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Veranstaltungen

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Speisekino Moabit #16 - Food & Footage

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ADFC-Radtour durch Mitte

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Gütermarkt am ZK/U

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Freitag, 08. September 2017 , 18:00 Uhr

6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

Freitag, 08. September 2017 , 19:00 Uhr

Speisekino Moabit 2017 #19 / Food + Footage

Samstag, 09. September 2017

Lange Nacht der Chöre 2017

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6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

Donnerstag, 14. September 2017 , 00:00 Uhr

6. Festival für selbstgebaute Musik 2017

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Wer nicht wirbt, der stirbt - ein besseres Image für Moabit!

Aischa Ahmed, die Neue im QM (dahinter Beatrice Pfitzner)
Ein Moabiter durch und durch: Frank Wolf

Über das Stadtteilplenum Moabit West am 16. Februar 2010

Es gab keinen freien Stuhl mehr im Saal, als sich das zweite Stadtteilplenum 2010 im Nachbarschaftstreff "Stadtschloss Moabit" unter der Regie des Moabiter Ratschlag e.V. und der S.T.E.R.N. GmbH zusammen fand. Das wieder von Susanne Torka moderierte Treffen war spannend, auf- und anregend. Mit dabei war ein Kameramann von Deutsche Welle TV, der einen Film über arabische Migranten dreht und dafür seine Protagonistin Jouanna Hassoun während des Plenums filmte. Die Veranstaltung stand vor allem im Zeichen der Image-Verbesserung von Moabit  - sowohl innerhalb des Stadtteils als auch darüber hinaus in ganz Berlin und Deutschland.  

Unter dem Tagesordnungspunkt "Aktuelles aus dem Kiez" wurde über die Ausbreitung von Spielsalons diskutiert. Anlass ist ein neues Geschäft in der Rostocker Straße. Quartiersrätin Jutta Schauer-Oldenburg berichtete aus der BVV, dass die Gesetzeslage Spielsalons generell zulässt sowie von einem 17-jährigen, der sich mit 12.000 Euro verschuldet hat. Verhindern könnten diese Läden nur entsprechende Bebauungspläne. Frau Schauer-Oldenburg rief zum Widerstand gegen Spielsalons auf. Sie würde diesen bündeln und in der BVV vortragen: "Ein 'Wehret den Anfängen' geht schon nicht mehr, aber es wird nicht der letzte Spielsalon im Kiez sein." 

Die norddeutschen Filmemacher Rolf Blank und Veronique Friedmann stellten ihr Internetprojekt "TV Moabit" vor, was demnächst gestartet werden soll. Auf dieser Infoplattform sind die Vorstellung von Vereinen sowie Image-Videoclips geplant, z.B. über das Moabiter SOS-Kinderdorf. Eine vergleichbare Internetseite, die die beiden für eine ostfriesische Gemeinde produziert haben, kann man sich unter www.uplengen.tv ansehen.

Neues vom Quartiersmanagement: Beatrice Pfitzner leitet kommissarisch das Vor-Ort-Büro, so lange Heike Thöne krank ist. Franka Plaschke bleibt bis Ende März, Lars Friedrich, der gerade in Elternzeit ist, wird ab April wieder da sein, und mit Aischa Ahmed gibt es ab sofort eine neue Mitarbeiterin im QM. Beatrice Pfitzner informierte die Anwesenden über die Empfehlungen des Quartiersrates  zur Vergabe der Gelder aus dem Quartiersfonds II. Details zu den Projekten kann man hier nachlesen. 

Zwei Mitarbeiterinnen der Bethania-Gemeinde gaben den Hinweis auf neue kulinarische Aktionen in ihrem Café-Projekt "Marta & Maria" - mehr dazu hier.

Schwerpunktthema des Februar-Plenums war die Vorstellung des Stadtumbau-Projektes 'Unternehmensnetzwerk Moabit' sowie von verschiedenen Maßnahmen zur Imageverbesserung von Moabit.  

"Moabit ist Beste" lautet der Slogan von Frank Wolf, der seit 30 Jahren in Moabit lebt. Der BMX-Künstler, Hiphopper und Partyveranstalter, der früher auch Graffitisprüher war, bricht u.a. mit seiner Moabit-Hymne und dem Blog www.moabit-ist-beste.de eine Lanze für - Zitat - "die Jungs aus der Gosse." Am 19. Februar organisiert er eine Kiezparty im SALZ-Club am Salzufer 20. Er plant ein einen Fernsehkanal für Moabit, in dem die Anwohner zu Wort kommen sollen, und bekam tosenden Applaus für seinen engagierten und ungewöhnlichen Vortrag.

"Moabit ist nicht so schlecht wie sein Ruf" - zwei Mitarbeiter der Werbeagentur arun consult group stellten die Imagekampagne "made in Moabit" vor. Besonders mit Motiven wie den Nackten von der 'Kommune 1' haben ihre Plakate und Postkarten für Aufsehen gesorgt. Von arun werden auch die Infostelen im Stadtumbaugebiet kreiert. In Form von Schautafeln soll auf Industriegeschichte und aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Moabit hingewiesen werden. Die Hauptstele, die die Kampagne vorstellen wird, soll an der Huttenstraße stehen. Weitere dieser Tafeln, von denen zwei von Unternehmen bezahlt werden, sind zum Beispiel an der Beusselbrücke, im Meilenwerk, bei Siemens, der GSG und am Sportpark an der Spree geplant. Ein Hinweis für alle, die zeigen wollen, wie sehr ihnen Moabit am Herzen liegt: wer Interesse hat, Moabit in seinem Briefkopf zu verewigen, kann sich das Logo mit eigenem Textzusatz hier kostenfrei bestellen.

Die Kampagne "made in Moabit" ist Teil des 2009 gegründeten Vereins 'Unternehmensnetzwerkes Moabit', für das Heike Pfeiffer von S.T.E.R.N. sprach. Der Industrie- und Gewerbestandort Moabit ist mit 92 Hektar Berlins größtes innerstädtisches Industriegebiet. Für zukünftige Wirtschaftsentwicklungen und Unternehmensansiedlungen gibt es hier hervorragende Potenziale: neben dem hochmodernen industriellen Sektor - Beispiel Bau der leistungsstärksten Gasturbinen - und starken Dienstleistungsanbietern sind das die nach wie vor günstigen Gewerbeflächen und eine sehr gute verkehrstechnische Anbindung. Zudem liegen herausragende Wissenschaftseinrichtungen wie die TU quasi "gegenüber" auf der anderen Seite der Spree. Diese Verbindung soll durch einen Brückenbau von Vattenfall demnächst auch praktisch Form annehmen. 

Warum gehen viele, die nach ihrem Uniabschluss eine Firma gründen, (noch) nach Adlershof oder Charlottenburg? Heike Pfeiffer betonte, dass es gelingen müsse, Hochschulabsolventen für Moabit zu gewinnen. Als ganz wichtiges Vorhaben in diesem Jahr hob sie den 'Tag der offenen Tür' hervor, an dem Moabiter Schüler in hier ansässige Unternehmen zum Schnuppern kommen können. Geplant sind außerdem so konkrete Dinge wie mehr Fahrradbügel an den S-Bahn-Stationen und Trimm-Dich-Geräte für Erwachsene, die in Moabit arbeiten, damit diese länger hier im Stadtteil verweilen. Weitere Details zum Unternehmensnetzwerk finden Sie auf www.netzwerk-moabit.de.

Das nächste Stadtteilplenum am 16. März 2010 wird "Schule" zum Schwerpunktthema haben. Mehr Information zur Tagesordnung gibt es demnächst auf unserer Seite.

 

Text und Fotos: Gerald Backhaus