Suche


Veranstaltungen

Veranstaltungen aus dem Quartiersmanagement

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken

Eröffnung von Moabiter Stadtgarten und ZK/U am 24. und 29. September

Das Bezirksamt Mitte lud alle Moabiter und Interessierte am 24. September zurEröffnung des Moabiter Stadtgartens und des Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) ein und viele kamen. Sie vernahmen vor Ort nicht nur die Begrüßungsworte von Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke, sondern hörten auch die Reden des Staatssekretärs für Bauen und Wohnen, Ephraim Gothe, der bereits in seiner Zeit als Baustadtrat dem Projekt eng verbunden war, sowie die des zuständigen Landschaftsarchitekten Udo Dagenbach vom Büro Glaßer und Dagenbach und der "Kunstrepublikaner", die das ZK/U betreiben.

Der offizielle Startschuss zur Nutzung des "Moabiter Stadtgartens" auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes - einer neuen öffentlichen Parkanlage für Moabit - und gleichzeitig die Eröffnung des Zentrums für Kunst und Urbanistik (ZK/U) wurde musikalisch umrahmt von Kindern der gegenüber liegenden Ersten Gemeinschaftsschule (James-Krüss-Grundschule). Die Kinder ließen auch Ballons mit dem Logo des Programms „Soziale Stadt“ über dem Gelände fliegen.

Auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofes wurde als Teil des Stadtumbaugebietes Tiergarten eine etwa 15.000 m² große öffentliche Parkanlage mit dem Namen „Moabiter Stadtgarten“ verwirklicht. Wo früher Güterzüge hielten, findet man jetzt einen „attraktiver Stadtraum mit generationsübergreifenden, d.h. Familien- und seniorengerechten Grün- und Freiflächen einschließlich Spiel- und Sportbereichen“, so Bezirksbürgermeister Hanke. Staatssekretär Ephraim Gothe fand, dass die umfangreiche Beteiligung der Bürger am Planungsverfahren Nähe schafft und damit Vertrauen zwischen Verwaltung und Anwohnern. „Ich habe die Hoffnung, das sich dies auch positiv auf die Nutzung und Erhaltung der Anlage auswirken wird. Die für den Moabiter Stadtgarten eingesetzten rund 2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau West sind gut angelegt.“

Das Konzept für den Moabiter Stadtgarten wurde in einem konkurrierenden Werkstattverfahren erarbeitet. Dabei wurde auch die Moabiter Bürgerschaft involviert. Neben einem großen Spielplatz, einer Wiese mit Obstgehölzen, Liegen und Hängematten gibt es einen parzellierten Gemeinschaftsgarten, der auf interessierte Bürgergruppen wartet, die die Verantwortung für die einzelnen Hochbeete übernehmen.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude und ein Teil des Güterschuppens wurden vor dem Abriss bewahrt und durch den Künstlerverein KUNSTrePUBLIK e.V. in Stand gesetzt und umgebaut. Es wird als Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) genutzt und steht der Öffentlichkeit schon jetzt für verschiedenste Veranstaltungen offen. "Der Moabiter Stadtgarten ist ein weiterer Baustein zur Verschönerung unseres Bezirks, zur Verbesserung der Aufenthalts- und Freizeitqualität in Moabit. Ich freue mich über das Engagement des Senats, ohne das der Bezirk die finanzielle Hürde nicht hätte nehmen können und wünsche allen vor Ort eine anregende und angenehme Zeit", betonte Bezirksbürgermeister Dr. Hanke. Die Planung hatte das Büro Glaßer und Dagenbach durchgeführt, die Organisation der Bürgerbeteiligung erfolgte durch den Moabiter Ratschlag e.V., die Kinderbeteiligung auch in Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro von Katharina Homann. Darüber können Sie hier mehr erfahren: http://moabiter-ratschlag.de/ng/park-gueterbahnhof-moabit/ und http://moabiter-ratschlag.de/kinderbuero/moabiter-stadtgarten/ Das Unternehmen Otto Kittel Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau war für die Baumaßnahmen zuständig.

 

Auch die drei Herren vom Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) luden selbst ein, nicht nur zum 24.9., denn sie wollen gleich an zwei Tagen feiern:

Am Montag den 24.9.2012 um 12 Uhr findet eine offizielle, und am Samstag den 29.9.2012 (10 Uhr bis in die Nacht) eine feierliche Eröffnung statt. Sie beginnt mit dem Sperrmüllmarkt, mehr Details zum genauen Programm finden Sie hier.

Das im Sommer 2012 eröffnete Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZKU) ist ein neuer, unabhängiger Denk- und Produktionsraum im ehemaligen Güterbahnhof Moabit, Berlin. Nach über 4 Jahren Planung, einem umfangreichen Umbau und Dank der Hilfe von Freunden und Unterstützern ist es dem Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK gelungen, das Gebäude über einen Erbpachtvertrag als langfristigen Standort für Forschungsresidenzen und öffentliche Veranstaltungen zu eröffnen. Neben Symposien, Workshops, Konferenzen, Konzerten und Ausstellungsprojekten werden experimentelle Formate für unterschiedlichste Öffentlichkeiten erprobt. Das ZKU versteht sich als kollektives Labor: Statt eines Masterplans steht der Prozess und eine sich fortwährend neu definierende Programmatik zwischen lokal verorteter Praxis und internationalen Diskursen im Vordergrund. Das ZKU ist umgeben von einem fertig gebauten öffentlichen Park mit Gemeinschaftsgärten. Der perfekten Anmutung dieser neuen Parklandschaft, setzt das ZKU seinen gewachsenen Grafitti-Charme entgegen. Über einen 40 Jahre währenden Pachtvertrag für kulturelle, gemeinnützige Zwecke ist das ZKU unabhängig und wird sich erlauben kritisch die Belange von Stadt und Kunst zu hinterfragen.

Hier die nächsten Termine im ZK/U auf einen Blick: 

28.9.-14.10. Kitakyushu Biennale zu Gast im ZK/U. Beginn: 19 Uhr

29.9. Feierliche Eröffnung des ZK/U mit Sperrmülltag, Open Studio, Workshop, MHD Kochen, Filmprogramm und Musik. Beginn: 10 Uhr bis in die Nacht

30.9. Musique Maudite - Folk, Acoustic und Singer Songwriter auf der Terrasse. Beginn: 16 Uhr

3.10. 'Die Therapie' im ZK/U with Britta Lange und Margit Berner. Beginn: 15 Uhr.

Der Eintritt ist bei allen genannten Veranstaltungen frei. Küche und Kino sowie Musique Maudite werden unterstützt durch Mittel des QM Moabit West. Der Umbau des Güterbahnhof Moabit zum ZK/U wurde durch freundliche Unterstützung der Stiftung Lotto Berlin ermöglicht.

Zudem hatte Nicola Kluftinger vom Moabiter Schulgarten (Moabiter Ratschlag e.V.), dessen Kinder neben den Grundschülern der Ersten Gemeinschaftsschule bei der Gestaltung des Stadtgartens mitgewirkt hatten, zur gleichzeitigen Eröffnung des Teilbereichs „Gemeinschaftsgarten“ östlich des ZK/U-Gebäudes eingeladen: „Innerhalb des neu geschaffenen Bürgerparks hat die Künstlerin Bärbel Rothhaar gemeinsam mit Kindern ein Betonrelief für eine Lärmschutzwand geschaffen. Verteilt über ein ganzes Jahr fanden mehrere Kurse im Schulgarten Moabit statt, deren Idee es war, Styropor-Hüllen von elektronischen Geräten künstlerisch zu verwerten. Aus der Vielzahl der Formen wurden zwei Flächen von je 8 qm gestaltet, die den hinteren Eingang des Parks flankieren. Selbst an die im Park lebenden Wildinsekten wurde gedacht, denn einige Vertiefungen im Beton sind inzwischen mit Lehm verfüllt, in dem die Insekten ihren Lebensraum finden.“

Mitwirkende:

Planung: Büro Glaßer und Dagenbach, Landschaftsarchitekten, Organisation: Katharina Hohmann und Nicola Kluftinger, Moabiter Ratschlag e.V., Betonbau: Firma Fiebig. Mitgearbeitet haben neben Bärbel Rothhaar etwa 50 Kinder, der Künstler Douraid Rahhal, die Imkerin Nicole Schmall und der Praktikant Johannes Erber. Gefördert von Bezirksamt Mitte, FB Stadtplanung, Stiftung Naturschutz / Projekt Trenntstadt, BSR, Moabiter Ratschlag e.V.

Kontakt zum ZK/U:http://www.zku-berlin.org/

Info: Bezirksamt, ZK/U & Nicola Kluftinger / Fotos: GB