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Klara-Franke-Preis an Norbert Onken

Das vergangene Wochenende stand in Moabit ganz im Zeichen des Bürgerengagements. In diesem Rahmen wurde vom Verbund für Nachbarschaft und Selbsthilfe der „Klara-Franke-Preis" verliehen, mit dem Menschen geehrt werden, die sich in besonderer Weise für den Kiez eingesetzt haben.
Namensgeberin Klara Franke (1911 – 1995) wäre am 6. März diesen Jahres 100 Jahre alt geworden, die „Kiezmutter der Lehrter Straße“ und „Königin von Moabit“ ist insbesondere vielen alt-eingesessenen Moabiter als engagierte und authentische Nachbarin lebhaft im Gedächtnis.

Die Preisverleihung fand bei Kaffee, Kuchen und dem gemeinsam gesungenen Ständchen der „Moorsoldaten“ in der Kulturfabrik Lehrter Straße statt. Eingefunden hatten sich rund 50 engagierte und interessierte Moabiter, teils mit „Kind und Kegel“, deren Gesichter man auch aus Beteiligungsgremien, Institutionen und sozialen Einrichtungen im Stadtteil Moabit kennt.

"And the winner is…" - Jutta Schauer-Oldenburg verlas schließlich in ihrer Laudatio einen überraschten, aber erfreuten Norbert Onken als den diesjährigen Preisträger. Norbert Onkens Engagement gilt vor Allem der sinnvollen und sozialen Neugestaltung des Stadtteils. Hierbei sind ihm auch die Belange der Kinder besonders wichtig, so war er lange als Elternvertreter in der James-Krüss-Grundschule engagiert, derzeit ist er externes Mitglied in der Schulkonferenz der 1. Gemeinschaftsschule Moabit. Er hat sich als Quartiersrat in Moabit West und in der Bürgerinitiative Siemensstraße vor allem in Sachen Bebauung des Hamberger Geländes stark gemacht. Auf dem ehemaligen Gewerbegelände an der Siemensstraße soll ein Gastrogroßmarkt entstehen, dessen gigantische Ausmaße die Infrastruktur und Lebensqualität im Kiez stark beeinträchtigen würden. Onken lässt sich da auch durch unhöfliche Bemerkungen des Baukonsortiums nicht von seinen Interessen abbringen und bleibt – ganz im Stil Klara Frankes – am Ball, wenn es um Bürgerbelange geht.  

Umfangreiche Hintergrundinformationen in Sachen Hamberger Großmarkt bietet das Internetportal MoabitOnline, dessen Mit-Herausgeberin Susanne Torka die Preisverleihung als Mitglied im Verein für eine billige Prachtstraße e.V. organisiert hat. Dieser ist Teil des Verbunds für Nachbarschaft und Selbsthilfe. 

Der Dank geht auch noch an die zahlreichen Helfer und Kuchenspenden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Die Jury setzte sich zusammen aus Ingrid Tho­rius (Tochter von Klara Franke), Mus­tafa Fahim (Moa­biter Rat­schlag e.V.), Birgit Wächter (SHK Selbsthilfe-, Kon­takt– und Bera­tungs­stelle, StadtRand gGmbh), Manuela Klempp (Verein für eine Bil­lige Prachtstraße-Lehrter Straße e.V.), Martin Dahmen (K3 - Fre­cher Spatz e.V.http://www.kulturfabrik-moabit.de/kufa/und Gertrude Kölbach-Arabu (SOS Kinderdorf Moabit).

Besonderes Augenmerk gilt es auch auf die Fotoausstellung „Augenhöhe 1,20m“ der Kufa-Kids zu werfen, die im Zusammenhang mit der Preisverleihung eröffnet wurde. Im Café der Kulturfabrik hängen derzeit wirklich professionelle Fotoimpressionen der Kids, aufgenommen aus besagter Höhe 1,20m. Dadurch erhalten die Moabiter Kiezporträts einen besonderen Aufnahmewinkel, der die Architektur-, Landschafts- und „People“-Portraits aus einer reizvollen, neuen Position zeigt. Jenseits von Frosch- und Vogelperspektive, eben auf Kinderaugenhöhe entstanden. 

Gegen einen geringen Beitrag konnte man auch das selbst erkochte und zusammengestellte Kochbuch der Kufa-Kids erwerben. Dieses wurde im Rahmen des Projekts „Jugendjury Moabit-Ost“ von den Kindern eigenständig als Projekt beantragt und durchgeführt. Die „Jugendjury“ wird durch das QM Moabit-Ost aus Mitteln des Programms „Soziale Stadt“ gefördert. Hier werden von Kindern und Jugendlichen aus Moabit-Ost selbst Projektideen entwickelt, bewertet und umgesetzt. Auch für 2011 werden noch Jurymitglieder gesucht!

Text und Fotos: Kerstin Heinze / GB