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Workshop "Auf dem Weg in die Kita"

- Die Projektleiterinnen Shiva Saber-Fattahy und Dagmar Lettner

- von links: Projektleiterin Dagmar Lettner mit Carola Fuchs und Beatrice Pfitzer (beide QM)

- Moderatorin Eva Maria Kaes

- Die Impro-Truppe spielt

- Start des "World Cafés"

- Bei der Arbeit in den Arbeitsgruppen
Ende Februar trafen sich Eltern und Erzieherinnen im Rathaus Tiergarten
Mütter und Väter, die ihre Kinder mit dem Handy am Ohr im Kindergarten abholen und denen nur mit Handzeichen bedeuten mitzukommen, machen es Erzieherinnen schwer, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So etwas ist leider keine Seltenheit. Andersherum bestehen manche Erzieherinnen am Morgen auf absoluter Pünktlichkeit, was unvereinbar ist mit dem verständlichen Wunsch mancher Eltern, zu Hause mit dem Kind noch mehr Zeit zu verbringen. Alles kein Drama, aber das Miteinander ließe sich viel besser gestalten, wenn man sich darüber einmal austauschen und danach mit mehr Verständnis aufeinander zugehen würde.
Wie man - zum Wohle der Kinder - besser miteinander in Kontakt kommt, was Eltern und Erziehungspersonal "auf der Seele brennt", darum ging es am 28. Februar 2012 im BVV-Saal des Rathauses Tiergarten. Dort fand ein dreistündiger Workshop zum Thema "Auf dem Weg in die Kita" statt. Er war gedacht für alle, die mit Kindern zu tun haben: Eltern und Erzieherinnen. Das Ziel war ganz klar: eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen beiden Gruppen. Da viele der Anwesenden kleine Kinder haben, war im Zimmer gegenüber für Kinderbetreuung gesorgt.
Der BVV-Saal war gut gefüllt, als Beatrice Pfitzner und Carola Fuchs vom Quartiersmanagement Moabit West die Veranstaltung gemeinsam mit den beiden Projektleiterinnen Shiva Saber-Fattahy und Dagmar Lettner eröffneten. Sie übergaben dann an Moderatorin Eva-Maria Kaes, die die anwesenden Eltern und Erzieherinnen auf das Thema einstimmte, was im Anschluss sehr plastisch von drei Improvisations-Schauspielern umgesetzt wurde. Diese spielten zwei Szenen: eine fand zuhause beim Frühstück statt, wo Stress herrschte zwischen Vater, Mutter und Großmutter. Der Vater muss schnell weg zu seinem Geschäftstermin, die Mutter ist überfordert, und ihre Mutter wiederum 'verschlimmbessert' die Situation mit ihren Kommentaren, wer kennt so etwas nicht? Die zweite Szene spielte in der Kita selbst mit einer übereifrigen Erzieherin, einem lässigen neuen Erzieher und der Kita-Leiterin. Auch hier konnte das Publikum dem Darstellerteam aus zwei Frauen und einem Mann spezielle Probleme zur schauspielerischen Umsetzung zurufen, z.B. dass die Erzieherin Probleme hat, Geld von den Eltern für die Gruppenkasse einzutreiben, während ihr junger Kollege mit den Folgen einer durchzechten Nacht kämpft.
Nach dem Improvisationstheater teilten sich die Anwesenden - dem Modell "World Café" folgend - in einzelne Arbeitsgruppen auf. Moderatorin Eva-Maria Kaes, die selbst auch Elternkurse veranstaltet (Details und Termine dazu finden Sie hier), war begeistert davon, wie das funktionierte: "Es hat mich sehr überzeugt, wie intensiv und mit wie viel Spaß Eltern und Mitarbeiterinnen einer Einrichtung miteinander gearbeitet haben, um sich Verbesserungen im Kontakt zwischen Eltern und Erzieherinnen in ´ihrer´ Kita zu überlegen. Unser Wunsch war es, dass über Beteiligungsmöglichkeiten nachgedacht wird, die über das Büffett beim Kita-Fest hinausgehen."
Das Ergebnis des Workshops kann sich sehen lassen: Die Teilnehmerinnen entwickelten konkrete Pläne, was in den nächsten Monaten Neues in der jeweiligen Kita geschehen könnte, um die Zuammenarbeit von Eltern und Erzieherinnen zu fördern. "Damit haben sie genau die Impulse aufgenommen, die wir mit der Veranstaltung gerne geben wollten: miteinander ein Ziel zu überlegen und gemeinsam zu entwickeln, mit welchen konkreten Schritten es umgesetzt werden kann. Nicht die ´Höhe´ des Ziels war für uns der Maßstab, sondern die Machbarkeit", so Eva-Maria Kaes. "Die Teilnehmerinnen waren dem Bekunden nach sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Fachtages - und damit bin ich es auch. "
Der Workshop im Rathaus war ein Projekt der Diakoniegemeinschaft Bethania, der durch das Programm 'Soziale Stadt' gefördert wurde.
Flyer_Einladung_Workshop.pdf (1,8 MB)












