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Donnerstag, 23.08.2018

Über das Stadtteilplenum am 21. August 2018

Die Zukunft des QM-Gebiets, Kunst- und Kulturprojekte beim Stadtteilplenum Moabit West im August 2018

Text & Fotos: Gerald Backhaus 

Der Moabiter Ratschlag e. V. und die S.T.E.R.N. GmbH luden am 21. August 2018 zum ersten Stadtteilplenum nach der Sommerpause in den Nachbarschaftstreff. Durch die Veranstaltung führte wie gewohnt Moderatorin Susanne Torka. Unter dem Tagesordnungspunkt „Aktuelles aus dem Kiez“ beantwortete Quartiermanagerin Beatrice Siegert die Frage „Wie geht es weiter mit dem QM?“ und berichtete über die Ergebnisse des Verstetigungsgutachtens. 

Seit 1999 und damit von Anfang an steht fest, dass die Soziale-Stadt-Förderung endlich ist. Moabit West war eines der ersten QM-Gebiete, das 1999 in Berlin eingerichtet wurde. Das Institut IfS hatte 2017 für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen 16 der aktuell 34 bestehenden Soziale-Stadt- bzw. QM-Gebiete in Berlin im Rahmen eines Gutachtens auf ihre "Verstetigungsreife" hin untersucht. Dazu gab es eine Analyse von Dokumenten wie dem Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts (IHEK) und Experteninterviews. Zu den Kriterien für die Entwicklung eines Quartiers zählten Fakten wie diese: Gibt es einen Ankerort als Ort für nachbarschaftliche Aktivitäten,  wie fortgeschritten sind Koordination und Vernetzung der Akteure im Quartier, und welche Verfügungsfonds und zentrale Ansprechpartner für die Quartiere sind vorhanden. 

Die Erkenntnisse für das QM-Gebiet Moabit West: 1. Die Aufwertung der Frei- und Grünflächen durch verschiedene Förderprogramme ist bereits gelungen, hier ist der Grad der Zielerreichung hoch. 2. gibt es mehrere Anker und Veranstaltungsorte im Quartier, wie z.B. Stadtschloss, SOS-Kinderdorf, Refo und ZK/U, und 3. ist die Aktivierung der Anwohner sehr gut gelungen und es existiert ein breites Netz an bürgerschaftlichen Engagement, und außerdem mit der Stadtteilkoordination einen wichtigen Akteur, der die Aufgaben des QM-Teams künftig übernehmen könnte. Außerdem wurde in dem IfS-Gutachten festgestellt, dass Verdrängung und Gentrifizierung im östlichen Bereich des Quartiers vorangeschritten sind, dass wichtige Projekte wie z.B. der Bildungsverbund nicht ausreichend gesichert sind, dass weiterhin ein großer Handlungsbedarf im Huttenkiez besteht, weil es dort noch keinen Ankerpunkt gibt. Dort wird der Bedarf der Stärkung des Anwohner-Engagements formuliert sowie explizit ein baulicher Ort - ein Treffpunkt und Begegnungsort. Zudem muss der geplante Bildungscampus am Neuen Ufer noch entwickelt werden.

Fazit: Verbesserte soziale Situation im Osten des QM-Gebiets, hoher Zielerreichungsgrad bei den im IHEK genannten Projekten, mehrere dezentrale Ankerpunkte vorhanden, sowie verschiedene Partner, die Aufgaben des QM-Teams übernehmen könnten. Das IfS kam zu dem Ergebnis, dass im Falle einer personellen Verstärkung der Stadtteilkoordination das QM-Gebiet Moabit West „verstetigungsreif“ ist. Die Ergebnisse des „Monitorings Soziale Stadt 2017“ zum „Gesamtindex zur sozialen Ungleichheit“ in Berlin, bei dem Daten zu Arbeitslosigkeit, Kinderarmut u.a. untersucht wurden, ergaben Verbesserungen im Planungsraum Emdener Straße und im Zwinglikiez. Im Westteil des QM-Gebiets, und zwar im Hutten- und im Beusselkiez, verschlechterte sich die Lage hingegen in manchen Bereichen, z.B. liegt die Kinderarmut im Huttenkiez bei 68 Prozent und bei 58 Prozent im Beusselkiez. 

Die im IfS-Gutachten benannten Handlungserfordernisse im Huttenkiez und die verschlechterten Sozialdaten im Hutten- und Beusselkiez gaben für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den Anlass eine Empfehlung für die Verkleinerung des Gebietes auf die Planungsräume Hutten- und Beusselkiez zu empfehlen. Der Bezirk folgte der Empfehlung, so dass die Verkleinerung zum 1.1.2021 in Kraft treten wird.

Nachfragen:

Was sagt der Quartiersrat (QR) dazu? - Beatrice Siegert: Der QR wendete sich bislang dazu nicht an den Senat. QM ist als zeitlich befristete Intervention gedacht, und in einer Gesamtberliner Sicht gibt es Gebiete, die sie dringender nötig haben als Teile von Moabit, z.B. Stadtteile, in die viele Menschen aus Innenstadtbezirken hin verdrängt werden.

Was passiert mit den Projekten, bricht da nicht vieles weg? - Beatrice Siegert: Gewachsene Strukturen sind etabliert, und Projekte und Akteure wie die Kiezmütter, das SOS-Mehrgenerationenhaus, ZK/U und Refo bleiben mit ihren Angeboten auch ohne QM-Fördermittel erhalten.

Link zum Monitoring 2017: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/

Gutachten zur Verstetigung: https://www.quartiersmanagement-berlin.de/fileadmin/user_upload/Gutachten_Verstetigung_QM_2018.pdf

Baumaßnahmen im Nachbarschaftstreff auf dem Gelände des Stadtschlosses

Elke Fenster vom Moabiter Ratschlag e.V. berichtete über die anstehenden Baumaßnahmen auf dem Areal in der Rostocker Straße 32. Sie begann mit einem Blick in die Geschichte: bis 1942 war das ein Schulstandort und hier gab es eine der ersten öffentlichen Lesehallen Berlins. Seit 2001 betreibt der Verein Moabiter Ratschlag e.V. hier ein Stadtteilzentrum. Es war eine der ersten Maßnahmen des QM-Teams, den Gebäudekomplex zu sanieren und einzurichten. Der Verein bewarb sich um die Trägerschaft, bekam sie und hält seit dem viele Angebote für Kinder und Erwachsene vor. Bald soll im Hof unter Leitung eines Künstlers nun eine Mosaikfläche nach dem Motto „Stadtschlossteich“ gestaltet werden, dabei werden viele Interessierte involviert.

Zu einer großen Baustelle wird das Gebäude des Nachbarschaftstreffs im Herbst. Die im ersten Obergeschoss befindliche Kiezbibliothek sollte bei der Bildung des Bezirks Mitte vor Jahren geschlossen werden. Um das zu verhindern, wurde der Moabiter Ratschlag e.V. damals Träger der Bibliothek und ging dazu eine Kooperation mit dem Bezirksamt ein. In der Folge wurde die Bibliothek auf eine Etage zur Kiezbibliothek verkleinert. Als vor ein paar Jahren die vier Öffnungstage auf nur noch zwei pro Woche schrumpfen sollten, gab es einige Aktionen zur Rettung der Bibliothek. 2018 nun soll sie saniert und barrierefrei werden, dazu werden u.a. ein Fahrstuhl und eine Nottreppe angebaut. Außerdem werden die Bibliothek und teilweise auch die Sanitäranlagen neugestaltet. Dafür hatten sich im Vorfeld viele Menschen eingesetzt, darunter z.B. Quartiermanagerin Beatrice Siegert und Tobias Ossege vom Jugendamt. 

Zum Termin für die Baumaßnahmen: Eigentlich sollte im September gebaut werden, doch nun verschieben sich die Bauarbeiten um zwei Monate und werden voraussichtlich vom November bis in den April 2019 dauern. Die Bibliothek wird dann für zwei Monate geschlossen, ihre Bücher werden ausgelagert, doch der Nachbarschaftstreff im Erdgeschoss soll während der Bauarbeiten weiter genutzt werden können. 

Kunst- und Kulturprojekte in Moabit

Nils Ehrhardt stellte das Theater X, das früher JugendtheaterBüro (JTB) hieß, vor. Es existiert seit bereits zehn Jahren, und er selbst war schon als Student vor neun Jahren erstmals hier. Zu dieser Zeit wurde noch umgebaut, anschließend gab es lange Zeit einen provisorischen Betrieb, der u.a. mit Hilfe von QM-Fördermitteln aufrechterhalten werden konnte. Seit drei bis vier Jahren existiert nun ein „richtiger Theaterbetrieb“ mit vielen Eigenproduktionen und Gastspielen. Einige tausend Gäste nahmen schon auf den 80 Sitzplätzen des Theaters Platz, und 35 bis 40 junge Leute sind in den verschiedenen künstlerischen und technischen Bereichen als auch in der AG Intendanz - so wie Nils - tätig. Dahin zu kommen, war ein langer Prozess. Jugendliche werden beim Theater X direkt beteiligt, und viele frühere Jugendliche sind jetzt als Erwachsene engagierte Mitglieder im Trägerverein. Das feste Team des Off-Theaters besteht aus rund 15 Personen. Diese arbeiten als Angestellte, als aus Projektfinanzierungen bezahlte Honorarkräfte sowie als Ehrenamtliche. Die gesellschaftskritischen Themen der Eigenproduktionen werden in einem künstlerischen Recherchenprozess zusammen mit den Jugendlichen entwickelt. Dazu gibt es drei Ensembles: Das Regiekollektiv, das u.a. durch Soziale-Stadt-Mittel finanziert wird, bereitet aktuell ein Stück mit dem Titel „Liebe Welt, seit wann bist Du hetero?“ vor. Im TheaterX-Ensemble findet eine immer stärkere Professionalisierung statt, seine Mitglieder gehen mit ihren Stücken auf Tour, z.B. wird es demnächst einen Auftritt in Kaschmir geben. Das dritte Ensemble besteht u.a. aus Geflüchteten und arbeitet nach dem Hakawati- bzw. Märchenerzähler-Ansatz.

Durch eine Senatsfinanzierung wird es demnächst zusammen mit dem Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) eine neue Spielzeit zum Thema Heimat unter dem Motto „Heimat die Schnauze“ geben. Sie beinhaltet u.a. eine große Theaterproduktion und eine Ausstellung, beides wird parallel im Theater X und im ZK/U stattfinden.

Mitte Oktober beginnt die neue Spielzeit. Aktuell wird an einem neuen Design- und Imagekonzept gearbeitet. In Vorbereitung ist eine Homepage, „die für ein Theater angemessen ist“.

Nachfrage: 

Wie hoch ist die Finanzierung, kann man als Off-Theater davon leben? - Nils: Wir schaffen das schon bzw. jetzt wieder! Es gibt bessere und schlechtere Zeiten. gerade sieht es mit zwei halben Stellen über den Projektzeitraum und weiteren zwei halben Stellen für ein Jahr, die durch den Senat gefördert werden, ganz gut aus. Manche Leute arbeiten aus großem Enthusiasmus beim Theater X mit, auch wenn das Geld mal knapp ist.

Kontakt: Theater X im Refo-Campus, Wiclefstraße 32 an der Ecke Beusselstraße, www.grenzen-los.eu/jugendtheaterbuero

Über das seit sechs Jahren bestehende Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) berichtete Mitbegründer Matthias Einhoff. Bereits vor neun Jahren hatten er und seine Kollegen vom Künstlerkollektiv Kunstrepublik begonnen, daran zu arbeiten. Damals gab es ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren des Bezirks Mitte, an dem sich die Kunstrepublik beteiligte. Ihr Ziel war es, Kunst im öffentlichen Raum zu machen, Drei Jahre dauerte es, bis die Finanzierung stand, so dass 2012 mit den Bauarbeiten angefangen werden konnte. Seit dem kamen 300 Künstler aus aller Welt, um in den Atelierwohnungen temporär als Gäste zu leben und zu arbeiten. Viele Aktivitäten des ZK/U finden an der Schnittstelle zur Nachbarschaft statt, so wie beim Speisekino Moabit, dem monatlich stattfindenden Gütermarkt oder der Aktion „Open House“, bei der man in die Künstlerateliers schauen kann. Daneben werden Kurse zu Dingen wie Brotbacken und Imkern sowie Workshops mit Themen für Jugendliche angeboten.

Da die Veranstaltungshalle des ZK/U bisher nur in der warmen Jahreszeit genutzt werden kann, soll sie energetisch saniert werden. Dabei soll auch zusätzlicher Platz geschaffen werden. Schon vor ca. drei Jahren gab es dazu erste Überlegungen. Gemeinsam mit dem QM-Team wurde geplant, und nun gibt es einen Zuwendungsbescheid über Fördermittel zur Bauplanung, die den Ausbau der Veranstaltungshalle zum Ziel hat. Die Idee: Es soll eine energetische Hülle aus Glas um die Halle gebaut werden. Darauf soll eine obere Etage mit einer Terrasse als „öffentliche Bühne“ entstehen. Diese würde die Sichtbarkeit des ZK/U, u.a. auch für die tausenden S-Bahn-Pendler, die täglich daran vorbeifahren, erheblich erhöhen. 

Das ZK/U verfügt ähnlich wie das Theater X nicht über institutionelle Förderung, sondern hat aktuell noch 34 Jahre lang ein Erbbaurecht für das Grundstück und das Gebäude des ehemaligen Güterbahnhofs in der Siemensstraße. „Wir müssen alles, wie z.B. die Koordination der Veranstaltungen und den laufenden Betrieb, selbst finanzieren“, so Matthias Einhoff. Das QM half mit Anschubfinanzierungen für die Veranstaltungsreihen Gütermarkt und Speisekino, die inzwischen auf eigene Füße gestellt werden konnten. Außerdem gibt es EU-Mittel wie „Creative Europe“, so dass die Finanzierung des ZK/U - ähnlich wie beim Theater X - „mal besser und mal schlechter funktioniert“.

Am 4. November 2018 wird es eine Auftaktveranstaltung zur Planung des neuen Ausbaus geben. Es soll ein Beteiligungsverfahren werden, bei dem ermittelt wird, welchen genauen Bedarf und welche Gestaltungsideen es dazu gibt. Alle Interessierten sind willkommen und können sich dabei einbringen.

Nachfragen:

Zum Gelände des Stadtgartens: Was haben Spielplatz, Nachbarschaftsgärten und Liegewiese mit dem ZK/U zu tun? - Matthias Einhoff: Auf dem Papier bzw. juristisch nichts, in der Realität jedoch viel, es gibt einen regen Austausch.

Wer ist für die Pflege des Park zuständig? - Matthias Einhoff: Die Facharbeiten übernimmt das Grünflächenamt, während das ZK/U für die Reinhaltung des Parks von Müll und für die Bewässerung verantwortlich ist. Letzteres gestaltet sich sehr problematisch, denn das Wasser versickert einfach, weil die bei der Einrichtung des Stadtgartens aufgebrachte Humusschicht zu dünn ist. Eine professionelle Pflege der Außenanlagen würde 40.000 bis 50.000 Euro pro Jahr kosten. Das ist zu teuer, deshalb sie vom ZK/U gemeinsam mit einem Häftlingsprojekt durchgeführt wird. Es ist ein Paradox, dass der Park sehr gut angenommen wird, was ein Erfolg ist, aber das ZK/U dadurch viel Arbeit hat, z.B. durch das Müllproblem, und weil dringend benötigte größere Müllbehälter bislang nicht installiert wurden.

Kontakt: https://www.zku-berlin.org

Festival für selbstgebaute Musik 

Aischa Ahmed vom QM Moabit West berichtete über dieses Kulturereignis, dass in den letzten Jahren vom Träger Kollegen 2.3 organisiert wurde. Das 2011 zunächst als „Moabiter Musiktage“ wiederbelebte Festival findet in diesem Jahr vom 14. bis 16. September auf dem Gelände des ZK/U statt. Zum Auftakt am Freitag werden zwei große Instrumente aufgebaut, am Samstag wird es Workshops geben, und am Sonntag wird ein großes Musikprogramm inklusive eines Kinderprogramms mit selbstgeschnitzten Trommeln und Instrumenten aus Gemüse aufgeführt. Das Festival ist ein Paradebeispiel für verstetigte Projekte, und es ist nicht vollfinanziert. Das Festival, das früher im Hof des Berlin Kollegs in der Turmstraße stattfand, wird u.a. unterstützt vom ZK/U und dem Bauhaus Dessau. Alle sind dazu herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Kontakt: http://www.selbstgebautemusik.de

Steve Rauhut sprach zum Refo-Campus in der Wiclefstraße, in dem „viele Gruppen, viele Menschen, alles sehr divers und bunt“ unter einem Dach vereint leben und wirken. Darunter ist neben dem evangelischen Refo-Konvent und dem Theater X auch der Liberal-Islamische Bund. Die Refo-Kita verfügt mittlerweile endlich über genug Erziehungspersonal. Sie läuft sehr gut und ist laut Steve „das jüngste Kind innerhalb der Community“. 25 bis 30 Menschen wohnen im Refo-Gebäude inklusive eines nichtkommerziellen Gästebetriebs. Besonders froh ist man auf dem Campus über den geglückten Theater-X-Erweiterungsbau, „und alles bei uns funktioniert unabhängig von der Kirchensteuer. Wir sind komplett selbst finanziert und haben den Gebäudekomplex mit insgesamt 5,5 Mio. Euro ertüchtigt“. Durch eigene Mieten und Einnahmen werden die Kreditmittel über 25 Jahre lang getilgt. Das aktuellste Projekt ist, einen Ort der „Kultur und Begegnung“ auf dem „Wiclefplatz“, also dem Vorplatz des Gebäudes, zu erschaffen. Er soll infrastrukturell so ertüchtigt werden, dass dort z.B. ein Ökowochenmarkt etabliert werden kann und auch eine Außenbühne entsteht. Der Vorplatz soll mit einem Nachbarschaftsfest eingeweiht werden, wobei der Termin dafür noch nicht feststeht. Das Fest könnte zu Erntedank oder in der Adventszeit stattfinden.

Konkrete Termine bei Refo: 

- Die Refo-Cantorei etablierte vor 14 Jahren die Lange Nacht der Chöre, die dieses Jahr am 1. September 2018 von 18 bis 1 Uhr stattfindet.

- Für den 17. September hat die AG Arbeit und Gerechtigkeit innerhalb der Evangelischen Kirche den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) eingeladen. Es wird u.a. darum gehen, was er mit dem soldarischen Grundeinkommen vorstellt. Mit ihm diskutieren wird Barbara Eschen, Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg, und alle Interessierten können Fragen stellen.

- Am 18.9. gibt es eine Mitmach-Musik-Familienshow Kallauch.

- Die Gottesdienste haben nach den Sommerferien wieder begonnen, darin geht es vor allem darum, wie unsere Gesellschaft solidarischer und gerechter werden kann.

- Ein Film über 50 Jahre nach der 68er Bewegung soll gezeigt werden, Termin noch offen

- Der Liberal-Islamische Bund hat immer am ersten Samstag im Monat eine „offene Tür“

- Kultursenator Klaus Lederer (LINKE) kommt demnächst zum Kennenlernen zu Refo, Termin noch offen

Nachfrage: 

Hat der Refo-Campus am Tag des offenen Denkmals geöffnet? - Steve Rauhut: Das ist noch unklar.

Mehr zu Refo: http://www.refo-moabit.de

Von der ebenfalls für eine Präsentation eingeladenen Galerie Nord in der Turmstraße 75 war leider niemand anwesend.

Verschiedenes, Termine

Das QM-Team wies in Vertretung von Maren Dorner vom Kino für Moabit auf eine Filmvorführung hin: Der 1968 in Berlin gedrehte Film „Der Tod im roten Jaguar“ wird am 25.8. um 20 Uhr in der Classic-Remise in der Wiebestraße 36-37 gezeigt. Außerdem können über das Förderprogramm Aktive Zentren in den kommenden Monaten 15 Filmvorführungen finanziert werden. 

31. August ab 15 19 Uhr: Kiezspaziergang durch den Huttenkiez: http://www.moabitwest.de/Spaziergang-durch-den-Huttenkiez-am-31-August-2018.6549.0.html

31. August von 15 bis 19 Uhr: Perlenkiezfest in Moabit Ost

Elke Fenster: am 1. September gibt es keinen offenen Samstag im Stadtschloss, da an diesem Tag alle beim Kiezfest rund ums Rathaus Tiergarten zu finden sind.

1. September: Moabiter Kiezfest rund um das Rathaus Tiergarten

Als Auftakt der Fairtrade-Woche veranstaltet das QM-Team in seinen Räumlichkeiten in der Rostocker Straße 35 am 12. September 2018 ab 16 Uhr einen Empfang. Am 14. September wird zum Thema Fairtrade ein kritischer Film über die Bekleidungsindustrie mit dem Titel „The true cost“ im ZK/U gezeigt, eine Kleidertauschparty und weitere Veranstaltungs-Termine folgen: www.moabitwest.de/Veranstaltungen.5943.0.html

Im Herbst finden Gremienwahlen in Moabit West statt: Für Quartiersrat (QR) und Aktionsfondsjury sind bis 28. September Bewerbungen möglich. Verschiedene Veranstaltungen zur Information darüber wird es in Kürze geben.

Matthias Schnauss: Fahrradreparaturen für Kinder und Familien finden immer donnerstags in der JVS von 14.30 bis 18.30 Uhr statt. Immer dienstags gibt es ein Bewegungstraining, sowie von 14.30 bis 17.30 Uhr im Stadtschloss auch Hilfe bei der Fahrradreparatur und zudem auch immer am ersten Samstag im Monat im Stadtschloss.

„Meile der Verdrängung“ am Leopoldplatz in Wedding: Dort werden Plakate mit Verdrängungsgeschichten aufgehängt. Man kann eigene Geschichten bis zum kommenden Montag (27.8.) einreichen oder/und am 8.9. dort auch selbst mündlich berichten - Kontakt über www.moabitonline.de

3. September: mehrere Stolperstein-Verlegungen in Moabit, und im Filmrauschpalast gibt es um 17 Uhr dazu die Vorführung des Films „Bei den Jeckes ist es schwieriger“

Erinnerung: Der heutige 21. August ist ein historisches Datum, vor genau 50 Jahren (1968) marschierten die Russen in die Tschechoslowakei ein.  

Beim Plenum am 18. September 2018 geht es vor allem um die Integration von Geflüchteten, zudem stellen sich Spielplatzpaten u.a. vor.

Im Oktoberplenum stellen sich die Kandidaten für den Quartiersrat und die Aktionsfondsjury vor. 

Die zusammengefassten Inhalte und Ergebnisse aller Stadtteilplena werden immer hier veröffentlicht.

Text & Fotos: Gerald Backhaus