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Freitag, 21.06.2019

Konzept "Nahraum Bremer Straße" und mehr beim Stadtteilplenum im Juni 2019

Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden am 18. Juni 2019 viele den Weg zum Nachbarschaftstreff. Der Moabiter Ratschlag e.V. und das Quartiersmanagement Moabit West hatten zum Stadtteilplenum eingeladen und Susanne Torka moderierte die Veranstaltung.

Aktuelles aus dem Kiez

Freiwilligenprojekt der internationalen Studentenorganisation AIESEC

Die Französin Julie ist Studentin an der FU, Luise studiert an der Universität Potsdam. Die beiden Vertreterinnen von AIESEC berichteten sehr charmant über ihre Organisation, in der sich Menschen aus 17 Nationen engagieren. In Berlin-Brandenburg sind die Einrichtungen HU, TU und FU sowie die Universität Potsdam involviert. Zu den Hauptzielen der 1948 gegründeten Organisation gehören Frieden und Umweltschutz, die Reduzierung von Armut und Ungleichheit und eine neue globale Partnerschaft. Dazu wurde eine Agenda aufgestellt, die 17 Ziele mit 169 Unterzielen beinhaltet.

Seit über 70 Jahren pflegt die Organisation besonders den kulturellen Austausch. Aktuell bringt AIESEC internationale Freiwillige nach Berlin, die vor allem in sozialen Projekten eingesetzt werden, bei denen es besonders um Klimaschutz und verantwortungsbewussten Konsum geht. Bei „Naturfreunde Berlin: GleisBeet“ steht städtisches Gärtnern im Vordergrund. Bei der Berliner Tafel auf dem Großmarktgelände in Moabit helfen die internationalen Freiwilligen u.a. bei der Sortierung der Lebensmittel und bei der Essensausgabe, in den Kreuzberger Prinzessinnengärten beim urbanen Gärtnern, sowie bei „AspE“ kümmern sie sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Kompetenzzentrums IBAS.

Zur Unterbringung der Freiwilligen im Alter von 18 bis 30 Jahren werden noch Gastfamilien für sechs Wochen im Zeitraum vom 14.7. bis 23.8.2019 gesucht. Ein Schlafplatz reicht grundsätzlich aus, schöner wäre natürlich ein Umfeld, in dem die internationalen Gäste etwas deutsche Alltagskultur miterleben können.

Sie wollen sechs Wochen lang zu einer Gastfamilie werden?

Mehr Informationen & Kontakt: aiesec.de/globalhome, Mail: vpigv.berlin.hu@aiesec.de, Henrik Podewils 0163 1639251

Leider konnte das PULS-Sommercamp „Urlaub vom Ego“ nicht wie geplant vorgestellt werden.

Fête de la reUNION

Alle Mitglieder - Träger, Akteure und Anwohnerschaft - haben sich in der AG reUNION vernetzt. Sie möchten in der Gegend zwischen Unionplatz und U-Bahnhof Birkenstraße u.a. die Grünflächen neu beleben und besser nutzbar machen sowie den Zusammenhalt der Nachbarschaft stärken. Letztes Jahr gab es dazu ein Nachbarschaftsfest, in der Zeit danach fanden zwei Putzaktionen statt. In diesem Jahr nun findet eine Fête de la reUNION am Tag der Fête de la Musique, dem 21. Juni 2019, statt. Daher kommt auch der ähnlich klingende Name. Zu dem Fest de la reUNION wird es ein vielfältiges Programm geben, was Esther Klobe-Weihmann und die anderen von der AG reUNION dem Plenum erläuterten. Es reicht von Bühnenprogrammen, Sport und Spielen bis hin zum Tangotanzen, Zusammensein und Kennenlernen. Nicola Kluftinger vom Moabiter Schulgarten berichtete, dass der Garten sein Sommerfest extra auch auf den 21.6. gelegt hat. Hier werden u.a. die Lewetzow-Girls singen und trommeln, und man kann abends Tangotanzpaare bewundern und selbst mittanzen. An der Unionhalle hat der Karame e.V. aus der Wilhelmshavener Straße eine offene Kinder- und Jugendbühne geplant. Auf dem Unionslatz gibt es eine Ideenwerkstatt und Umfrage zur Situation am Platz. Am Zaun des Schulgartens wird es einen Kleidertausch geben, und im ZK/U kann man T-Shirts bedrucken. Auch Gewerbetreibende sind mit im Boot: im Café Tirree und im Kallasch geht es bei musikalischen Darbietungen bis 22 Uhr. Jugendliche vom Karame e.V. übernehmen Wegweisung und Sicherheit, also bitte keine Scheu, sie bei Bedarf anzusprechen!

Nahraum Bremer Straße“

Zum Schwerpunktthema Nahraum Bremer Straße waren Marion Schuchardt von der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (www.stattbau.de) und Claudia Schmidt vom Stadtentwicklungsamt Mitte zum Plenum gekommen. Sie stellten das integrierte Konzept vor, das vor kurzem fertig geworden ist, und beantworteten Fragen aus dem Plenum.

Bremer Straße 2030 - ein klimarestistent und modellhafter Stadtraum mit starkem Akteursnetzwerk

Das Quartier war schon in den 80er Jahren eine Modellregion zur Verkehrsberuhigung. Anlass für das Konzept zur Umgestaltung des Straßenzuges, der vom Rathaus und der Markthalle bis hin zum ZK/U reicht, war ein Beschluss der BVV, damit sich hier ökologisch und sozial etwas zum Positiven verändert. Das Konzept wurde in einem fachübergreifenden Team gemeinsam erarbeitet. Neben der Stadtentwicklungsgesellschaft waren dabei u.a. innovative Experten für Wasser und Verkehrsbelange sowie Spezialisten für den Grünanteil involviert. Hauptziel ist eine sogenannte „Multicodierung“ der sozialen Infrastruktur, was bedeutet, das unterschiedliche Nutzungen durch verschiedene Nutzergruppen ermöglicht werden sollen. Mit der Umgestaltung soll eine Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums in der Bremer Straße erreicht werden, außerdem stehen Klimaschutzmaßnahmen und die Stärkung der sozialen Netzwerke im Fokus. Was die ökologischen Ziele angeht, soll der Bereich „Nahraum Bremer Straße“ zu einem Modellquartier für Klimaschutz werden. Geplant sind u.a. „ökologische Leuchttürme“ und Regenwassermanagement.

Im Vorfeld der Konzepterstellung gab es eine rege Bürgerbeteiligung, die auch einen Stadtspaziergang durch die Bremer Straße beinhaltete. 2018 wurde zudem zwei Tage lang mit Kindern zum Thema Unionpark zusammengearbeitet. Eine Veranstaltung nach der Methode „World Café“ fand im Februar 2019 im Rathaus Tiergarten statt. Dort wurde an verschiedenen Thementischen gearbeitet, was viele Ideen erbrachte.

Marion Schuchardt von STATTBAU erläuterte das Konzept anhand von einzelnen Stationen und baulichen Orten von Süd nach Nord.Einige Argumente in Kürze:

1. Jugendverkehrsschule (JVS) und Platzbildung: Der Grünstreifen an der Bremer Straße soll der JVS zugeordnet werden. Als Ausgleich dafür gibt sie etwas Platz im Süden ihres Geländes ab, denn dort soll ein neuer Platz gegenüber der Markthalle geschaffen werden. Es soll keine Sanierung der alten Gebäude geben, sondern eine leichte und transparente Eingangssituation werden, die den Schwerpunkt Mobilität betont.

2. „Die Bremer Straße läuft“: Ziel ist es, die Qualität für die Fußgängerinnen und Fußgänger zu verbessern, mehr Aufenthaltsangebote zu schaffen, außerdem stehen Fahrradfreundlichkeit durch mehr Abstellanlagen und einen veränderten Straßenbelag an. Straßenbäume sollen ausgetauscht und pflegeextensive Pflanzungen von Stauden durchgeführt werden. Die Verbesserung der Barrierefreiheit an den Querungen ist auch Thema.

3. Der Hort in der Wiclefstraße , denn „die Bremer Straße kindergärtnert“: Die Sanierung des Hortgebäudes und ein Umbau zu einem Kindergarten mit ca 120 Plätzen wird angestrebt.

4. Wolfgang-Scheunemann-Haus: „Die Bremer Straße kümmert sich“: Die Freiflächen sollen gestaltet, der Bolzplatz soll ertüchtigt werden und in Zukunft mehr geöffnet sein. Doch bräuchte man dazu Menschen, die sich darum kümmern. Nicht die Bestandsgebäude zu sanieren, wird angestrebt, sondern lieber ein Neubau mit größerem Flächenangebot, z.B. für inklusives betreutes Wohnen.

5. „Kap Union“ - „Die Bremer Straße nimmt Platz“: Das Rankgerüst soll zur besserer Einsehbarkeit abgebaut werden. Der Platz muss gärtnerisch aufgeräumt werden. Außerdem wäre ein mobiler Eis- oder Café-Wagen schön, oder das dort benachbarte Café räumt ein paar Stühle und Tische raus.

6. Unionpark - „Die Bremer Straße erholt sich“: Geplant sind eine klarere Nutzungszuordnung durch Zonieren und eine bessere Wegeführung sowie ein pädagogischer Pflanzenpfad.

7. Unionplatz - „Die Bremer Straße wächst zusammen“: Ein temporäres Café als Nachbarschaftstreffpunkt, z.B. in Form eines Containers oder Kiosks, wird hier angestrebt. Das soll eine Anlaufstelle werden, von der aus diverse Aktivitäten stattfinden können. Die sanierte Unionshalle bleibt erhalten. Und in der 2. und umfassenderen Variante des Konzepts dient das Café als Anker, es gibt Verlagerung des SGA-Werkhofs zur Ellen-Ebstein-Straße hin und stattdessen an dieser Stelle einen Hort-Neubau. Die 2. Variante schlägt zudem einen Teilabriss der Unionhalle vor, einen Neubau des Bolzplatzes sowie die Entwidmung der Oldenburger Straße, um dadurch den vorhandenen Spielplatz zu erweitern und den Übergang vom Unionspark zum ZK/U zu verbessern. Damit würde auch ein sicherer Schulweg geschaffen.

8. „Die Bremer Straße bildet“ - das Schulumweltzentrum (SUZ) Mitte ist DER ökologische Bildungsort im Quartier. Die Gartenarbeitsschule ist ein außerschulischer Lernort. Hier schlägt das Konzept u.a. eine Außenküche und verlässliche Vereinbarungen zwischen Schule und Mitnutzern vor.

9. „Die Bremer Straße promeniert“:Birkenstraße - Variante 1 favorisiert Baumpflanzungen, einen Fahrradweg sowie eine Verkehrsinsel als Übergang zum SUZ. Variante 2 geht weiter und möchte aus der Birkenstraße eine grüne Promenade bis hin zum Fritz-Schloss-Park entwickeln. Ein Kreisverkehr reguliert Vorfahrt und ermöglicht den bequemen Fußgängerübergang.

10. ZK/U und Moabiter Stadtgarten - „Die Bremer Straße genießt den Ausblick“: Teilweise ist das Stadtgarten-Gelände z.Z. übernutzt. Hier wäre ein Erosionsschutz für die Bäume durch Sitzeinfassungen sinnvoll, außerdem Neupflanzungen sowie die Anpassung des Pflegekonzeptes für die gesamten Grünanlage. In Konzeptvariante 2 wird eine automatische Bewässerung über Grund- und Regenwasser vorgeschlagen.

Zur Unterstützung all dieser baulichen Maßnahmen braucht man ein Netzwerk von „Kümmerern“ mit angemessener personeller und finanzieller Ausstattung, eine feste Struktur ist dazu notwendig. Außerdem ist eine Gesamtkoordination für das Modellprojekt Bremer Straße unabdingbar, u.a. zur Leitung des gesamten Vorhabens, zur Priorisierung der einzelnen Maßnahmen mit den jeweiligen Fachämtern des Bezirks Mitte und zur weiteren Bürgerbeteiligung. Als beteiligte Förderkulissen kommen u.a. Aktives Zentrum, Stadtumbau und Soziale Stadt durch die beiden Moabiter QM-Gebiete in Frage. Das finanzielle Gesamtvolumen kann nur geschätzt werden, denn es ist aktuell noch ein Spiel mit zu vielen Unbekannten. So beträgt die Summe aller Maßnahmen der Konzeptvariante 1 rund 15 Mio. Euro, während sich die Summe aller baulichen und gestalterischen Eingriffe der Variante 2 auf bis zu etwa 60 Mio. Euro beläuft.

Diskussionsbeiträge zum Konzept

Wie geht’s weiter, wann wird das Konzept in der BVV besprochen? - Claudia Schmidt, Stadtentwicklungsamt Mitte: Das Konzept wurde kürzlich dem BVV-Ausschuss Soziale Stadt präsentiert, doch gibt es bislang noch kein Votum dazu. Laut dem zuständigen Stadtrat Ephraim Gothe soll es eine Vorlage des Bezirksamts (BA-Vorlage) nach der Sommerpause geben. Es soll ein sehr partizipatives Verfahren werden, und das Konzept wird sicher noch zur Diskussion in mehrere BVV-Ausschüsse kommen.

Hinweise: Sitzbänke fehlen in der Bremer Straße, sie wurden nicht mehr repariert. Außerdem fehlen Altglascontainer an der JVS.

Wo bleibt der Klimaschutz bei den sehr vielen versteinerten Flächen? Das passt im Konzept gar nicht zusammen. Gibt es eine Flächenbilanz über versiegelte und entsiegelte Areale? Was ist mit der Aufheizung? Grünes darf nicht beseitigt werden, doch der Platz zur Markthalle hin soll versiegelt werden. Außerdem ist der Baumersatz nicht ökologisch, Bäume sollten alt werden können. Gibt es eine Verkehrsberuhigung in der Bremer Straße? Und gibt es eine wirkliche Bürgerbeteiligung? - Claudia Schmidt: Der gesamte Nahraum ist riesig, und das vorliegende Konzept ist bislang lediglich ein erstes „Aufschlagkonzept“, denn man ist noch nicht auf der Ebene der Objektplanung. Alles muss noch durch eine Prozesssteuerung. Zur Flächenbilanz: Diese kann es nicht geben, weil ja noch gar nichts konkret feststeht. Dazu müssen sich erst Fachämter und Prozesssteuerung zu einer Platzplanung einigen. - Marion Schuchardt (STATTBAU): Die Grünanlage, die zugunsten der neuen Eingangsplatzes weichen soll, wird von vielen als „Unort“ bezeichnet. Und die Straßenbäume gegenüber der Markthalle wurden sehr zurückgeschnitten, so dass neue Bäume besser geeignet sind. Allerdings sollen keine gesunden Bäume gefällt werden.

Große Befürchtung: Nach diesen Aufwertungsmaßnahmen kommt das Quartier in eine andere (höhere) Mietspiegelklasse.

Hinweis: Die Altkleidercontainer und die Bänke, auf denen früher Menschen gegessen haben, sind mittlerweile zu einem Müllplatz geworden. Vor den ganzen Neugestaltungen müssten erst einmal die bestehenden „alten“ Sachen repariert werden. Wie aber soll das geschehen, wenn das Grünflächenamt nur 5 Cent pro qm für die Pflege erhält? - Marion Schuchardt (STATTBAU): Das berlinweite Projekt „Charta für das Berliner Stadtgrün“ zeigt, wie man die Grünflächen künftig stärken kann. Das wird zum Vorbild genommen.

Mehrere Bitten: Keine weiteren Flächenversiegelungen mehr! Der Fahrradverkehr im Nahraum Bremer Straße sollte gestärkt werden, und es sollte mehr Fahrradbügel geben. Und wie ist der Zeitplan für die Umsetzung? - Marion Schuchardt (STATTBAU): Fahrradständer soll es z.B. an den umgestalteten Kreuzungen geben. - Claudia Schmidt zum Zeitplan: Der Bezirk Mitte eruiert den finanziellen Spielraum derzeit zusammen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Ergebnisse gibt es frühestens nach der Sommerpause. Das Schulamt unterstützt das Konzept für die Schulstandorte und hat für die betreffenden Maßnahmen bereits Mittel gesichert. Außerdem werden QM-Mittel für Baumaßnahmen wie den Neubau des SUZ - eine Planung mit Bürgerbeteiligung - beantragt.

Zwei Ideen zum Fahrradverkehr: Autoverkehr aus den Wohnquartieren heraus holen, und eine komplett autofreie Bremer Straße!

Viele Ideen aus der voraus gegangenen Bürgerbeteiligung wurden gut aufgenommen, aber es bestehen nach wie vor viele Unklarheiten: Welche Formen neuen städtischen Gärtnerns soll es geben? Klimaschutz? E-Mobilität? Insgesamt fehlt der große Rahmen. Man sollte die Straße inszenieren, doch der große Wurf fehlt dem Konzept. Größer ansetzen, denn Wegkürzen kann man immer noch. Außerdem sollten auch Plätze für Arbeit geschaffen werden sowie Orte zum günstigen Räume mieten fehlen im Konzept ganz. - Claudia Schmidt, Bezirksamt Mitte: Der Auftrag ist noch lange nicht so weit. Es ist definitiv ein richtiges Modellprojekt in Sachen Klimaschutz.

Zum weiteren Prozedere: Verschiedene BVV-Ausschüsse werden sich damit befassen, dann wird es eine BA-Vorlage dazu geben und damit wiederum befasst sich dann erneut die BVV. Mit Verweis auf dieses Konzept ist viel liegengeblieben. Das Geld, das für die Sanierung der JVS vorgesehen war, floss in den JVS-Standort Gottstedtstraße in Wedding. Man sollte schnell handeln, weil die Mittel sonst weg sein könnten. - Marion Schuchardt: Es ist sehr gut, dass die Mittel zurückgestellt wurden, weil sonst damit die JVS-Bestandsgebäude saniert worden wären.

Aufruf an alle: Beteiligen Sie sich bei den öffentlichen Tagungen der BVV-Ausschüsse!

Fragen und Hinweise: Was ist eine missbräuchliche Nutzung der Grünflächen? Und wie wird mit Gruppen wie Trinkern und Junkies umgegangen? Wird es am Unionplatz Sozialarbeit wie am Leopoldplatz in Wedding geben? Sind auch öffentliche Toiletten geplant? - Marion Schuchardt (STATTBAU): Da es in der Bremer Straße eine ganze Perlenschnur an sozialen Einrichtungen gibt, sollten diese in den Straßenraum hineingezogen werden, so dass man von einer Sitzgelegenheit zur nächsten wandeln kann und sie mehr genutzt werden.

Hinweis: Die geplante Absperrung der Oldenburger Straße bitte sehr genau ansehen, denn dort werden teilweise Poller von Autos umgefahren. Der Verkehrsknotenpunkt wäre durch Gehweg-Vorstreckungen besser gestaltet als mit einem aufwendigen Kreisverkehr.

Das zweijährige Projekt "Moabiter Einrichtungen machen sich für Umweltthemen fit" in der JVS läuft bis Ende 2020. Die Akteure sind deshalb froh, dass die JVS z.Z. keine Baustelle ist. Was wird aus den vielen Ideen des World Cafés, z.B. mit der Idee einer Querung vom Unionpark zum ZK/U? - Marion Schuchardt: Alle Ideen wurden dokumentiert, so dass man immer in die vielen Ideen und Hinweise hineinschauen und sie verwenden kann. Die Ideensammlung ist Bestandteil des Konzepts und wird später in der bezirklichen Projektliste veröffentlicht. Außerdem soll der komplette Bericht später im Stadtteilladen Krefelder Straße öffentlich ausgelegt werden.

Berlin soll Bienenhauptstadt werden. Es werden weitere Stellen für Wildbienenprojekte gesucht, da könnte die Bremer Straße ja auch involviert werden?

Richtigstellung zur Übernutzung der Flächen im ZK/U: Diese liegt an allen Menschen, die sich dort aufhalten, nicht nur an Jugendlichen. Am 3.8. soll es einen Aufräumtag im ZK/U geben.

Termine und Sonstiges

Im Juli gibt es kein Plenum. Das nächste Plenum findet nach der Sommerpause am 20. August 2019 statt, und zwar in einem neuen Format. Unter dem Motto „Moabit for Future“ werden sich viele Projekte und Akteure vorstellen, und man kann sich einzeln an Ständen informieren. Im Oktober soll es eine Art Speed-Dating von Neuzuzüglern und Alteingesessenen geben.

Karsten Ketzner von KoSP: Kandidatenaufruf zur Wahl einer neuen Stadtteilvertretung. Eine niedrigschwellige Art der Wahl geht nicht mehr. Es gab Beratungen mit Bezirk, QM und Polizei . Derzeit läuft der Kandidatenaufruf, der in Form von 12.000 Einlagen in der Berliner Woche erscheint sowie in der Stadtteilzeitung „Ecke Turmstraße“ verteilt wird. Bewerben kann man sich bis Ende August, dann erfolgt der Aufruf zur Wahl. Die Vorstellung der Wahlkandidaten findet diesmal im Moabogen statt, weil er 800 Menschen fasst, die Wahl dann erst in der Folgewoche im Stadtteilladen. Mehr dazu: www.turmstrasse.de

Tobias Ossege, im Jugendamt Mitte verantwortlich für die Jugendarbeit in Moabit West: Am 20.6. findet zum ersten Ferientag das 3. Sommerfest der Jugendeinrichtungen von 13-18 Uhr vor dem Rathaus Tiergarten statt.

Rudi Blais: Die Unterschriftensammlung „Deutsche Wohnen enteignen“ war sehr erfolgreich. Hinweis auf den 27.6., da veranstaltet das Mietenwahnsinn-Bündnis eine Kundgebung in der Nähe einer Immobilienveranstaltung im Areal rund um die Mercedes Benz Arena.

AIESEC sucht nicht nur Gastfamilien, sondern ab Herbst auch Träger und Institutionen, die Freiwillige einsetzen können. Kontakt siehe oben.

Susanne Torka: Letzter Öffnungstag des Stadtbads Tiergarten ist der 19.6., ab 20.6. zwei Jahre zur Sanierung geschlossen.

Die Berichte zu den vergangenen Plena können Sie hier nachlesen.

Text & Fotos: Gerald Backhaus