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Donnerstag, 18.06.2020

Städtisches Grün im Fokus beim Stadtteilplenum am 16. Juni 2020

Städtisches Grün im Mittelpunkt des Stadtteilplenums Moabit West im Juni 2020

Zum zweiten Mal luden der Moabiter Ratschlag e.V. und das Quartiersmanagement Moabit West am 16. Juni 2020 zu einem Stadtteilplenum in Form einer Videokonferenz ein. Quartiersmanagerin Beatrice Siegert moderierte. Sie hatte sich mit Esther Klobe-Weihmann vom Moabiter Ratschlag e.V. wegen der coronabedingten Sondersituation erneut zu dieser Art des Plenums entschlossen. Zu Beginn gab Beatrice Siegert, wie bei jedem Plenum üblich, die Regeln des Plenums bekannt.

Unter„Aktuelles aus dem Kiez“ sprach Lea Marignoni vom Verein atip:tap e.V. zunächst über das seit einem Jahr bestehendeWasserquartier Moabit. Auf Deutsch bedeutet der Vereinsname so viel wie „ein Tipp: Leitungswasser“. Dieses gemeinsame Pilotprojekt des atip:tap e.V., der Berliner Wasserbetriebe und des Bezirksamtes Mitte ermutigt Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen dazu, auf Leitungswasser umzusteigen und damit etwas für den Klimaschutz und gegen Plastikmüll zu tun. Schirmherr ist Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel. Ziel ist es, dass Leitungswasser in Deutschland irgendwann einmal zum guten Ton gehört. Moabit ist einer von 12 Wasserquartieren, die der Verein an unterschiedlichen Orten in Deutschland eingerichtet hat.

Trinkorte in Moabit schaffen: Brunnen und Auffüll-Stationen

Aktuell führt der Verein eine Umfrage dazu durch, wo geeignete Standorte für Trinkbrunnen in Moabit wären. 106 Brunnen gibt es in der Stadt aktuell. In Moabit existieren drei Trinkbrunnen, und zwar in der Wiclefstraße, dem Kleinen Tiergarten und in der Turmstraße gegenüber vom Lageso-Gelände. Eine Übersicht über alle Brunnen findet man auf der Webseite der Wasserbetriebe. Einige Brunnen-Wünsche für Moabit gibt es schon. Wer noch welche hat, sollte sich schnell damit melden, da die Wunschliste schon bald gebündelt den Berliner Wasserbetrieben übergeben werden soll. Die Chancen, dass in Moabit neue Trinkbrunnen gebaut werden, stehen nach Aussage von Lea gut.

Weiterer Bestandteil ist das Projekt „Refill Berlin“. „Free Refill“ - auf Deutsch „Kostenloses Nachfüllen“ - nennt sich eine bundesweite Initiative, bei der es darum geht, dass man sich in einem Geschäft oder Lokal seine eigene Wasserflasche kostenlos auffüllen kann. Schon über 250 gekennzeichnete Stationen in Berlin, die durch Aufkleber am Schaufenster als Wasserspender erkennbar sind, machen mit, in Moabit z.B. Biocompany in der Turmstraße, Domberger Brotwerk, Humbaba Falafel und Blue Eyes Optik. Bald soll es eine interaktive Karte von Moabit geben, in der eingezeichnet ist, wo sich Trinkbrunnen und Auffüll-Stationen befinden.

Wasser-Bildung in Schulen und Kindergärten

Der Verein leistet auch Aufklärungsarbeit in Schulen und Kindergärten sowie in Jugendfreizeiteinrichtungen und außerschulischen Lernorten. Dazu kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Einrichtungen, um die Kinder und Jugendlichen sowie das Kollegium für das Trinken von Leitungswasser zu begeistern. Hauptzielgruppe für die Bildungsworkshops und Seminare sind Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klassen. Thema ist dabei u.a. der Wasserkreislauf.

Beratungsseminar für Erwachsene und Firmen, die von Flaschenwasser wegkommen möchten

Das Team berät Betriebe, Institutionen und Vereine dazu, wie viel sie beim Umstieg auf Leitungswasser sparen können, aber auch dazu, wie sie Leitungswasser innerhalb der Firma attraktiver machen können.

Auf einem YouTube-Bildungskanal zeigt a tip: tap e. V. Aufklärungsvideo z. B. zum Thema Medikamente und Mikroplastik im Wasser? 

Ein weiteres aktuelles Projekt des Vereins ist es, Wasserquartiere digital vorzustellen.

Was kann man selbst tun? Leitungswasser trinken, darüber sprechen und sich ehrenamtlich engagieren:

Kontakt zu Lea Marignoni per E-Mail: lea[at]atiptap[.]org, Büro: a tip: tap e.V., Joachim-Karnatz Allee, 10557 Berlin, www.atiptap.org

Wohlfühloasen für Großstadtpflanzen – ein Begrünungsprogramm für das Fördergebiet Turmstraße und den Nahraum Bremer Straße

Zum Schwerpunktthema Moabiter Stadtnatur und Stadtgrün sprach zuerst Karsten Ketzner. Er ist bekannt durch das Aktive Zentrum Turmstraße. Der Dipl.-Ingenieur für Stadt- und Regionalplanung arbeitet als Gebietsbetreuer für die Turmstraße beim Prozess-Steuerer KoSP GmbH.In den hochverdichteten Innenstadtbereichen gibt es nie genug Grünflächen, und die bestehenden sind oft übernutzt, berichtete er. Reserven bieten nur noch private Flächen, die oft in einem kläglichem Zustand sind. Für diese kann man etwas tun. Deshalb legte das Bezirksamt Mitte 2015 ein Begrünungsprogramm aus Sanierungsfördermitteln und Mitteln des Aktiven Zentrums Turmstraße auf. Davon profitieren können nicht nur Haus- und Grundstückseigentümer, sondern auch Mieterinitiativen und soziale Träger bei einer vorliegenden Zustimmung der Eigentümer.

Mit Maßnahmen im Wert ab 500 Euro gefördert werden Begrünungen in Höfen, Vorgärten, auf Brachen und – seit Berlin den Klimanotstand ausgerufen hat – auch Fassaden- und Dachbegrünungen. Das Gebiet, in dem das möglich ist, ist auf der Karte (rechts) zu sehen. 2020 wurde es um den Nahraum Bremer Straße erweitert.

Es gibt drei Teilprogramme. Neben Sachleistungen werden bei zweien auch Arbeitsleistungen oder Planungen und Gutachten gefördert. Hierfinden Sie alle Informationen zu den Förderungen auf einen Blick.

Zur Basisförderung von 50 % der Gesamtkosten erhalten gemeinnützige Träger einen Bonus von 15 % Bonus, so dass sie bei intensiver Nutzerbeteiligung bis zu einer Förderung von 80 % der Kosten kommen können. Wer sich als Eigentümer einer intensiven Nutzer- bzw. Mieterbeteiligung stellt, erhält auch einen Bonus von 15 % und kommt damit auf bis zu 65 %. Nicht gefördert werden Gebäude, Lauben und Grills.

Zwischen 2015 und 2019 war der Zuspruch zum Programm eher mäßig, so Karsten Ketzner. Nur ein Projekt pro Jahr wurde gefördert. Darunter waren z.B. zwei Freiflächen von Kindergärten, und zwar die von der Einrichtung in der Wilsnacker Straße und die Freifläche der Otto-Kita. Das Maßnahmenvolumen betrug bei der letzteren Einrichtung insgesamt über 100.000 Euro. In den letzten Jahren gab es auch Niederlagen zu verzeichnen. Die kommunale Wohnungsgesellschaft Gewobag hatte vor, mehrere Höfe in Moabit in die Förderung zu bringen, woraus dann aber leider nichts wurde.

Aktuell gibt es dank verstärkter Akquise, coronabedingter Zuwendung vieler Menschen zu ihrem unmittelbaren Lebensraum sowie durch die Unterstützung des Quartiersmanagements Moabit West so viele Anträge wie noch nie. Derzeit wird über fünf Projekte beraten. Darunter sind der Hinterhof in der Turmstraße 74, das Regenwassermanagement eines Gebäudes der Genossenschaft Mut eG in der Unionstraße, ein Therapiegarten im Gesundheitszentrum Moabit, das Objekt in der Essener Straße an der Ecke Krefelder Straße sowie die Kita in der Stromstraße 58 mit ihrer Freifläche.

Die Landschaftsarchitektin Andrea Haas-Wohlfahrtvom Büro Planwerkstatt ergänzte, dass man bei den Begrünungsmaßnahmen einen langen Atem braucht. Im Objekt in der Turmstraße 74 wurde vor einem Jahr damit begonnen, gemeinsam Gestaltungsvorstellungen zu entwickeln. Es gab einen Workshop mit den Mietern des Hauses und dem sehr aufgeschlossenen Eigentümer, so dass bald ein Förderantrag gestellt werden kann. In der Vorbereitung wurden bereits mehrere Firmen wegen Angeboten angefragt.

Die Eigentümergemeinschaft der Essener Straße 7 möchte ihren exponierten Platz umgestalten. Andrea Haas-Wohlfahrt übernahm dazu die Pflanzenberatung und regte die Pflanzung heimischer Gehölze an, die eine lange Blühfolge haben und damit ein gutes Nahrungsangebot für Insekten und Vögel darstellen.

Was beim Heil- oder Therapiegarten möglich ist, wird bald geklärt. Dazu werden u.a. beteiligte Nutzer bzw. Anlieger eingeladen, um festzustellen, was genau sie sich wünschen.

Bei der Eigentümergemeinschaft, die integriert in der MUT eG ist, geht es um die Fassadenbegrünung und das Regenwassermanagement. Dort gibt es keinen intensiven Planungsbedarf.

Und in der Kita Drunter & Drüber soll auf dem denkmalgeschützten Hof u.a. auch ein gutes Spielgerät untergebracht werden.

Andrea Haas-Wohlfahrt wies hin auf Kleinprojekte wie z.B. bei der Gruppe junger Leute in der Bremer Straße. In solchen Fällen, wenn es sich um ein Budget von unter 2.000 Euro handelt, macht sie einen Ortstermin, spricht geeignete Maßnahmen ab und hilft dann beim Stellen des Förderantrags.

Bisher reichten die verfügbaren Fördermittel immer aus, merkte Karsten Ketzner an. Doch sollte der Ansturm in diesem Jahr größer werden, ist das noch nicht klar. Wichtig sei ihm, dass Höfe nicht nur begrünt werden sollen, sondern dass dadurch auch Menschen im Haus und aus der Nachbarschaft zueinander gebracht werden. Die Investitionen müssten nicht immer groß sei, manchmal reicht es schon aus, eine Regentonne am Fallrohr anzubringen, um für Gießwasser im Hof zu sorgen. Wenn das sinnvoll erscheint, geht das z. B. als Einzelmaßnahme. Aber auch größere Vorrichtungen wie Zisternen sind durch das Begrünungsprogramm förderbar. Sinnvoll ist zu Beginn immer ein Ortstermin.

Kontakt zur KoSP GmbH und zur Planungswerkstatt: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH, Schwedter Straße 34 A, 10435 Berlin, Karsten Ketzner, Tel. 030 - 33 00 28 35, E-Mail: ketzner[at]kosp-berlin[.]de, www.kosp-berlin.de, planwerkstatt haas-wohlfarth - Garten- und Landschaftsarchitektur: Brunnenstraße 181, 10119 Berlin, Tel. 030 - 612 846 05, 0173 20 92 767, mail[at]planwerkstatt[.]berlin, www.planwerkstatt.berlin

Im Anschluss sprach Kim Bittenschön als Vertreterin der Waldstraßeninitiative, einer ehrenamtlichen Gruppe bestehend aus Menschen, die in der Waldstraße wohnen. Kim Bittenschön gehört zur Bewässerungsgruppe. Im heißen Sommer 2019 erreichte das Initiativenmitglied Lothar Walter bei den Gießaktionen durch seine konkrete Ansprache viele neue Mitglieder so wie sie. Bei einer dreistündigen Bewässerung sind sie mindestens zu dritt, maximal zu sechst. Durch neue Schläuche, ein Geschenk des Grünflächenamts, und dank der Stadtteilkasse könnte gleichzeitig mit acht Personen gewässert werden.

Inzwischen verfügt die derzeit regelmäßig einmal in der Woche gießende Gruppe über einen Materialcontainer in der Waldstraße. Durch einen Förderantrag beim QM Moabit West konnte weiteres Material, wie z.B. ein neuer Handwagen sowie Schläuche, angeschafft werden. Eine schriftliche Genehmigung des Bezirksamts für die Nutzung der Hydranten in der Waldstraße liegt vor, und seit 2020 genießen alle an den Bewässerungsaktionen Beteiligten auch Versicherungsschutz durch das Bezirksamt.

Die Bürgerinitiative hat zum Ziel, durch ihre Bewässerungsaktionen die Attraktivität der Waldstraße zu verbessern. Die Straßenbäume werden geschützt durch das Wässern, außerdem wird auch Unkraut gejätet und Müll aufgesammelt. Lothar Walter ergänzte, dass - auch wenn die Waldstraße in diesem Zusammenhang sehr klein und lokal erscheint - mit diesen Aktionen die Auswirkungen der anhaltenden Dürre bekämpft und die Lebensqualität aller Nachbarn verbessert werden sollen. Die Waldstraßeninitiative, die immer auch Kinder beteiligt, möchte ein Vorbild in Sachen bürgerliches Engagement und Umweltschutz sein.

Das SOS Kinderdorf in der Waldstraße konnte schon zur Zusammenarbeit bewegt werden, das Café schräg gegenüber sowie die Psychosoziale Initiative sollen in naher Zukunft mehr involviert werden. 2019 konnte mit der Aktion „1.000 Tulpen für Moabit“ von Alexander Kujus, einem Gründungsmitglied der Initiative, die Freiflächen in der Waldstraße weiter mit Leben gefüllt werden. Seit der Freigabe des öffentlichen Wassers konnte in diesem Frühjahr bisher 15 Mal gewässert werden, zeitweise aller zwei Wochen, manchmal zwei Mal pro Woche.

Lothar Walter und die anderen sind immer auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, so dass bei jeder Bewässerungsaktion ein Aufsteller auf das Mitmachen hinweist. Auch über das Nachbarschaftsportal nebenan.de kamen neue Leute hinzu, darunter sind vorwiegend Frauen.

Wünschenswert wäre es, zwei Mal pro Woche die Bäume und anderen Pflanzen in der Waldstraße zu wässern und dass sich einzelne Anwohnerinnen und Anwohner für ihre Teilstücke der Straße verantwortlich fühlen und diese eigenständig bewässern. Als Manko benannte Lothar Walter die Tatsache, dass es nicht genug Werbematerial zum Aufstellen während der Bewässerung gebe. Oft sind nur kurze Gespräche mit Vorbeigehenden möglich, doch tut sich da vielleicht noch mehr durch die kontinuierliche Präsenz der Gießenden.

Gegenwärtig zählt die Bewässerungsgruppe 14 Mitglieder. Ihre Bewässerungstermine hängen vom Wetter ab und sind auf der Webseite sowie bei nebenan.de zu finden.

Kontakt:www.waldstrasse-moabit.com

Stefan Schultz vom Offenen Wohnzimmer in der Waldenserstraße (Machbarschaft e.V.) berichtete über die Bepflanzungsaktionen auf der dem Wohnzimmer benachbarten wenig genutzten Spielfläche. Sie war früher mal mit japanischen Gräsern bepflanzt und verwilderte, als sich keiner mehr darum kümmerte. Die Überlegungen dafür begannen im Herbst 2019. Die behördliche Zustimmung gab es für das Frühjahr 2020. Fördergeld wurde genehmigt mit der Auflage, wegen Corona nur in kleinen Gruppen aktiv zu werden. Bislang fanden zwei Pflanzaktionen mit Eltern und Kindern statt. Dabei wurde eine Naschecke mit Himbeeren und Johannisbeeren eingerichtet, und im Herbst sollen mehrjährige Stauden angepflanzt werden. Gießkannen wurden angeschafft, und man kann einen Brunnen nutzen, der sich direkt vor der neuen Grünfläche befindet. Bis jetzt reichten immer zwei Gießkannen pro Woche aus. Laut Lothar Walter gibt es auch einen Hydranten in der Nähe, doch schlägt er vor, einen längeren Gartenschlauch zu kaufen und diesen einfach im Offenen Wohnzimmer anzuschließen, weil der Ziehbrunnen nicht die nötige Wasserausschüttung hergibt.

Der Stadtgarten auf dem ZK/U-Gelände war bis vor kurzem in einem miserablen Zustand mit viel herum liegendem Müll, und weil sich der Verein BürSte nicht mehr um die Gartenparzellen kümmerte. Das berichtete Stefan außerdem. So gab BürSte zwar freie Parzellen in dem Gemeinschaftsgarten bekannt, und diese durften neu besetzt werden, wofür 25 Leute aus dem Kiez mobilisiert werden konnten. Aber es gibt immer noch zu wenige Mülltonnen auf dem Gelände.

BürSte möchte die Verantwortung für den Stadtgarten anscheinend generell abtreten, aber der Kontakt zu diesem Verein gestaltet sich schwierig. Dann müsste sich in Zukunft ein neuer Verein finden, der die Trägerschaft übernimmt, das könnte z.B. der Träger Machbarschaft e.V. sein.

Susanne Torka gab den Hinweis, sich wegen des zu übernehmenden Vertrags zwischen BürSte und dem Grünflächenamt beim Moabeet-Verein in der Lehrter Straße zu erkundigen. Moabeet handelte für seinen Gemeinschaftsgarten einen neuen Vertrag mit dem Amt aus. Mehr zu Moabeet

Quartiersmanagerin Beatrice Siegert stellte „Gieß den Kiez“ vor. Das ist eine senatsgeförderte Webseite von CityLAB Berlin. Die Berliner Stadtbäume leiden unter Trockenheit, doch können wir alle ihnen helfen. Auf dieser Plattform kann man sich über Bäume in der Nachbarschaft und ihren Wasserbedarf informieren. Man kann einzelne Bäume abonnieren und markieren, wenn man sie gegossen hat. Insgesamt 625.000 Berliner Straßenbäume sind gelistet, z.B. eine Winterlinde vor dem Stadtschloss-Gelände, wie Bea dem Plenum exemplarisch vorführte.
https://www.giessdenkiez.de/

Stadtteilkoordinatorin Esther Klobe-Weihmann vom Moabiter Ratschlag e.V.wies darauf hin, dass es für kleinere Aktionen mit einem Finanzbedarf von unter 1.000 Euro mehrere Fördertöpfe in Moabitgibt. Da wären u.a. Aktionsfonds Moabit West und Moabit Ost, Berliner Jugendjury, Kinder- und Jugendjury, Stadtteilkasse und Gebietsfonds. Esther selbst vertritt die Stadtteilkasse und freut sich über Anträge unter Stadteilkoordination Moabit-West: Moabiter Ratschlag e.V. Rostocker Str. 32, 10553 Berlin, Telefon: 030/ 390812-15, E-Mail: STK-moabit-west[at]berlin[.]de

Fragen und Kommentare

Matthias Schnauss fragte zum allgemeinen Zustand von Grünflächen, z.B. in Alt-Moabit Ecke Ottostraße, wo nach beendeten Bauarbeiten einfach nicht mehr bepflanzt wurde. Die Baumscheiben wurden schlecht hinterlassen und dienen als Müllflächen. Müssten nicht die Bauherren dafür sorgen? In der Altonaer Straße gibt es ein tolles Vorbild, wo „nutzbares Begleitgrün“ in Form einer Bienenweide gepflanzt wurde.

Wie kann man dabei mit dem personell überlasteten Straßen- und Grünflächenamt zusammenarbeiten? Lothar Walter berichtete von seinen positiven Erfahrungen mit dem Amt, dass man dort nachfragen könne, z.B. zu abgeschlossenen Baumaßnahmen. Hinweise sind im Amt willkommen, denn dann kann es konkret aktiv werden. An konstruktiven Lösungen sei man interessiert, u.a. wurde besprochen, dass am Unionplatz wieder nachgepflanzt wird und dass die Reinigung der Waldstraße an die BSR abgegeben werden soll. Vorschlag: ein direktes Gespräch suchen, denn das Amt sei wohl aufgeschlossen – Kontakt zum Grünflächenamt Mitte

Esther Klobe-Weihmannergänzte, dass man sich auch an die Stadtnatur-Ranger wenden könne - mehr hier 

Termine und Sonstiges

20. Juni 2020: Sperrmüllmarkt auf dem Gelände der Kurt-Tucholsky-Grundschule von 8-12 Uhr sowie Flohmarkt in der Rathenower Straße 

Kino für Moabit – filmische Präsentationen in Läden, dieses Wochenende z.B. in der Elberfelder Straße 16: https://moabiter-filmkultur.de/

Susanne Torka wies hin auf die Probleme in der Waldenser Straße 9. Die Mieterschaft dieses Hauses fordert den Vorkauf durch den Bezirk Mitte zu Gunsten einer Wohnungsbaugesellschaft, damit sie nicht vor die Tür gesetzt werden. Mehr dazu hier 

Wie geht es mit dem Plenum weiter?

Nach der regulären Sommerpause im Juli und August wird es auch im September kein Stadtteilplenum geben. Stattdessen gönnen sich die Veranstalterinnen eine kreative Schaffenspause und denken über neue Themen und Formate nach. Anlass dafür ist u.a., dass auch die letzten vor Corona stattgefundenen analogen Plena immer weniger besucht waren. Geplant ist dazu u.a. eine Umfrage, ob ein anderer Tag für die Veranstaltung besser geeignet wäre und ob es vielleicht eine andere Frequenz geben soll usw. Die Ergebnisse werden beim nächsten Plenum am 20. Oktober 2020 mitgeteilt. Dann werden auch die Gäste in die weiteren Überlegungen mit einbezogen.

Berichte vergangener Plena finden Sie hier.

Text & Fotos von Gerald Backhaus