Suche


Veranstaltungen

Veranstaltungen aus dem Quartiersmanagement

Logo EnergiesparratgeberMit dem EnergieSpar-Ratgeber können Sie Heiz- und Stromkosten senken

Diana Gevers über den Verein MOABIT IST BESTE

Bester Verein für Moabit

Ein Gespräch mit "Moabit ist Beste"-Vorstandsmitglied Diana Gevers

Diana Gevers stammt vom Land. Sie hätte sich früher nie träumen lassen, mal in einer 3-Millionen-Metropole zu leben. Sie wurde geboren im niedersächsischen Twistringen und wuchs auf im nahen Diepholz. An der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale studierte sie zwei Jahre lang Biologie, bevor sie sich anders entschied und zur Landschaftsökologie nach Münster wechselte. 2001 machte die junge Frau dort ihr Diplom. Ehrenamtlich arbeitete Diana Gevers schon als Studentin in Münster für den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), später für den NABU-Bundesverband in Berlin, bevor sie 2009 als Festangestellte zum Berliner Landesverband wechselte, „der mich für länger haben wollte“. Dort ist sie verantwortlich für Fundraising und Mitgliederbetreuung. Die Stelle brachte ihren Umzug von Münster nach Berlin mit sich. In Moabit landete sie, weil die Wohnung hier in der Quitzowstraße nicht nur erschwinglich war, "sondern auch, weil ich per Fahrrad von hier gut zu meiner Arbeitsstelle nach Pankow komme."

Frank Wolf, bekannt als „Kapitän Kiez, der inoffizielle Bürgermeister Moabits“, lernte Diana über Facebook kennen. „Das ist kein Witz! Als ich krank zuhause war und mich langweilte, stieß ich bei Facebook auf ‚Moabit ist Beste’ und erfuhr dort, dass Frank - der Mann hinter der Idee - ein Café in Moabit gründen wollte.“ Sie verspürte Lust, etwas zu bewegen „fernab vom Beruf“. Diana liebt es, Projekte anzustoßen, aber auch sich begeistern zu lassen von so sprühenden Persönlichkeiten wie Frank: "Er hat so viel und so unkonventionell vorgearbeitet und erreicht mit seiner mitreißenden Art eine große Aufmerksamkeit im Kiez." Also nahm sie Kontakt zu ihm auf und riet ihm, zur Verwirklichung seiner vielfältigen Ideen am besten einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Das sei besser, als „sich weiter als Einzelperson durchzuwursteln“, vor allem was Steuerfragen und den Zugang zu Fördermitteln angeht. Gesagt, getan. Bei einer Veranstaltung zur Umgestaltung des Ottoparks trafen sich Diana und Frank zum ersten Mal „analog“, und bald darauf setzten sie im April 2011 gemeinsam die Vereinssatzung auf. Dianas langjährige Tätigkeit für den "Riesen-Verein NABU" war dabei von unschätzbarem Vorteil. Aus ihr und Frank, quasi der Keimzelle des Vereins, wurde als logische Folge der Vorstand vom „Verein Moabit ist Beste“. Am 27. Juli 2011 fand die offizielle Vereinsgründung in der Kneipe „Dicker Engel“ in der Birkenstraße statt. Inzwischen hat der Verein 37 Mitglieder, rund 15 davon kommen immer zu den Mitgliederversammlungen. „Das ist ein guter Schnitt“, so Diana Gevers, vergleicht man den Neuling mit viel größeren Vereinen. "Zum 1. Januar 2013 kommt auch die Gemeinnützigkeit, und ab dann können Spendenquittungen für’s Finanzamt ausgestellt werden." Davon verspricht sich die voller Energie und Tatendrang steckende Vorstandsfrau neuen Mitgliederzuwachs.

Um ein Missverständnis auszuräumen: Die Aktivitäten des Vereins beschränken sich nicht auf die zahlreichen Veranstaltungen, die in Franks "Café Moabit" in der Emdener Straße 55 stattfinden, wie die „Runden Tische“, Kiez-Bingo und anderes, was wir auch hier auf moabitwest.de und in der "moabiter INSELPOST" immer ankündigen. "Der Verein ist auch auf vielen anderen Baustellen aktiv," so Diana Gevers. Im Mai 2012 trafen sich die Moabit-Verbesserer im "Dicken Engel" und „brainstormten“. Es gab eine Menge toller Ideen, die 2012 umgesetzt werden sollen, auch Anträge für den Kulturfonds Mitte sollten gestellt werden. Nach dem die einzelnen Vorhaben präsentiert wurden, gab es eine Bewertung durch alle Anwesenden. Als Resultat möchten die Vereinsmitglieder in den kommenden Monaten zunächst folgende fünf Projekte anpacken, fasst Diana zusammen: Eine Kneipentour durch Moabit, einen „Adventskalender“, bei dem Moabiter in der Vorweihnachtszeit ihre Wohnungen für Interessierte öffnen, das Kunstprojekt "100 boots in Moabit" sowie „Moabit grillt“, eine Kampagne für öffentliche Grillplätze im Ottopark, Kleinen Tiergarten und am Spreeufer. Weiter unten in der Hitliste landeten Ideen, die nicht weniger gut sind, wie "Moabit glotzt gemeinsam draußen" - ein Sommerkino in Kooperation mit dem ZKU im ehemaligen Güterbahnhof sowie das Extra-Heft für das Stadtmagazin „Tip“ über Moabiter Highlights. Das ist ein ablösbares Heftchen, das auf der Titelseite des Magazins klebt. "Unser Ziel ist es, für und mit den Leuten in Moabit etwas zu tun," sagt Diana lachend. Weiterhin viel Glück dabei!

Text & Fotos: Gerald Backhaus