Nauener Platz hervor, ein Ort, an dem sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren treffen und es Interaktionen zwischen den Generationen gibt. Auch der Fritz-Schloss-Park sei ein gutes Beispiel, hier träfen sich Ältere z.B. gern zum Kaffeeklatsch am Minigolfplatz. Leider gibt es die früher vom Bezirk angebotenen kostengünstigen oder kostenfreien Reisen und Ausflüge für Senioren wegen klammer Kassen nicht mehr. Sie werden – wie auch die früheren Weihnachtspakete und -gutscheine für Ärmere – heute nur noch vereinzelt durch private Spenden ermöglicht.

Der Sozialwissenschaftler Dr. Richard Herding vom kritischen Medieninformationsdienst brachte mit seinem Vortrag über Armut ganz andere Aspekte ins Plenum. Er übte Kapitalismuskritik, forderte ein mehr operistisches Herangehen „von innen und unten“ und bezog sich auf die katholische Soziallehre („Armut ist in der BRD verboten. Das Grundgesetz sagt, dass dieses Land ein Sozialstaat ist.“) Seiner Meinung nach sollte man viel mehr direkt bei den Armen ansetzen. Er kristallisierte sechs Punkte heraus: 1. die Bürokratieunfähigkeit vieler Leute („um Gottes Willen kein Papierkram“), worauf man mit Bürokratie-Unterricht in der Schule antworten könnte; 2. Verachtung und Selbstverachtung vieler Betroffener („Ein Lob der Faulheit ist selten zu hören. Es gibt nur wenige Lebenskünstler. Ein Grundeinkommen wäre erstrebenswert.“), 3. die Unfähigkeit zur Selbstorganisation der Armen (eine richtige Arbeitslosengewerkschaft fehlt, denn bislang engagieren sich eher Helfer als Betroffene), 4. ein eklatanter Mangel an Unterstützung und Begleitung („Die Lobby der Armen ist viel zu schwach, z.B. im Gegensatz zu der der Behinderten, für die es vorbildlich arbeitende Integrationsfachdienste gibt. 200 Euro gibt der Staat pro Monat pro behindertem Menschen für Arbeitssuche und – eingliederung aus. So etwas wünsche ich mir auch für Arbeitslose.“; 5. die Rolle der Nichtarbeit (Produktive Nichtarbeit zu fördern, fände er als Anhänger des Marxismus-Ströbelismus, Wachstumskritiker und Konsumskeptiker gut.); und 6. wohnungspolitische Kämpfe (Günstiger sozialer Wohnungsbau sollte nicht auf Kosten der Natur geschehen. Er plädiert z.B. für die zeitverschobene Nutzung leerstehender Wohnungen.) Dr. Herding zog folgendes Fazit: die Zukunft wird nach seiner Prognose von städtischen Kämpfen geprägt werden. „Wir brauchen ein Organ für mehr Lebensqualität“, sagte er. „Die Gewerkschaften sollten sich nicht nur für höhere Löhne, sondern für mehr Lebensqualität engagieren.“ Zum Schluss seiner Ausführungen zitierte er Hillary Clinton mit: „Wir brauchen das Dorf!“

Dr. Richard Herdings Ausführungen im Detail können Sie hier nachlesen.

In der anschließenden Diskussion wurden u. a. die Gewerkschaften dafür kritisiert, dass sie nach wie vor die Agenda 2010 mittragen und die Mieterorganisationen dafür, dass sie sich nicht an Großdemonstrationen beteiligen. „Wem gehört die Stadt Berlin?“ - Rudolf Blais gab den Hinweis auf den am 4. bis 6.4.14 stattfindenden „Ratschlag“ in der TU Berlin http://berliner-ratschlag.org/, zu dem jeder kommen kann. Matthias Schnauss fragte sich, wohin die Entwicklung von Quartieren durch die Aufwertung geht und wünschte sich mehr positive Beispiele für geglückte Selbstorganisation. Er brachte aus seiner Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt das Problem an, dass einige dort nur fordern würden, nach dem Motto „Ich bekomme Hartz-IV, ich kann keine Fahrräder reparieren.“ und trat für mehr Selbstaktivierung ein. Petra Schrader von den Linken in der BVV war es wichtig zu betonen, dass es auch Gebildete in Armut gibt und arm nicht immer mit „bildungsfern“ gleichgestellt werden solle. Sie wollte wissen, was die BVV tun könne: „Welche Angebote brauchen wir für arme Familien? Wie kann man Kinder motivieren, und wie macht man sie stark?“ Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag e.V. legte den Plenumsgästen die Ausstellungstafeln im Raum ans Herz: „Unter den ‚Lernbiografien aus Berlin-Moabit’ sind viele Migrantenschicksale – alle arm, aber alles andere als bildungsfern.“ Frau Maike äußerte, dass man all diese Themen mal zusammen führen müsste, also MAE, Kinderarmut, Altersarmut sowie die Situation mit "Aufwertung" und den daraus resultierenden steigenden Mieten. Das Geld, das hier reichlich nach Moabit fließt, um Investoren zu beglücken (z.B. Gelder für Stadtumbau West, Sanierungsgebiet Turmstraße usw.), sollte ihrer Meinung nach dafür verwendet werden, die MAE's - z.B. die, in denen Frau C. aus Nadja Messerschmidts Interview gearbeitet hatte - in reguläre und unbefristete Stellen umzuwandeln. Auch sollten die MAE-Kräfte bzw. 1-Euro-Jobber, die sie bisher gemacht haben, übernommen werden. Wenn das nicht möglich sei, könne man notfalls auch damit anfangen, den MAE-Kräften normale Arbeiterrechte zuzugestehen, z.B. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlten Urlaub etc..

Dr. Herding konstatierte, dass die „Erfolge von unten“ bislang sehr dünn seien. Allerdings stellen die Montagsdemonstrationen gegen die Agenda 2010 die größte Demonstrationskette Deutschlands seit den namensgebenden Montagsdemonstrationen 1989, die die DDR zu Fall brachten, dar: „Und da marschierten nicht die Gewerkschaften, sondern die armen Schlucker selber.“  Und von einer norddeutschen Werft gab es das Beispiel der Zivilcourage einer ganzen Belegschaft zu berichten, die lieber in die Arbeitslosigkeit ging als unter großen Gesundheitsrisiken ein asbestverseuchtes Schiff umzubauen.

Sven Kirschke von der Kontaktstelle Pflegeengagement Mitte berichtete von seinem Projekt „Anlaufstellen für Ältere“, das er gerade für den Moabiter Ratschlag e.V. im Auftrag des Bezirksamts und mit Förderung des Bundesfamilienministeriums durchführt. Inhalt ist eine „aktivierende Befragung“ von Über-60-Jährigen in Moabit West, durch die als Resultat ein „Konzept für einen generationengerechten Stadtteil“ geschrieben werden soll.  Bei den Fragen geht es z.B. darum, welche Einrichtungen schon genutzt werden und was konkret für Senioren interessant wäre, z.B. Gesprächskreise, Theateraufführungen usw. An positiven Argumenten zu Moabit wurden in Sven Kirschkes bisherigen Befragungen u.a. die zentrale Lage, die Nähe zur Spree und die gute Umgestaltung der hiesigen Parks genannt. Schlecht fanden die Befragten an Moabit u.a. die Vermüllung, zu viel Multikulti, die Fahrradfahrer auf Gehwegen, und dass es hier kaum vernünftige Bekleidung für Ältere zu kaufen gäbe. Die befragten Senioren wünschten sich, dass das negative Image von Moabit verbessert wird, dass es sauberer wird, und dass mehr Personen statt Institutionen finanziell gefördert werden.

Achtung Senioren und Angehörige älterer Menschen: Die nächsten Termine für diese Befragungen im Stadtschloss-Nachbarschaftstreff sind 20.3., 27.3., 3.4. und 17.4., jeweils von 16 bis 18 Uhr. Am 22.5. sollen dann von 14 bis 17 Uhr die Ergebnisse der Befragungen von Sven Kirschke bekannt gegeben werden.

Das Problem des stark zunehmenden Verkehrs in der verkehrsberuhigten Waldstraße – durch die Sperrung der Siemensstraße verursacht - nahm Bezirksstadtrat von Dassel als Thema aus dem Plenum mit ins Amt. Karl Bösel von der Moabiter Polizei riet, bei behindernden bzw. falsch parkenden Autos, einfach die Polizei (110) anzurufen.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Termine und Sonstiges“  wurden die „Gesunden Tage“, die am 9. und 10.4. im SOS-Kinderdorf stattfinden, genannt, und der „Runde Tisch gegen Gentrifizierung“, der sich jeden 2. Dienstag im Monat im Café Sahara in der Ottostraße 19 trifft.

Das April-Plenum, auf dem sich u.a. die neue Jugendstadträtin Sabine Smentek vorstellt, findet an einem anderen Ort als üblich statt, und zwar beim CJD in der Sickingenstraße 20-28. Wir werden Sie dazu rechtzeitig hier auf unserer Webseite einladen.

Den Bericht vom letzten Stadtteilplenum können Sie HIER nachlesen.

Und die zusammengefassten Ergebnisse und Inhalte aller Stadtteilplena sind hier nachzulesen.

 

 

 

 

Text & Fotos: Gerald Backhaus / Flyer: Moabiter Ratschlag