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Dienstag, 26.05.2020

Über das digitale Stadtteilplenum im Mai 2020

Veränderte Angebote in Zeiten von Corona – Thema des Stadtteilplenums Moabit West im Mai 2020

Der Moabiter Ratschlag e.V. und das Quartiersmanagement Moabit West luden am 19. Mai 2020 zu einem ungewöhnlichen Stadtteilplenum ein. Es war das erste Mal, dass das Plenum als Videokonferenz stattfand. Rund 30 Personen hatten sich im Vorfeld dazu angemeldet. 28 hatten sich dann wirklich eingewählt, einige davon über ihren Rechner, andere über ihr Telefon. Bei Refo saßen gleich drei Personen aus einem Haushalt vor dem Bildschirm, also gab es insgesamt 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ein aufregendes neues Format im digitalen Raum“, befand Quartiermanagerin Beatrice Siegert, die moderierte. Sie hatte sich gemeinsam mit Esther Klobe-Weihmann vom Moabiter Ratschlag e.V. nach dem corona-bedingten Ausfall der beiden Plena im März und April zu dieser Art Plenum entschlossen. Zuerst verlas Beatrice Siegert - wie normalerweise im Nachbarschaftstreff üblich - die Regeln des Plenums. Darunter war neben „andere ausreden lassen“ auch „positiv denken“, was gerade in Zeiten der Corona-Krise besonders wichtig ist. Im Anschluss stellten verschiedene Moabiter Organisationen und Trägervereine vor, wie sich ihre Arbeit seit Beginn der Schließungen Mitte März veränderte, welche neuen Ideen in den rund neun Wochen seit dem entwickelt wurden sowie ob, wie und unter welchen Bedingungen in Zeiten der aktuellen Lockerungen allmählich zu einer Art Normalbetrieb zurückgekehrt werden kann.

Angebote im Stadtschloss Moabit

Elke Fenster berichtete, dass mit einem Teil der Angebote des Moabiter Ratschlags wieder begonnen wurde bzw. in Bälde begonnen wird. Dafür werden derzeit Konzepte entwickelt. Die Kurt-Tucholsky-Bibliothek hat seit dem 11. Mai 2020 für den Leihverkehr wieder geöffnet. Leider kann man sich dort jedoch nicht wie sonst üblich zum Lesen hinsetzen. Das Infobüro im Erdgeschoss ist die ganze Zeit besetzt. Dort darf man aktuell zwar nicht hinein, kann sich aber von der offenen Tür aus informieren. Am 17. Mai 2020 begannen wieder die Jugendeinrichtungen mit einigen analogen Angeboten. Parallel dazu wird im Rahmen der Stadtschlosskids eine Jugend-App entwickelt. Mehr dazu hier. 

Das Stadtschloss Moabit ist nach wie vor leider noch geschlossen, doch können sich einzelne Gruppen mit bis zu sechs Kindern schon wieder dort oder auf dem Außengelände gemeinsam betätigen. Sie müssen sich dazu vorher anmelden.

Ein Nutzungskonzept für das Stadtschloss ist gerade in Arbeit. Ab 2. Juni 2020 soll das Gebäude für Gruppenangebote wieder geöffnet werden, auch für Angebote für Kooperationspartner und andere Gruppen. Dazu müssen vorher u.a. Wege markiert werden, damit sich nicht zu viele Menschen im Treppenhaus begegnen. Elke Fenster und ihr Team hoffen, dadurch möglichst vielen Interessierten aus der Nachbarschaft wieder Zugang zum Haus zu ermöglichen. Der Tresen der Küche im Nachbarschaftstreff wurde mit Plexiglas abgedeckt und hat eine Durchreiche bekommen. Im Gastraum werden künftig zusätzliche Reinigungen stattfinden, Türklinken und Treppengeländer werden desinfiziert, und die Tische werden in 1,50 Meter Entfernung aufgestellt.

Bisher lautete das Stadtschloss-Motto „Offen für alle“. Leider kann das aktuell noch nicht weitergeführt werden. Bei allen Angeboten müssen Kontaktdaten hinterlegt werden, die von den Veranstaltern im geschlossenen Umschlag vier Wochen aufbewahrt werden. Demnächst wird ab und zu wieder Mittagessen im Nachbarschaftstreff angeboten, zu dem man sich allerdings, anders als früher, im Vorfeld anmelden muss.

Auch für den vom Moabiter Ratschlag e.V. betriebenen Treffpunkt für ältere Menschen in der Ottostraße gibt es Überlegungen der behutsamen Öffnung. Behutsam deshalb, weil die meisten Besucherinnen und Besucher vom Alter her zur Corona-Risikogruppe gehören.

Planungen zum „Tag der Nachbarn“: Fensterfest am 29. Mai 2020

Emily Rossberg und Kasia Kowalczyk berichteten über das Fest der Nachbarn, das vom Stadtschloss Moabit veranstaltet und mit Mitteln der Nachbarschaftsarbeit finanziert wird. Emily und Kasia wurden engagiert, weil der Moabiter Ratschlag e.V. aktuell einen personellen Engpass hat. Ihre Tätigkeiten erfolgen in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Stadtschloss-Team, das sich auf allen Ebenen für das Fest engagiert. Das Fest soll wie in den vergangenen Jahren die Nachbarschaft im Kiez zusammenbringen. Kasia und Emily bringen für die Organisation Erfahrungen vom Moabiter Wintermarkt mit, einem ersten größeren Projekt in Kooperation mit dem Stadtschloss und finanziert aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements. Gemeinsam mit den Menschen in der Rostocker- und Wittstocker Straße planen sie für den 29. Mai ein „niedrigschwelliges Fest von Nachbarn durch Nachbarn“. Durch die aktuellen Umstände mit den Kontaktbeschränkungen gibt es dafür eine neue Idee: ein Fensterfest als Alternative zum Straßen- und Hoffest der Vorjahre. Es soll eine zweiteilige Veranstaltung in Form einer vorherigen Mitmachaktion mit dem Ziel, die Straßen bunt zu schmücken, z.B. Balkons mit Blumen zu verschönern, etwas im Fenster auszustellen, auf dem Bürgersteig zu malen usw. „Wir möchten in den nächsten Wochen gemeinsam die Rostocker- und Wittstocker Straße schmücken und herausputzen. Dabei gilt das Motto: So bunt wie möglich!“ Geplant ist zudem ein Musikprogramm zwischen 17 und 20 Uhr. Außerdem wird vielleicht auch ein Teil 3 in Form eines Nachbarschaftsblatts und nachgelagerter Workshops geben. Die Organisatorinnen „sind sehr gespannt, auf diese andere Art, das Fest zu feiern“. Sie riefen alle dazu auf mitzumachen, sich zu beteiligen und diese Informationen weiter zu streuen.

Wer nicht in den betreffenden Straßen wohnt, kann das Geschehen gern online beobachten und in seiner Straße nachmachen. Weitere Beiträge und Plakate zur Straßengalerie rund um die Themen Nachhaltigkeit und Nachbarschaft sind willkommen. Das schönste Fenster wird gekürt, dafür gibt es Preise.

Bei Interesse einfach Kontakt aufnehmen via Facebook „Fensterfest am Tag der Nachbarn“.

Mitmachaktion "Schmücke deine Straße": mehr hier, E-Mail: nachbarschaft[at]moabiter-ratschlag[.]de, Telefon: 0170 3250035 (auch WhatsApp)

Angebote im SOS-Kinderdorf Moabit e.V.

Coraly Brügmann berichtete über die Angebote des SOS-Kinderdorfs in der Waldstraße. Auch ihre Einrichtung beteiligt sich mit Aktionen am „Tag der Nachbarn“. Seit dem 16.3. arbeitet die Belegschaft des Trägers von zuhause aus. Das Team verschickt Briefe, E-Mails und Textnachrichten an die Gäste. Es sind Nachrichten, die gute Laune machen sollen, darunter Koch- und Backrezepte, Buchtipps u.a. Der SOS-Koch lässt sich jede Woche ein neues Rezept dafür einfallen.

Der Kontakt mit den rund 100 Seniorinnen und Senioren, die nicht digital erreichbar sind bzw. kein Handy haben, wurde von Beginn an sichergestellt. Seit dem 18. März 2020 erhalten sie ein Mal pro Woche einen Brief per Post und es gibt Ein-Wochen-Pakete mit Ideen zum Gedächtnistraining. Manche schreiben zurück: „Wir erhalten sogar Fanpost“, so Coraly Brügmann. Mittlerweile wurde das Angebot dahingehend erweitert, dass einige Betagte zum Spazierengehen abgeholt und begleitet werden.

Angebote wie die Sozialberatung auf Deutsch und in mehreren Fremdsprachen gibt es aktuell auch per E-Mail. Außerdem geht das SOS-Kinderdorf auf den gestiegenen Bedarf an Nachhilfeunterricht für Schulkinder ein und organisiert für rund 25 Kinder nach Vereinbarung ein bis zwei Stunden Nachhilfe pro Woche.

Leider kann die Zusammenarbeit mit vielen Ehrenamtlichen nicht vor Ort stattfinden. Dafür gab es Initiativen wie die einer Frau, die insgesamt rund 350 Masken genäht hat, wofür andere den Stoff gespendet hatten. Eine andere Frau kauft ein und beliefert damit Kinderdorffamilien und Wohngruppen.

Weitere Ehrenamtliche unterstützen beim Gießen der Grünanlage in der Waldstraße. Dort können einige Bewegungsangebote im Freien stattfinden. Die Künstlerin im Kunstatelier überlegte sich zusammen mit einer Ehrenamtlichen, online Kunstaktionen für Kinder anzubieten. Zudem wurden Spielsachen und Bekleidung gepackt und an bedürftige Familien ausgereicht.

Die Beratungenmit unterschiedlichen Ansprechpartnern zu den Themenbereichen Senioren-, Familien- und Erziehungsberatung, frühe Hilfe, Jugend- und Lernberatung gibt es per Telefon. Musikinstrumentenkurse, Chorproben u.a. finden über Bildtelefonie statt.

Mittagessen wird inzwischen auch wieder gekocht und kann wochentags zwischen 11.30 und 14.30 Uhr abgeholt werden. Dieses Angebot gilt momentan allerdings nur für Menschen, die Unterstützung brauchen.

Aktuell geht es im SOS-Kinderdorf um die stufenweise Öffnung. Zunächst finden wieder Angebote im Freien und gruppenweise statt, außerdem werden Senioren einzeln zum Spazieren abgeholt. Insgesamt ist es „eine Mischung aus Analogem und Digitalen.“

Hier finden Sie Beratungsangebote und das Angebot zum Essen-Mitnehmen 

Viele weitere Infos über Angebote und Aktuelles von SOS:

SOS-Kinderdorf e.V., SOS-Kinderdorf Berlin – Kinder- und Familienhilfen, Coraly Brügmann, Koordinatorin Familientreff, Waldstraße 23/24, Tel. (030) 330993-30, E-Mail: coraly.bruegmann[at]sos-kinderdorf[.]de, www.sos-kinderdorf.de

Angebote im Familienzentrum Moabit Ost

Sibylle Büchele lebt in Moabit West und arbeitet in Moabit Ost. Sie leitet das Familienzentrum Moabit Ost, das sich imZilleklub in der Rathenower Straße befindet. Der Jugendclub ist seit 17. Mai wieder geöffnet.

Ihre Kollegin, die Stadtteilmutter, ist in engem Kontakt zu einzelnen Familien, unterstützt sie bei Hausaufgaben und versendet zudem Online-Angebote und Videos. Thematisch reicht die Palette von Ernährungstipps bis hin zu einer Kinderkunstausstellung, die sowohl analog (ins Fenster gehängt) und digital stattfindet. Vor der Tür wurde ein kleiner Gabenplatz zum Abholen von Seifenblasen, Kreide und Spielzeug eingerichtet.

Die abendliche Erstberatung zu Erziehungsfragen findet derzeit telefonisch statt. Es gibt zwei virtuelle Krabbelgruppen, und auch der Arabisch-Kurs und das Deutsch-Sprachcafé finden aktuell nur online statt, weil bislang dafür noch keine den Corona-Anforderungen genügende Kinderbetreuung organisiert werden konnte.

Mehr Informationen zu den aktuellen Angeboten und den kommenden Öffnungsterminen: www.familienzentrum-moabit.de, E-Mail: info[at]familienzentrum-moabit[.]de

Angebote der Stadtmission in Moabit Ost

Viktoria de Fallois ist Pastorin und leitet neben ihrer Arbeit in der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße auch ein Wohnheim für Studenten und Auszubildende. Nachdem die Notübernachtung der Stadtmission wegen der Corona-Pandemie schloss, wurde ein fester Ort, der rund um die Uhr geöffnet hat, eingerichtet. Außerdem hat man in den letzten Wochen eine Quarantäne-Station mit 16 Betten für Obdachlose sowie einen Buchladen mit Café eröffnet, in dem eine Seelsorgerin arbeitet. Viktoria de Fallois betonte, wie schwierig es ist, körperlich Distanz zu halten mit mehrfach suchtabhängigen Menschen. Aktuell besteht Bedarf an Sachspenden, vor allem sind Männerschuhe und Unterwäsche gefragt. Die Kleiderkammer ist von 9 von 14 Uhr geöffnet. Eine zentrale Nothilfepäckchen-Station hat die Stadtmission eingerichtet und verteilt von dort in die einzelnen Stadtviertel.

Nachbarschaftstelefon, Digipolis und offene Kirche auf dem Refo-Campus

Tobias Horrer vom Refo-Campus erzählte, wie traurig man bei Refo darüber ist, dass es im Juni 2020 kein Straßenfest zur Fete de la Musique geben kann. Die „Offene Kirche“, immer werktags von 13 bis 15 Uhr, wird gut angenommen. In Arbeit ist aktuell das Konzept für einen digitalen Beteiligungsraum namens „Digipolis“. Dieser soll der „Selbstorganisation der Zivilgesellschaft“ dienen und verschiedene Aspekte und Perspektiven wie der Umweltbewegung, dem QM und des „Community-Organizings“ berücksichtigen. Die Refo-Cantorei probt im Internet, die Dirigenten nehmen dafür Filme auf und finden kreative Wege für die Proben. Das Theater X führt eine digitale Spielzeit durch: mehr dazu auf www.theater-x.com

Telefon zur Nachbarschaftshilfe: bislang gab es sehr wenig Hilfeanrufe. Die interreligiöse Pfadfinderarbeit für Kinder im Vorschulalter wird aufgebaut. Für die Jugendleiterausbildung, die im Herbst 2020 beginnt, werden zur Verstärkung der aktuell drei jungen Männer noch Frauen im Alter zwischen 16 und 27 Jahre gesucht. Schutzmasken werden weiterhin genäht. Sie können in der offenen Kirche abgeholt werden, und auch Stoff dafür kann weiterhin dort vorbei gebracht werden

Mehr zum digitalen Beteiligungsraum: www.digipolismoabit.de

Hilfetelefon von Karame e.V.

Fabian Thomsmeier berichtete, dass der Karame e.V. vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, aber auch Ältere z.B. bei Behördenproblemen berät.

Auch das Karame-Team musste Mitte März seine Räumlichkeiten schließen und überlegen, wie es mit den Besuchern in Kontakt bleiben kann. Sie richteten ein Nachbarschaftstelefon ein, worüber Hilfe beim Einkauf und bei Apothekengängen vermittelt wird. Auch wer sich einsam fühlt, kann sich dort melden. Zudem gibt es Beratungen per Telefon, was bislang gut angenommen wird. Ein neues Angebot ist die Online-Nachhilfe an drei Tagen pro Woche.

Der Karame e.V. entwickelt eine eigene App für seine Einrichtung sowie parallel ein Konzept zur Wiederöffnung. Ähnlich wie bei den anderen Trägern werden die Vereinsräume zunächst „nicht ganz offen“ sein können, aber für Gruppenangebote zur Verfügung stehen.

Details: www.karame.de

Bewegungsangebote von bwgt e.V.

Felix Klump vom bwgt e.V. berichtete über das vom Programm Soziale Stadt geförderte Projekt „Moabit bewegt sich“, das seit vergangenem Sommer mehrere Bewegungsangebote vorhält, u.a. den Winterspielplatz jeden Sonnabend im Stadtschloss, das Yogaangebot im Offenen Wohnzimmer, Frauenyoga im B8 sowie ein Fahrradtraining im Ottospielplatz. Ab dem Frühjahr war ein Betreuungsangebot auf dem Spielplatz in der Emdener Straße geplant. Das konnte aufgrund von Corona nicht umgesetzt werden. Andere Bewegungsangebote wurden auf ein Online-Angebote umgestellt. Auf www.bewegungs-draussen.de findet man viele spannende Angebote, darunter z.B. Akrobatik und Acroyoga. Darüber können die Beteiligten weiterhin Kontakt mit ihren Übungsleitern halten. Seit 15. Mai 2020 dürfen Gruppen bis zu 8 Teilnehmern im Freien zusammen Sport treiben. Leider gilt diese Regelung (noch) nicht für die Angebote des bwgt e.V.

Wer sich für Kiezübungsleiterschulung und Angebote zur Bewegungsförderung von Senioren interessiert, wer gern Gruppen anleiten möchte - ob ehrenamtlich, aufs Vereinsbasis oder im Rahmen von Projekten - dazu bitte bei Felix Klump melden: klump[at]bwgt[.]org

Bildungsangebot und Kiezsteine der Bruno-Lösche-Bibliothek

Nathalie Dimmer vom Moabiter Ratschlag e.V. leitet seit Januar 2020 ein neues Leseförderprojekt BuKI, in dessen Rahmen sie in einem ausrangierten Bücherbus der Bibliothek einen interaktiven Raum für Kinder einrichten wird. Als Kooperationspartnerin der Schulen für Leseförderung kann sie ihre Tätigkeit seit März 2020 bis Schuljahres- oder sogar Jahresende nicht mehr ausüben, weil sie als Externe nicht in den Schulen und Kindergärten arbeiten darf. Aktuell bietet sie Hausaufgabenhilfe an acht Stunden pro Woche an. Sie nimmt an, dass der Bedarf daran noch steigen wird, weil die Kinder bald wieder in die Bibliothek kommen können. Sie bekam einen sehr guten Einblick, wie unterschiedlich die einzelnen Schulen das Thema Hausunterricht während der corona-bedingten Schulschließungen handhabt. Bei den von ihr betreuten Kindern, die auf neun Schulen gehen, reicht das von der Ausstattung ganzer Klassen mit ipads bis hin zu einem in die Hand gedrückten Ordner mit Schulaufgaben für die nächsten Wochen.

Ihr fehlt der direkte Kontakt mit den Kindern sehr, weshalb sie die Idee mit den bemalten bunten Steinen ersann. Das sind bemalte Steine, die sie in Moabit auslegt. Daraus entstand eine Beteiligungsaktion, „um aktiv in die analoge Nachbarschaft zu gehen und den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“ Noch ist der Rücklauf gering, doch ruft sie alle Interessierten dazu auf, dabei mitzumachen. Kontakt zur Aktion mit den bemalten Kiezsteinen: https://www.facebook.com/groups/kiezsteine/

Ein Zeitungsartikel dazu: https://www.berliner-woche.de/moabit/c-soziales/stadtteilbibliothek-haelt-kontakt_a266230

Fragen zum Seniorenprojekt im B-Laden und Veranstaltungen im Freien

Susanne Torka berichtete über ihr im B-Laden angesiedeltes Seniorenprojekt, das erst kurz vor Beginn der Corona-Schließungen begonnen hatte. Sie ging ein auf den Redebeitrag von Felix Klump von bwgt e.V. und bemerkte, dass sie mit ihrem Projekt gern im Freien auf dem Platz neben dem B-Laden in der Lehrter Straße starten wollte, was jedoch laut des Runden Tisches für Seniorenarbeit des Bezirks Mitte nicht erlaubt ist. Sie empfindet zu viel Bürokratie und wünscht sich Aufklärung, warum derzeit so unterschiedlich agiert wird auf Parks und Sportplätzen.

Felix Klump antwortete, dass er vermutet, dass diese unterschiedlichen Regelungen an der Unsicherheit der öffentlichen Stellen liegen. Er findet auch, dass viele Angebote stattfinden könnten und sollten, allerdings gestaltet es sich schwierig bei Kindern: „Da funktionieren die Kontaktgrenzen nicht.“ Er hofft, dass – laut Auskunft der Verwaltung - ab Anfang Juni gewisse Gruppenangebote unter Auflagen wie das Führen von Teilnehmerlisten wieder stattfinden können.

Welche Stelle in der Verwaltung? - Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport ist Ansprechpartner des bwgt e.V., denn sie fördert deren Angebote durch das Programm „Bewegung im Park“.

Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag e.V. ergänzte: aus den Anweisungen des Senats gestalten die zuständigen Stellen in der Bezirksverwaltung Hinweise dazu, was alles beachtet werden soll und was vermieden werden soll. Diese Hinweise wird sie an Susanne Torka senden. Damit könne sie für ihr Projekt ein Konzept erstellen und dieses dann an das Amt für Soziales senden.

Bewässerung von Straßenbäumen

Sibylle Büchele: Wir regten die Bewässerung von Straßenbäumen wegen der anhaltenden Trockenheit an. Der Stadtteilkoordinator von Moabit Ost nahm dazu Kontakt mit dem Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Mitte auf. Antwort von dort: die Bewässerung wird noch nicht benötigt, denn es sei noch nicht so trocken. Auf #mittegiesst hingegen ruft das Bezirksamt zum gießen auf.

Lothar J. Walter meldete sich mit einem Angebot zur Beteiligung als künftiger Teilnehmer der Moabiter Bewässerungsgruppe in der Waldstraße. Deren Veranstaltungshinweise findet man unter www.waldstrasse-moabit.com Ihre Treffen sind immer freitags ab 15 Uhr. Gewässert wird mit Profigeräten aus den 23 Hydranten der Waldstraße: „Also wir wässern nicht mit Gießkannen.“ Treffpunkt ist zu Beginn am bunten Container in der Waldstraße 15. Es besteht für diese Tätigkeit Versicherungsschutz.

Und noch ein Hinweis: Die Wasserpumpe an der Emdener Straße / Waldenser Straße gibt leider zu wenig Wasser ab. Es gibt dort einen Förderantrag, um den kleinen Spielplatz zu begrünen. Die anschließende Bewässerung ist somit aktuell noch dürftig.

Auf www.giessdenkiez.de kann man über 650.000 Straßenbäume in Berlin anklicken und sich über deren Wasserbedarf informieren.

Fotowettbewerb „Klick Moabit! zwischen Spree und AEG“

Quartiersmanagerin Katharina Zöller warb für das Mitmachen beim QM-Kalender 2021. Dazu bitte Fotos einreichen. Abgestimmt darüber, welche Bilder es in den Kalender schaffen, wird dann u.a. auf www.meinberlin.de

Projektideen für den Aktionsfonds?

Fördermittel aus dem Aktionsfonds des QMs stehen für Projektideen in der Nachbarschaft zur Verfügung. Diesmal gibt es dafür keine Bewerbungsfrist. Die Aktionsfondsjury stimmt schnell ab über die Projektanträge. Alle Infos auf https://www.moabitwest.de/moabit-west/ausschreibungen-und-stellen/aktionsfonds-jetzt-bewerben-mit-ihrer-idee

https://www.moabitwest.de/mitmachen-im-stadtteil/fotowettbewerb-2020-klick-moabit-zwischen-spree-und-aeg

Nächstes Plenum am 16. Juni 2020

Das Juni-Plenum soll möglichst wieder physisch stattfinden und eventuell draußen auf dem Stadtschloss-Gelände. Ein Thema wird dann mit Sicherheit sein, wie die schrittweise Öffnung in den verschiedenen sozialen Einrichtungen in Moabit vonstatten geht.

Termine und Sonstiges

Vor dem B-Laden in der Lehrter Straße findet eine Grünberatung mit dem Gartenexperten Alexander Kujus statt. 

Text & Fotos: Gerald Backhaus