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Projektwettbewerb: "Nachbarschaft grüner gestalten"

Bis zum 16. August 2021 können Sie sich bewerben

Projektwettbewerb

Das Quartiersmanagement Beusselstraße sucht in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie mit dem Bezirksamt Mitte von Berlin einen geeigneten Projektträger für die Umsetzung der folgenden Projektidee:

„Nachbarschaft grüner gestalten“

Ausgangslage

Beusselkiez und Huttenkiez gehören zu den innerstädtisch am schlechtesten mit Grün- und Freiflächen versorgten Gebieten. Einzig der Bereich Neues Ufer am westlichen Rand des Gebietes stellt einen der wenigen Grünzüge im Quartier. Aber das größte innerstädtische Industriegebiet und die umliegenden Wohngebiete des Beussel- und Huttenkiezes, die aktuell von Nachverdichtung geprägt sind, bieten wenig Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die Wohnviertel weisen zudem eine sehr hohe Luft-, Lärm- und thermische Mehrfachbelastung aus und das Thema Vermüllung zieht sich durch das gesamte Gebiet. Ein hohes Maß an Versiegelung der wenigen Freiflächen führt besonders in Sommern mit Starkregenereignissen und/oder Hitzewellen zu weiteren Herausforderungen für Bewohner*innen jeden Alters im Stadtraum.

Diese Problemlagen und konkrete Ideen für eine aktive Mitgestaltung einer grüneren, attraktiveren Nachbarschaft wurden auf der digitalen Kiezwerkstatt des QM Beusselstraße in mehreren Arbeitsgruppen benannt. Gerade infolge der Pandemieerfahrung ist das Engagement von Bewohner*innen für öffentliche Orte im Quartier gewachsen, wie z.B. ehrenamtlich organisierte Müllsammel- oder Gießaktionen zeigen.

Zielsetzung

Folgende Ziele werden durch das Projekt verfolgt:

  1. Unter Beteiligung von Anwohnenden und Aktiven Recherche und Ermittlung geeigneter Orte im Huttenkiez und Beusselkiez, die grüner, klimafreundlicher und attraktiver für die Nachbarschaft gestaltet und als solche wahrgenommen werden sollen.
  2. Konkrete gestalterische Maßnahmen im Stadtraum werden (in Absprache mit dem SGA) vorgenommen, um die Aufenthaltsqualität an öffentlich zugänglichen Orten zu verbessern z.B. durch Baumscheibenbepflanzungen, Hochbeetbau, Naschpflanzen, begrünte Sitzmöglichkeiten, Regenwasserauffangmöglichkeiten etc.
  3. Die Nachbarschaft beteiligt sich an klimafreundlichen Maßnahmen, die Anwohnenden werden für das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung sensibilisiert und engagieren sich.

Zielgruppen

Die Zielgruppen sind Anwohnende aller Altersklassen sowie Engagierte in Vereinen, Trägern und Initiativen.

Maßnahmen

Geplante Maßnahmen orientieren sich an den folgenden Vorgaben:

  1. Abstimmung mit Fachämtern (SGA, SPK, Umwelt- und Naturschutzamt, Klimaschutzbeauftragte) zu Maßnahmen und möglichen Durchführungsorten
  2. Ansprache von Trägern, Einrichtungen und Initiativen, wie Bewässerungsgruppen, Gärtnergruppen, grüne Lernorte und weitere Interessierte
  3. Durchführung kleinteiliger Begrünungsmaßnahmen zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern, z.B. Hochbeete, Baumscheibenbeflanzungen, Naschsträucher, Schaffung grüner und kühler Verweilorte
  4. Kooperation mit Moabit klimafit, den Moabiter Energietagen und dem Unternehmensnetzwerk sowie atip:tap und weitere Bewerbung von Moabit als grünem Quartier
  5. Mehrsprachige Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt über unterschiedliche Kanäle (social media, Hauswurfsendungen, Presseberichte)
  6. Umsetzung von kleineren Baumaßnahmen, die in den Bereichen Regenwassergewinnung, Sickerungsmöglichkeiten o.ä. liegen
  7. Organisation und Bewerbung von Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen zu Klimaschutz und Klimaanpassung
  8. Enge Abstimmung mit dem QM-Team

Neben diesen inhaltlichen Aspekten sollen projektbegleitend folgende Aufgaben umgesetzt werden:

  1. Zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit vor, während und nach Abschluss des Projektes (u.a. Nutzung der Moabiter Medien und Gremien).
  2. Dokumentation des Projekts
  3. Fortwährende Kooperation mit dem Bezirksamt, bes. mit dem SGA und weiteren Bereichen
  4. Abwicklung und Umsetzung der Maßnahme (inkl. Beantragung und Abrechnung) beim Prüfdienstleister Sozialer Zusammenhalt (PDL-SZ).

Eignungsnachweis / Anforderungen

Die Antragstellenden müssen Erfahrungen im Bereich klimafreundlicher und klimaangepasster Maßnahmen sowie in der Beteiligung der Nachbarschaft haben. Wünschenswert ist zudem lokales Wissen zu den Moabiter Gegebenheiten und den verschiedenen Einrichtungen und Initiativen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Programms ‚Sozialer Zusammenhalt’. Zur Abwicklung des Projektes gehört die eigenständige Beantragung und Umsetzung von Fördermitteln als Fördernehmer des Projektes über das Bezirksamt Mitte und dem Prüfdienstleister Sozialer Zusammenhalt (PDL-SZ) sowie der selbstständige Abruf der benötigten Fördermittel, die Finanzabrechnung und die Auswertung des Projektes (inkl. Sachbericht).

Projektzeitraum

Das Projekt soll inkl. Vor- und Nachbereitung im April 2022 beginnen und Ende 2024 abgeschlossen werden.

Einzureichende Unterlagen

Eine Projektskizze sowie ein Finanzplan (FB 01) stehen zum Download auf dem Quartiersmanagement Dachportal bereit (https://www.quartiersmanagement-berlin.de/service/foerderinformation.html#c11766 ).
Die Angaben sind in der Projektskizze vollständig auszufüllen. Die Projektskizze und der Finanzplan können auf Nachfrage auch zugesandt werden.

Der Finanzplan ist getrennt für die Jahre 2022, 2023 und 2024 mit konkreter Darstellung der Personal- und Sachkosten (keine Pauschalsummen) auszufüllen. Bei Personalkosten ist das Besserstellungsverbot gem. Anlage 2 AV § 44 Nr. 1.3 der LHO zu beachten, Honorarkosten sind aufzuschlüsseln mit Stundenkalkulation inkl. Stundensatz. Ein Nachweis der fachlichen Qualifikationen des eingesetzten Personals mit kurzer stichpunktartiger Aufführung bisheriger Tätigkeiten ist der Bewerbung beizufügen.

Eine Datenschutzerklärung ist vorzulegen (steht zum Download auf der Internetseite des Quartiersmanagements bereit https://www.qm-beusselstrasse.de/datenschutz ).

Finanzierung: Für die Umsetzung der Maßnahme stehen aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ aus dem Projektfonds 2021 Mittel in Höhe von 87.500,00 Euro zur Verfügung (für 2022 ca. 14.500,00 Euro, für 2023 ca. 43.500,00 Euro und 2024 ca. 29.500,00 Euro).

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 16.08.2021 in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Nachbarschaft grüner gestalten“ beim Quartiersmanagement Beusselstraße, Rostocker Str. 35, 10553 Berlin einzureichen. Bei Übersendung durch die Post müssen vorstehende Angaben deutlich und vollständig auf dem äußeren und einem besonderen inneren Umschlag vermerkt sein.

Wir bitten auch um die Übersendung der Bewerbungsunterlagen in digitaler Form an qm-beusselstrasse[at]stern-berlin[.]de.

Die eingereichten Projektunterlagen werden einem Auswahlgremium vorgestellt. Daran nehmen Mit­glie­der der Steuerungsrunde des Quartiersmanagements, Vertreter*innen der relevanten Fach­ämter des Bezirksamts Mitte sowie Mitglieder des Quartiersrats teil.

Das Auswahlgespräch findet voraussichtlich in der 34. Kalenderwoche statt. Wir bitten, diesen Zeitraum vorzumerken. Eine Einladung erfolgt kurzfristig nach einer Vorprüfung der eingereichten Angebote.

Für Nachfragen steht Ihnen das Quartiersmanagement Beusselstraße, insbesondere Frau Ahmed, Tel. 3990 7195/ 017616372272 (Di-Fr) zur Verfügung.

Für die Auswahl des Projektträgers werden insbesondere folgende Kriterien zu Grunde gelegt:

  • Methodik und Herangehensweise an die Umsetzung der Maßnahmen
  • Inhalt und Qualität des Konzeptes
  • Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeitenden
  • Kostenkalkulation
  • Einbindung und Wissen über lokale Netzwerke im QM-Gebiet Beusselstraße 

Hinweise

Die PDF des Projektwettbewerbs finden Sie hier.

Projektwettbewerb

Bei dem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um ein Interessenbekundungsverfahren gemäß §7 LHO oder eine Ausschreibung im Sinne des § 55 LHO. Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Ausführung der Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerber bestehen mit der Teilnahme am Auswahlverfahren nicht. Die Teilnahme ist unverbindlich, Kosten werden den Bewerbern im Rahmen des Verfahrens nicht erstattet.

Besserstellungsverbot

Bitte beachten Sie § 44 AV LHO Anlage 2 (ANBest-P) 1.3: Der/die Zuwendungsempfänger/in darf seine/ihre Beschäf­tigten finanziell nicht besserstellen als vergleichbare Dienstkräfte im unmittelbaren Landesdienst Berlins, insbesondere dürfen höhere Vergütungen oder Löhne als nach den für das Land Berlin jeweils geltenden Tarifverträgen sowie sonstige über- oder außertarifliche Leistungen nicht gewährt werden.

Kinder-/ Jugendschutz

Bei Projekten mit Angeboten für Kinder und/ oder Jugendlichen, die mit Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII vergleichbar sind, ist insbesondere der neue § 30a Bundeszentral­registergesetz (BZRG) zur Sicherung des Kinderschutzes zu beachten. Für Personen, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen, ist ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Die entsprechenden Kosten sind bei der Projekt­kalkulation einzuplanen.

Nutzungsrechte

Bei der Auswahl als Träger zur Umsetzung des Projektes verpflichtet sich der Zuwendungs-empfänger, dem Land Berlin sämtliche Nutzungsrechte an den Werken einzuräumen, die im Zusammenhang mit der Förderung entstehen und bei denen der Zuwendungsempfänger Ur-heber ist (z. B. Nutzungsrechte für Fotos oder andere Bildmaterialien zur Weiterverwendung). Dies umfasst auch die Nutzungsrechte Dritter, die dem Zuwendungsempfänger im Zusam-menhang mit der Förderung übertragen werden. Die Zustimmung zur Abtretung der Nutzungsrechte ist im weiteren Verfahren abzugeben und eine Voraussetzung für die Förderung des Projektes.

QM Beusselstraße / GB