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"Von ...ensk nach Berlinsk": Nora Gaydukova und das neue Werk der "Moabiter Dichter"

Nora Gaydukova beim Interview im Café Moabit
Die Moabiter Dichter...
...bei der Arbeit
...und beim Vortrag ihrer Werke

Plakat von Elena Jamov

Russische Seele in Moabit? 

Nora und ihre Dichter - Über Nora Gaydukova, das neue Buch "Von ...ensk nach Berlinsk" und die Literaturgruppe "Moabiter Dichter"

Nora Gaydukova und die "Moabiter Dichter" präsentieren am 15. Mai 2012 um 18 Uhr das Nachfolgewerk ihres zweisprachigen deutsch-russischen Sammelbandes "Von ...ensk nach Berlinsk: Schloss Moabit - Lyrik und Prosa". Auch "Schloss Moabit 2" wurde gefördert durch das Programm „Soziale Stadt“ der Europäischen Union, vermittelt durch das Team des Quartiersmanagements von Moabit West. Wo es präsentiert wird? Natürlich im namensgebenden Stadtschloss Moabit. 

Das ist gelebte Integration: Die zweisprachige Autorengruppe "Moabiter Dichter", die sich regelmäßig im Stadtschloss Moabit in der Rostocker Straße 32 trifft, veröffentlicht seit 2010 Lyrik- und Prosa-Anthologien. Zu der Gruppe um Nora Gaydukova gehören russisch- und deutschsprachige Autoren, Fotografen und Künstler. Es sind Frauen und Männer unterschiedlicher Staatsangehörigkeit, Nationalität und Herkunft. Bisher präsentierte die Gruppe ihre Arbeiten auf literarisch-musikalischen Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen in Berlin, Köln und weiteren deutschen Städten, aber auch in Sankt Petersburg und Moskau. Die "Moabiter Dichter" bringen in ihren Werken deutsche und russische Autoren zusammen. Das Prinzip ihrer Sammelbände ist das Folgende: Alle Texte gibt es zweisprachig – auf Russisch und Deutsch. Bilinguale Autoren wie Boris Schapiro, Nora Gaydukova, Maxim Dubaev, Dmitri Dragilev, Alexander Delfinov und Julia Kissina stellen durch ihre Texte die Literaturszene der russischen Diaspora in Berlin vor. Aber auch deutsche Schriftsteller und Übersetzer wie Ira Svenhagen, Ralf G. Landmesser und Hendrik Jekson beteiligen sich an den Büchern. Die Geschichten und Gedichte drehen sich vor allem um das Leben in Moabit und Berlin. 

Die aus Russland stammende Künstlerin Nora Gaydukova kann man getrost als Herz und Seele der "Moabiter Dichter" bezeichnen. Sie wuchs auf und lebte in Sankt Petersburg, dem früheren Leningrad, und war dort als Dozentin für Stadtsoziologie und Urbanistik an der Pädagogischen Hochschule tätig. Sie promovierte über die Anlage neuer Städte in Sibirien. Nora Gaydukova besuchte in ihrer Jugend eine spanische Schule, so kommt es, dass sie neben Russisch und Deutsch auch Englisch und Spanisch spricht. 1997 kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Dort lebte sie zunächst mit ihrem Mann, einem Arzt, und ihren beiden Töchtern in Niedersachen, bevor die Familie durch das Engagements des Mannes am Klinikum Müritz nach Berlin zog.

2008 verarbeitete Nora Gaydukova, die mittlerweile in der Wilhelmshavener Straße in Moabit zuhause ist, ihre Erlebnisse in Form eines ersten Buches mit Gedichten unter dem Titel "Berlinokrat". Den Impuls dazu bekam sie durch einen Kurs mit dem Titel "Kreatives Schreiben", der im Soldiner Kiez stattfand. Sie erhielt ein Stipendium der Otto Benecke Stiftung und schreibt mittlerweile für mehrere Publikationen wie die Magazine "Partner" und "Sieben Künste". Ende 2010 sprach sie zum ersten Mal beim QM Moabit West mit ihrer Idee eines Buches der Moabiter Dichter vor und überzeugte dort, so dass es zur Förderung des Sammelbandes kam.

"Schloss Moabit - Teil 2", von dem zunächst rund 150 Exemplare in der Konrad-Druckerei gedruckt werden, enthält neben Kurzgeschichten wie sein Vorgängerwerk auch wieder Gedichte unter dem Motto "Kleine Reise ins Poesieland". Es ist für 10 Euro im QM-Vorort-Büro und über Nora Gaydukova erhältlich (Kontakt siehe unten).

Ideen für ein drittes Werk gibt es übrigens auch schon, so Gaydukova, der Arbeitstitel lautet "Fremd oder freundlich?" und dafür wird jetzt ein Verlag gesucht.

 

Eine Rezension zu "Schloss Moabit" können Sie hier lesen.

Und hier noch ein Veranstaltungshinweis:

Am 21. Juni 2012 veranstaltet die bilinguale Literaturwerstatt um 19 Uhr im Stadtschloss Moabit in der Rostocker Straße 32 mit „Mussa Jallil – Moabiter Dichter“ einen Erinnerungs- und Lyrikabend unter der Überschrift „Poetry of truth and passion“.

 

Kontakt

Nora Gaydukova (Projektleitung "Moabiter Dichter") 

noragaydukova[at]mail[.]ru

http://literaturwerkstatt.blogspot.de/

 

Text & oberstes Foto: Gerald Backhaus / weitere Fotos - Quelle: Nora Gaydukova