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Norbert Onken wurde mit dem Ehrenamtspreis des Bezirks Mitte ausgezeichnet

 

 

Die Laudatio von Jutta Schauer-Oldenburg war kurz, aber prägnant.

 

Die kleine Ansprache im Wortlaut:

Verehrte Damen und Herren, Sehr geehrter Herr Onken,

ich bin besonders stolz, die Laudatio für Sie halten zu dürfen und sie richtet sich direkt an Sie.
Wir verleihen heute und hier keinen Nobelpreis, aber für uns ist diese Ehrung, dieser Preis viel, viel wichtiger: Mitte mit seinem Stadtteil Moabit ist nah – Stockholm und Oslo sind weit weg

Die letzte Zeile des Liedes  „Goldenen Straßenregeln für Moabit lautet: "Allen, allen ist jetzt klar, Moabit ist einfach wunderbar!"  Dieser Meinung sind nicht alle, nicht in Moabit, nicht in Mitte, nicht in Berlin.

Sie, Herr Onken, sind aber dieser Meinung und setzen sich heftig dafür ein, dass diese Zeile Wirklichkeit wird und die „Moabiter Stigmatisierung“ ein Ende findet.

Sie beteiligen sich daran, dass in den Schulen Elternarbeit wieder ein wichtiger Bestandteil wird, dass Eltern sich zum Wohl ihrer Kinder einbringen - und dies ohne einen von Ihnen erhobenen Zeigefinger.  

Ihr Wunsch ist es, dass die beiden Unworte „bildungsnahe – und bildungsferne Eltern“ aus der deutschen Sprache wieder verschwinden.

Sie machen es uns immer wieder klar, ohne andere Bereiche zu vernachlässigen, dass unsere Kinder und Jugendliche die Bürgerinnen und Bürger  von morgen sein werden, mit ihren Rechten und Pflichten und erinnern uns dabei an unsere Pflichten.

In Moabit leben viele Freunde, viele unbekannte Freunde, viel Menschen mit Migrationhintergrund.  Für Sie bedeutet Integration  Integration und nicht Assimilation, eine nachahmenswerte Haltung für alle Kieze und vielleicht wird Oslo einmal auf Sie aufmerksam; ich denke an den Friedensnobelpreis!

Als Quartiersrat wählen Sie ohne Eigennutz Projekte aus, die dem ganzen Kiez gut tun, Sie haben immer den Blick auf das Ganze, für das Wesentliche. Das weiß ich, denn ich sitze daneben.

Im Stadtteilplenum, dem kleinen Parlament des Freistaates Moabit greifen Sie die Probleme von Moabit auf, wissen diese in geschickten Bahnen einer Lösung zu zuführen und überzeugen die Menschen davon, sich sachlich und politisch für ihre Rechte einzusetzen.

Bürgerbeteiligung ist für Sie unabwendbar, was die Politik nicht immer gut findet, doch ehrenamtliche Tätigkeit ist ja auch eine Form der Bürgerbeteiligung.

Sie erhalten heute den Preis dafür, dass Sie freiwillig soziale Verantwortung übernehmen, sich für das Gemeinwesen einsetzen, dieses auch erfolgreich umsetzen, geprägt durch ihr motiviertes, für alle sichtbares Handeln.

Lieber Norbert Onken, wir gratulieren , wir bedanken uns - und bleiben Sie immer auf der Seite der Moabiter.

Ein kleiner Hinweis, um uns treu zu bleiben: dazu ein Wort aus dem 5. Buch Mose " Und der Herr sprach: Du sollst die Moabiter weder bekämpfen noch bekriegen!!"

Text: Jutta Schauer-Oldenburg, Fotos: emk