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Echtes Traditionshandwerk: Die Meisterbäckerei Zandonai in der Elberfelder Straße

Er ist zwar schon „in vieler Munde“, man kann es aber nicht oft genug sagen: die Bäckerei Zandonai in der Elberfelder Straße 2 ist ein echter Lichtblick in Sachen Geschmack. Der traditionelle Moabiter Handwerksbetrieb, der einzige in Tiergarten, fertigt 98 Prozent seiner Ware selbst an. Zandonai bildet auch aus, das kleine Geschäft ist ein FamilienbetriebFrau und Tochter arbeiten mit. Andreas Zandonai hat 13 Angestellte, um den großen Aufwand zu bewältigen, den eine Qualitätsbäckerei mit sich bringt: In der Backstube arbeiten vier Gesellen, ein Lehrling, zwei Konditoren und ein Konditormeister, der nur die Feingebäcke macht, also Pralinen, Trüffel und Baumkuchen. Alleine zu Weihnachten werden an die 13 Sorten Dominosteine „geschaffen“. Der Teig für das Weihnachtsbackwerk ist übrigens jetzt schon angesetzt und muss „ruhen“, um dann zur Weihnachtszeit das richtige Aroma zu entfalten. Eine Herzensangelegenheit ist dem Moabiter auch das Brotsortiment. Hier bekommt man rund 22 wechselnde Brotsorten, vom zarten Kastenweißbrot bis zu diversen Vollkornsorten. Dinkelbrot und Laugengebäck darf natürlich nicht fehlen. Hinzu kommen die feinen handgefertigten Pralinen oder liebevoll gestaltete Osterwaren.

Der Laden hat angemessene Preise, und die Kuchenstücke sind hier größer als in anderen Bäckereien. Zwar gibt es auch Kritik, doch darf man nicht den großen Aufwand und die gute Qualität vergessen. Hier isst das Auge mit, und der Geschmack kommt dabei nicht zu kurz. Persönliche Redaktionsvorliebe sind die Schweineohren für nur einen Euro. Natürlich bestehen sie nur aus selbst gemachten Blätterteig, nicht etwa aus Tiefkühl-Rohstoffen. In diesem Jahr möchte Andreas Zandonai wieder eine Sammlung für die Kinderkrebsklinik starten. Dafür hat der Moabiter Bäcker bereits über 2000 € zusammen bekommen, ein persönlicher Schicksalsschlag hatte ihn vor einigen Jahren „hinter die Kulissen“ der Station blicken lassen und zur Spendenaktion motiviert. Elternbetten und Unterhaltungsmöglichkeiten für die krebskranken Kinder konnten so angeschafft werden.So ein Bäcker-Arbeits-„Tag“ geht bereits um Mitternacht los. „Wir arbeiten, bis wir fertig sind. Wir müssen ja die Backstube saubermachen. Die kann man nicht so liegenlassen, und so kann es mal 9 Uhr werden, mal 11 Uhr. Danach kommt das hinzu, was so dranhängt wie Einkauf und Buchhaltung. Die Tage bzw. Nächte sind recht kurz: ich gehe zwischen fünf und sieben Uhr abends schlafen. Manchmal sitze ich noch mit meiner Frau zusammen. Aber um 23 Uhr klingelt der Wecker“.

Meisterbäcker Andreas Zandonai, Elberfelder Straße 2, 10555 Berlin, Tel. 39 90 80 85

Kerstin Heinze (Text & Fotos)